Kultusminister wollen tricksen
Hauptschüler auf Grundschulniveau
Die Kultusminister beharren auf niedrigeren Test-Standards für Hauptschüler, um schlechte Pisa-Ergebnisse zu verschleiern. Ein Forscher warnt: Dann sind wir auf Grundschulniveau.von C.Füller
Leserkommentare
30.11.2008 17:42 Uhr
von Stefan:
leider wird von rolf wieder mal gezeigt, das man eher an einer "end-of-pipe" betrachtung interessiert ist. vielleicht sollte man sich mal fragen, wieso diese schüler solch einen bodensatz bilden und sich selbst so generieren und reproduzieren (ethnisches,kulturelles, soziales und residentielles Umfeld) Die Herabsetzung der Anforderungen gleicht einer Kapitulation unserer Gesellschaft dieser Entwicklung überhaupt noch Herr zu werden. und das zu Zeiten der "Bildungsrepublik". Frühkindliche Förderung anstatt Herabsetzung der Anforderungen.
28.11.2008 14:02 Uhr
von Rolf:
Nein Michael. Es liegt -leider- tatsächlich an den Schülern.
Da kann man in Abgründe blicken, glaube es mir bitte. Oder besser, überzeuge dich bei Gelegenheit selbst. An den Hauptschulen sammelt sich ein Bodensatz, der mit diesem Begriff nur unzureichend charakterisiert wird.
27.11.2008 13:11 Uhr
von Michael W.:
Traurig,
Leuten, die mehr leisten könnten (und sollten) das Recht abzusprechen, überhaupt etwas zu lernen. Das die Lesekompetenz an deutschen Hauptschulen so schlecht ist, liegt ja wohl nicht an den Schülern selbst, sondern an denen, die ihnen hätten etwas beibringen müssen. Überhaupt ist wieder das nach unten durchlässige aber nach ober verschlossene Schulsystem in Deutschland schuld an der Misere, in der wir jetzt stecken.
Ich selbst habe erst kürzlich die Schule beendet...ohne (subjektiv) einen einzigen Tag gefördert worden zu sein. Beispielsweise wurde die Bitte, die ich mit etwa 15 Mitschülern formuliert hatte, doch einen Chemie-LK einzurichten, abgewiesen mit dem Vermerk, ich solle mir doch mal die Bilanzen anschauen, man könne sich ja kaum noch die Heizkosten leisten...Und das von meinem Schuldirektor.
Ironischerweise wählte ich dann den Pädagogik-LK um dort zu lernen, dass in Deutschland in etwa so viel Geld in die Bildung investiert wird wie in Norwegen - nicht prozentual sondern absolut! Deutschland gibt mit seinen über 80 Millionen Einwohnern soviel Geld für Bildung aus, wie unser kleines Nachbarland mit knapp 4,8 Millionen Einwohnern. Das gibt einem dann schon zu denken. Was hat ein Schüler davon, wenn man ihm nach der 4ten Klasse erklärt, er sei zu dumm zum Lesen, aber man hätte ja glücklicherweise (um Statistiken zu schönen) eine Lösung parat: einfach noch weniger fordern, damit macht man Mut, sich gleich nach der Schule um Hartz 4 zu kümmern.
27.11.2008 11:16 Uhr
von Dunkelseher:
Leider kann ich auch noch eine andere Erklärung für die Bildungssituaion in Deutschland finden als eben pure Absicht. Gibt es überhaupt einen Versuch, zu erklären, welchen (vernünftigen) Grund es gibt, die Standards zu senken?
Ist Euch wirklich nicht klar, dass es die Aufgabe von Schulen ist, Wissen zu vermitteln, nicht Abschlüsse zu produzieren?
26.11.2008 16:27 Uhr
von Malte Löck:
Deutschland ist mit dieser herrschenden Regierung wirklich am Allerwertesten. Wenn in diesem Fall extrem überzahlte Minister ausser Manipulation keinen Weg aus der Bildungsmisere wissen, sollten diese unnützen Menschen, deren Job die Bildung ist, ihre Köfferchen packen.
Dem Steuerzahler werden 500 Mrd Euro für Zockerbanken gestohlen, aber im Bildungswesen ist man zu dumm und zu geizig, Abhilfe zu schaffen.
Die Wurzel allen Übels liegt im zeitraubenden Habitus, dass die Deutschen das Rad stets neu erfinden müssen.
Die skandinavischen Länder machen es vor, davon kann man (Minister wohl eher nicht) lernen, und ein entsprechendes System adaptieren bzw. modifizieren. Die Bildungsmisere ist des weiteren gewollt, denn es muss stets einen ungebildeten, obrigkeitshörigen Haufen geben, um das reiche und leider mächtige Elitepack zu bedienen. Ein gebildeter Lohnsklave ist eine Gefahr für die Eliteparasiten.ar hier eingeben