• 03.03.2009

Kultusminister wollen schummeln

Wertloser Abschluss für Sonderschüler

Der Bund hat versprochen, die Schulabbrecherzahl zu halbieren. Die KMK weiß, wie: Sie will Sonderschülern einen wertlosen Abschluss zuweisen, um die Statistik zu schönen.von Christian Füller

  • 10.03.2009 10:42 Uhr

    von ICordula Müller:

    Liebe Frau Reile- Göbel,hier geht es doch nicht um wer wann wo aufgefangen wird und welcher Schüler in welcher Regelschule untergegangen ist.
    Das Thema Ist die ratifizierte UN Konvention mit all ihren Folgen für unser aussonderndes Schulsystem.
    Jeder !!! Lehrer sollte seinem Auftrag entsprechend JEDEN Schüler fördern WOLLEN und KÖNNEN unter GEEIGNETEN Rahmenbedingungen.
    Und das ein Förderschüler besser lernt im Gemeinsamen Unterricht ist längst belegt und NICHT mehr die Frage.
    Das Problem der Förderschulen ist doch die geballte Einseitigkeit der Förderschwerpunkte und damit die nichtvorhandene Vielfalt, die es in unserer Gesellschaft gilt, zu verbessern, daß eben genau das passiert, was SIE ansprechen . Respekt und Akzeptanz von Anderssein und Andersaussehen. Das gilt es , unserer Gesellschaft BEIZUBRINGEN!! Dann haben wir keine Probleme damit, daß Schülerxy nicht akzeptiert wird, weil er aus einer Gegend kommt, in der NUR Hartz 4 Empfänger leben, dann hat Schülerxy kein Problem, weil er noch Windeln trägt-weil es DANN FÜR JEDERMANN NORMAL IST; MIT ALLEN MENSCHEN ZUSAMMEN ZU LERNEN UND ZU LEBEN!!!!!
    Elterninitiative Bornheim Gemeinsamer Unterricht und P:S. Herr Füller weiss, wovon er redet und nimmt als einer der Wenigen eben nicht DIE HAND VOR DEN MUND:wie ich übrigens auch

  • 04.03.2009 17:08 Uhr

    von Eva Reile-Göbel:

    Weiß Herr Füller überhaupt wovon er schreibt? Meint er etwa, die 8 von 10 Sonderschülern, die keinen Abschluss erhalten, könnten einen erwerben, wenn sie in der Regelschule verblieben? Wie kommt er zu der Behauptung, an den Förderschulen gäbe es keine Förderung, würden die SchülerInnen von Bildung ferngehalten? Ist er wirklich der Meinung, durch die Abschaffung von Förderschulen gäbe es keine Diskriminierung von beeinträchtigten Menschen mehr?
    Das Problem ist viel zu vielschichtig, als es derart primitiv, wie in der taz geschehen, abzuhandeln. Für jedes „Fallbeispiel“, das Füller für Bildungsverhinderung an Förderschulen bringt, könnte ich ihm welche über die Zerstörung von Kinderpersönlichkeiten an der angeblich so tollen Regelschule berichten.

  • 04.03.2009 17:02 Uhr

    von Manfred Göbel:

    Nur um es als Information mal festzuhalten: Förderschulen gehören zum „allgemeinen Bildungssystem“ dazu. Sie orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen und Stärken ihrer SchülerInnen. Dass diese stigmatisiert und diskriminiert werden, liegt nicht an der Schule, die sie besucht haben, sondern eher daran, wie in unserer Gesellschaft mit Abweichungen, Anderssein und Beeinträchtigungen umgegangen wird.
    Ein gemeinsamer Unterricht aller Kinder erfordert ein grundlegend anderes Bildungsverständnis. Akzeptanz von Unterschieden, individuelle Entwicklung und Abschied von vergleichender Leistungsbewertung sind unerlässlich – das lässt sich aber nicht so einfach verordnen oder organisieren. „Inklusion“ im existierenden deutschen Schulaufbau bedeutet eine Katastrophe für „8 von 10 Sonderschülern“. Die gnadenlos oberflächliche, einseitige und in einigen Aspekten schlicht falsche Darstellung der Problematik in diesem Brennpunkt ist für die taz und ihren Anspruch nur peinlich – oder glaubt ihr wirklich ernsthaft, dass der Verzicht auf „Abschiebung in die Sonderschule“ quasi automatisch einen Schulabschluss garantiert? Diese wirklich wichtige Diskussion erfordert fundierte und qualifizierte Beiträge und nicht solche, die die (gegenwärtige) Situation der Betroffenen noch verschlimmert.

  • 04.03.2009 14:54 Uhr

    von Saftladen:

    Das ist doch derzeit gängige Praxis!
    So wird die Unfähigkeit des Ministeriums auf ein erträgliches Niveau gehoben.

    Ganz nach dem derzeitigen Regierungsmotto:
    "Kostet mehr, bringt weniger und lassen wir uns dafür noch feiern!"

    Meine persönliche Meinung dazu, so eine Regierung braucht wirklich kein normaldenkender Mensch!

    Ab zu den Talibans mit Merkel und Co.

  • 04.03.2009 00:47 Uhr

    von vic:

    Wir kennen das von Arbeitslosenstatistiken. Sie ändern nicht etwas das Verfahren, oder geben den Leuten Perspektiven. Nein, sie zählen nur etwas anders bisher.

  • 03.03.2009 21:23 Uhr

    von Arminius:

    Was mischt sich die UNO eigentlich in das deutsche Schulsystem ein? Gibt es auf der Welt nicht Schlimmeres zu bekämpfen?

  • 03.03.2009 17:44 Uhr

    von hagvtr:

    Wäre es nicht viel besser, die KMK inklusive Hr. Tesch in eine Sonderschule einzuweisen, vielleicht schaffen ja sogar einige den Hauptschulabschluß...

  • 03.03.2009 16:34 Uhr

    von Karl Kraus:

    Neinnein! Das hat schon alles seine Richtigkeit: Die Zahl der SchulabbrecherInnen soll halbiert werden. Man könnte ja - noch einfacher - einfach durch zwei teilen, aber dieses letzte Fitzelchen an Blödheit weist das deutsche Volk noch nicht auf, dass es da nicht kurz stutzen könnte. Also: So lange man nicht-normgerechte Kinder noch nicht ganz wegsperren darf, macht man es so. Das spart toll viel Geld, von dem wir ja alle dann auch etwas haben. Ich liebe unsere Politiker.

    Verliebte Grüße,
    euer Karl

  • 03.03.2009 16:22 Uhr

    von gultimore:

    Ist doch gang und gebe solche Tricks durchzuführen, damit die Statistik geschönt wird.

    So hat Bremen seit langem kein Schüler mehr, die Sitzenbleiben. Eine Freude für die Statistik.
    Dies kommt aber nicht daher, dass die Schüler auf einmal viel schlauer sind, sondern weil Lehrer diese Versetzen müssen.

    Erst im Schuljahr können Lehrer Schüler ein Jahr zurückversetzen, falls festgestellt wird, was der Lehrer eh eigentlich vorher weiß. Ist ja aber kein Sitzenbleiben.

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