Bundespräsident Horst Köhler hat überraschend seinen Rücktritt erklärt.
Er begründete dies mit den Reaktionen auf seine umstrittenen Afghanistan-Äußerungen.
Nicht was sagte war das Problem. Das kann jeder nachlesen. Dass er bei leisester Kritik die Flucht ergreift, das beschädigt "das höchste Staatsamt". Bei Sonnenschein kann jeder glänzen. Kein Respekt dafür, nicht von mir.
01.06.2010 18:16 Uhr
von Christian Thomma:
Meine These: Er (Köhler) sollte die Deutschen für die Zukunft auf weitere Kriege vorbereiten und darauf, daß alles, was nicht nach Kapitalismus riecht, ausgemerzt wird. Nur hat er sich dabei so dackelig angestellt, daß die Rechten in der politischen Verantwortung ihn fallen ließen. Außerdem hat er ja die Gefolgschaft beim Verbraucherschutz und beim Flugzeugabschuß schon verweigert. Das war seinen Gönnern zu viel. Anders ist es auch nicht zu erklären, daß er wie ein getretener bei der Pressekonferenz scheinbar allein auf weiter Flur stand (ich hab´s nur im Radio gehört). Seine eigenen Leute, die ihn 2004 in´s Amt hebelten, verjagten ihn jetzt, da sie sahen, daß er nicht nach deren Pfeife tanze. Abgesehen davon traf´s ja keinen falschen: Edel-Kapitalist im tiefsten Inneren seines Herzen, besteht ja die Hoffnung, daß sein Nachfolger höchstens eine Zwischenlösung sein wird und sich bis dahin der Wind gedreht hat und auch der letzte in der Masse gemerkt hat, was gespielt wird. Würde allerdings der Schwarzkassenprofi, Überwachungsparanoid und Machtmensch Schäuble sein Nachfolger, wäre das die Folgekatastrophe und ein Grund, auszuwandern.
Die ganze Sache war ein abgekartetes Spiel und nichts anderes. Eine dreckige politische Inszenierung.
01.06.2010 18:10 Uhr
von Christian Thomma:
Meine These: Er (Köhler) sollte die Deutschen für die Zukunft auf weitere Kriege vorbereiten und darauf, daß alles, was nicht nach Kapitalismus riecht, ausgemerzt wird. Nur hat er sich dabei so dackelig angestellt, daß die Rechten in der politischen Verantwortung ihn fallen ließen. Außerdem hat er ja die Gefolgschaft beim Verbraucherschutz und beim Flugzeugabschuß schon verweigert. Das war seinen Gönnern zu viel. Anders ist es auch nicht zu erklären, daß er wie ein getretener bei der Pressekonferenz scheinbar allein auf weiter Flur stand (ich hab´s nur im Radio gehört). Seine eigenen Leute, die ihn 2004 in´s Amt hebelten, verjagten ihn jetzt, da sie sahen, daß er nicht nach deren Pfeife tanze. Abgesehen davon traf´s ja keinen falschen: Edel-Kapitalist im tiefsten Inneren seines Herzen, besteht ja die Hoffnung, daß sein Nachfolger höchstens eine Zwischenlösung sein wird und sich bis dahin der Wind gedreht hat und auch der letzte in der Masse gemerkt hat, was gespielt wird. Würde allerdings der Schwarzkassenprofi, Überwachungsparanoid und Machtmensch Schäuble sein Nachfolger, wäre das die Folgekatastrophe und ein Grund, auszuwandern.
Die ganze Sache war ein abgekartetes Spiel und nichts anderes. Eine dreckige politische Inszenierung.
01.06.2010 13:50 Uhr
von Horst Wer:
Der CDU zerfällt aktuell ihr gesamter Laden. Das war vorherzusehen, ist aber nicht so schön. Die finanziellen Grausamkeiten gegen die Bevölkerung werden kommen. Denn die Börsen brauchen immer wieder neues Spielgeld. Der Zurückgetretene hat dafür zwei große Schecks unterschrieben. Das wird nicht reichen. Deshalb braucht es jetzt wieder die Sozialdemokratie an der Regierung. Die kann den eigenen Leuten das Geld viel besser aus der Tasche ziehen als die schwarz-gelbe Regierung. (siehe Hartz-Reformen)
@ Carl Lincoln: Soll Westerwelle wirklich noch bis 2011 in der Regierung bleiben???
01.06.2010 10:34 Uhr
von Luftikus:
Schon allein die Äußerungen von Köhler in den vergangenen Wochen zum Kirchentag, wo er sich - nicht als Privatmensch sondern als Bundespräsident - eine stärkere Missionierung herbeiwünschte, waren für mich Grund genug, seinen Rücktritt zu wollen. Von daher...
