• 02.02.2010

Kulturkonflikt

Das Flüstern des Muezzins

Die Moschee in Rendsburg erhält die Genehmigung zu täglichen Rufen, jedoch mit beschränkter Lautstärke. Dennoch versammelte sich eine kleine Gruppe von Protestlern im Rathaus.von Esther Geisslinger

  • 07.02.2010 17:24 Uhr

    von Wanga:

    Der Adhan (Gebetsruf) ist mit Kirchengeläut nicht vergleichbar. Da wird fünfmal täglich das islamische Bekenntnis über die Dächer gerufen.
    Wer sich mit der islamischen Geschichte und Gegenwart auskennt, weiß dass es es sich hierbei um die Kundgabe politisch-gesellschaftlicher Dominanz handelt, "Allah ist größer", sein heiliges Gesetz steht über allem.

    Öffentlicher Widerstand gegen den islamischen Gebetsruf ist mehr als angemessen, noch dazu wenn es sich bei der Moschee um eine handelt, die ideologisch der Milli Görüs nahesteht. Diese Organisation lehnt Freiheit und Gleichheit kategorisch ab.
    Aber viele Linke scheinen den expansiven Polit-Islam als Verbündeten zu betrachten.
    Weshalb ich kein Linker im klassischen Sinne mehr bin...

  • 07.02.2010 16:56 Uhr

    von hschweizer:

    Wenn er nicht lauter als ein Vogel sein Glaubensbekenntnis rufen darf, wozu soll denn der Quatsch überhaupt gut sein? Da sieht man deutlich, wie irrational und überflüssig Religion ist. Gott sei Dank gibts bei uns keine Minarette... so müssen wir uns nicht um Dezibell streiten.

  • 03.02.2010 17:10 Uhr

    von Philipp:

    also ich finde, 53 Dezibel wären angemessen.... nicht mehr, aber aus Fairness auch nicht weniger.

  • 03.02.2010 13:41 Uhr

    von M.Eskandani:

    Diejenigen, die sich berufen fühlen, das christliche Abendland zu retten, könnten ja einmal den Gebetsruf der Muslime als positven Anstoß dafür auffassen, nun selber ein christliches Gebet zu sprechen, oder den Gottesdienst ihrer eigenen Gemeinde täglich zu besuchen.
    Eine Lautstärkebegrenzung des Gebetsrufes halte ich aber, schon alleine aus ästhetischen Gründen für wirklich begrüßenswert - die laut und verzerrt quäkenden Lautsprecher so mancher Großstadt in islamischen Ländern sind wirklich eine Attacke auf jedes Ohr, egal was da aus diesen Lautsprechern herauskommt, Gebetsruf oder Musik. Es wäre schön, wenn man diese Fehlentwicklung hier vermeiden würde. Der Prophet hat schließlich auch mit normaler, menschlicher Lautstärke zum Gebet gerufen, nicht über quäkende Lautsprecher.

  • 03.02.2010 00:04 Uhr

    von Torben Frank:

    Es geht den Kritikern nicht um ihre Angst oder Furcht, sondern um Demokratie, Freiheit und Menschenrechte. Hinter dem Moscheeverein steckt Mili Görüs, wie mehrmals freimütig während der Bauphase berichtet wurde. Auch viele säkulare türkischstämmige Rendsburger und Büdelsdorfer blicken skeptisch auf diese Moschee.
    "Kirchenglocken läuten neutral. Der Muezzin ruft zur Unterwerfung.", stand auf einem Protesttransparent eines Mitgliedes der Deutschen Zentrumspartei, der zu den Kritikern gehörte. Der Inhalt des Rufes und seine Symbolik sind ablehnenswert. Oder wollen wir unsere zivilisatorischen Errungenschaften einfach so kampflos aufgeben? Opfern wir die Frauenemanzipation der Burka? Verzichten wir auf Sicherheit für jüdische Mitbürger? Wollen wir Scharia statt Rechtstaatlichkeit? Oder betrachten wir Mili Görüs fortan als seriösen Gesprächspartner?

    http://www.zentrum-sh.de/kreisverband-mettmann/54-muezzin-darf-in-rendsburg-rufen.html

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