L'Aquila und der G-8-Gipfel
Als wären sie Täter und nicht Opfer
Am Mittwoch beginnt in L'Aquila, wo nach dem Erdbeben noch immer 24.000 Menschen in Zelten leben, das G-8-Treffen. Die Bewohner der vom Erdbeben zerstörten Stadt halten wenig von der Politshow.von Michael Braun
Leserkommentare
07.07.2009 06:54 Uhr
von vic:
Mit 15.000 Polizisten und Soldaten liegt die taz sicher einiges daneben.
Ich schätze, das Dreifache kommt hin.
Ich hoffe alle kritischen Medien achten diesmal sehr darauf was mit den Gipfelgegnern geschieht, und nicht erst wieder einer von ihnen umgebracht werden muss.
Und hunderten verletzten und inhaftierten Demonstierenden nicht wieder dasselbe Unheil droht.
Ich darf auch an die nächtlichen Überfälle in den offiziell zugeteilten Schulen erinnern, an untergeschobene "Beweise", in die Überführung von Verletzten in spezielle Folterkliniken.
Unverantwortlich, den Gipfel schon wieder in diese Hände zu geben.
07.07.2009 06:15 Uhr
von vic:
Für alle Gipfelgegner ist der G8 Gipfel in Italien mehr denn je ein lebensgefährliches Unterfangen.
Wie Genua zeigte, fackeln Berlusconis Truppen nicht lange:
Carlo Giuliani erschossen; hunderte Verletzte; wüst verprügelte; inhaftierte und gefolterte Teilnehmer.
Für die vergessene Bevölkerung des Landstrichs natürlich eine besondere Demütigung, ausgerechnet hier einen kafkaesken Protzgipfel abzuhalten.