01.06.2010 09:38 Uhr
von Björn Weber:
Der nächste Schritt zur Refeudalisierung dieses Landes: Kritik wird nun der Würde eines Amtes nicht mehr gerecht. Die Begründung des Herrn Köhlers für seinen Rücktritt ist so undemokratisch, dass sie allein schon heftigen Schaden anrichtet. Und Militär im Zusammenhang mit deutschen wirtschaftlichen Interessen zu nennen, ist absolut kritisierenswürdig.
01.06.2010 06:55 Uhr
von Karin Haertel:
Mit seinem Ruecktritt hat er die Deutschen im Stch gelassen. Wer im Rampenlicht steht, der muss auch mit
Kritik umgehen koennen. Sein Ruecktritt hat fuer mich jedoch den Charakter einer "beleidigten Leberwurst"
aus meinen Kindergartentaegn. Er fiel schon vor einigen Wochen unangenehm auf, als er drastich hoehere
Bezinpreise forderte, aber die nun zum Ruecktritt fuehrende Aeusserung dueften wohl die wenigsten
Deutschen verstanden haben. Es ist doch kein Geheimniss, dass wir an allen Kriegen der Welt grosses
Intresse haben, denn der groesste Posten in der deutschen Bilanz duerften wohl die Waffenexporte auch an
sogenannte Schurkenstaaten sein. Waehrend unsere eigenen Soldaten wie die alten Germanen kaempfen
muessen, werden sie von ihren Feinden mit neuester deutscher Waffentechnik unter Beschuss genommen.
31.05.2010 21:33 Uhr
von Martin Drees:
Mit ihrem frisch erworbenen Amt als Eurovisionssuperstar lässt Lena uns alle freudig entzückt den Alltag vergessen. Wie respektlos von Herrn Köhler, sich so dreist in die Schlagzeilen zu drängeln und so Lenas Amt zu nachhaltig beschädigen.
31.05.2010 20:38 Uhr
von Peter:
Käsmann statt Köhler !!!
31.05.2010 17:47 Uhr
von Erika K.:
Personen sind austauschbar, kein Verlust, BP wozu eigentlich gut? Personen sind nur Sympathieträger. Also Westerwelle, Schäuble und Koch scheiden als Nachfolger aus.
Was verwunderlich ist: Ein Politiker sagt die Wahrheit. Ähm, aber warum wird es in den Medien breit getreten? Andere haben auch ab und an still und heimlich was wahres gesagt, auch wenn es nur im Nebensatz war. Was nicht verwunderlich ist: Seine Kollegen fallen darüberhinaus über ihn her, empören sich und behaupten, es würde sich um einen humanitären Einsatz handeln! Diese Leute sollten rückgetreten werden. Dieses sehe ich als eigentlichen Skandal.
31.05.2010 17:38 Uhr
von kMfN:
Der Rücktritt ist eine gute Nachricht, dieser Bundespräsident hat nie im Sinne des Grundgesetzes gehandelt bzw. gesprochen, sondern nur sein eigenes, neoliberal dominiertes Weltbild verkörpert.
Wenn er seine unglaubliche Begründung für Kriegseinsätze der Bundeswehr nicht einmal zurücknimmt und sich dafür entschuldigt, stattdessen aber die berechtigte Empörung darüber als Beschädigung seines Amtes ansieht, zeigt das einmal mehr sein mangelndes Demokratieverständnis und seine Selbstüberschätzung.
Mir ist auch noch gut seine Bemerkung in Erinnerung, die vielen (erfolgreichen) Klagen vor dem BVG seien kein Ersatz für Politik. Seiner eigentümlichen Logik zufolge liegt das Problem aber nicht in der zunehmend verfassungswidrigen Gesetzgebung, sondern in der falschen Haltung der Kläger.
Auch wenn seine Äußerungen zu den Kriegseinsätzen der Wahrheit entsprächen, liegt genau darin der Skandal- nicht das er es ausgesprochen, sondern als normal und logisch dargestellt hat, anstatt seiner Aufgabe entsprechend davor zu warnen und einen Kurswechsel im Sinne der Verfassung zu verlangen.
31.05.2010 17:36 Uhr
von Carl Lincoln:
Sehr schön - der Buchstabe "K" wäre damit noch im Monat Mai abgearbeitet und der 31.5. wird in Zukunft als "Tag der Dünnhäutigkeit" begangen. Weiter geht es im Juni mit den Buchstaben "L" und "M",
31.05.2010 17:33 Uhr
von reinschauen.de:
Wie 1933 !!!!
Er kann woll nicht mehr schlafen bei den Gesetzen die er in letzter Zeit unterschrieben hat.
Wetten es ist der Anfang und keiner wars bei dem was auf uns zukommt.
31.05.2010 17:27 Uhr
von Sozi:
Als "Sozi" bin ich natürlich kein Köhler-Fan, trotzdem find ich den Rücktritt und vor allem den Zeitpunkt ungünstig. Lustig finde ich, wie auch einige Kommentaroren hier die dümmliche Kritik wiederholen. Natürlich ist es für einige möchtegern Linke immer schön, Schwarz-Gelb regiert zu werden. Da blüht das Kabarett, das jahrelang in Kritiklosigkeit und Demut verharrt ist, und erfreut sich eines Feindbilder. Geschenkt. Aber dass einige Kommentatoren sich nicht einmal die Mühe machen, seine umstrittenen Äußerungen zu lesen (und darüber nachzudenken), ist tragisch. Was er sagt, ist im Weißbuch 2006 ebenso nachzulesen. Was tut unsere Armee nochmal am Horn von Afrika? Genau, Handelswege sichern. Wer hat nochmal einen völkerrechtswidrigen Angriffkrieg gegen Jugoslawien zu verantworten? Genau, Schröder+Fischer. Trotzdem noch ein wenig Köhler-Bashing zum Schluss: Er ist/war Ausdruck einer völlig charakter- und charismalosen Politik, in der eine schlechte Regierung nur von einer noch schlechteren Opposition getoppt wird.
31.05.2010 17:24 Uhr
von Propheteus:
Und nu? Also der Roland hätte doch jetzt Zeit. Der wollte doch schon immer Bundesirgendwas werden...
31.05.2010 17:22 Uhr
von Mike:
Ja ! Gesine Schwan ! Ihre Politikvorlesungen in Hörsaal 2 waren cool. Das wäre Format im Amt, nach langer Zeit.
31.05.2010 16:58 Uhr
von Brathold Pittler:
nach der verlorenen NRW Wahl ist nun auch das einstige Symbol für diese schwarz gelbe Regierung weg. Für mich bedeutet das eindeutig: Neuwahlen jetzt!
31.05.2010 16:50 Uhr
von Albert Knapp:
Endlich! Dieser Mann war nie mein Präsident. Schon wenige Wochen nach Amtsantritt konnte man Köhlers Reden im Internet nachlesen. Ich beging diesen Fehler und war immer wieder entsetzt. Nicht nur Reaktionär, sondern auch Schwadroneur! Keiner konnte mehr Floskeln aufeinanderhäufen. Erstaunlich diese Mischung aus Selbstüberschätzung und unfreiwilliger Komik. Bezeichnenderweise ist seine umstrittene Rede zu künftigen Kriegen nicht auf seiner Webseite nachzulesen. Dazu fehlte ihm dann doch der Mut. Früher forderten solche Leute wieder Kolonien oder mehr Lebensraum. Wer's immer noch nicht glaubt, kann die Rede aber auf der Webseite von Deutschlandradio.de abrufen. Wieder drückt Köhler sich völlig verschwurbelt aus. Aber die Aufforderung zu weiteren Kriegen ist eindeutig. Dies hat ihm zu Recht eine Strafanzeige eingebracht. Wenn er nun zurücktritt, weil er sich nicht genügend geehrt fühlt, kann man nur sagen: Majestätsbeleidung ist in diesem Land abgeschafft - und das ist auch gut so.
31.05.2010 16:39 Uhr
von Bundestagswahl 2010:
Welch ein hervorragendes Handlungsbeispiel für die amtierende "Bundesregierung", die nur durch den unglaublichen Wahlbetrug der Steuerlüge und den vermeintlichen "Entlastungen" als Versprechen wider besseres Wissen an die Macht gekommen ist (was ist schon der sogenannte "Wortbruch" von Frau Ypsilanti dagegen?). Ich erkenne diese "Regierung", die zudem mit den aktuellen Krisen völlig überfordert ist, bis heute nicht an (ich würde mich keiner Weisung ihrer unterziehen!), da ihr Wahlerfolg auf unverschämten Wahllügen basiert und fordere daher ihren ebenfalls sofortigen Rücktritt samt unverzüglicher Neuwahlen!
31.05.2010 16:39 Uhr
von Nordwind:
Als IWF-Direktor hat Köhler seinen Beitrag geleistet die dritte Welt auszupressen und auf Linie zu bringen.
Als Staatssekretär unter Kohl hat Köhler maßgebliche die Finanzierung der Wiedervereinigung durch die Sozialkassen zu verantworten.
Un nu isser wech.
Na und? Der hätte es nie werden dürfen.
31.05.2010 16:29 Uhr
von Prince Charles:
Zumindest dem politischen Kabarett - ich denke hier insbesondere an die großartigen Köhler-Persiflagen von Florian Schröder - wird er fehlen.
http://www.florian-schroeder.com/sendung/swr.php
31.05.2010 16:28 Uhr
von Riga, Josef:
Kurios. Da geht einer, der sich sorgt, es könnte um die wichtigste Frage in unserer Gesellschaft keine Diskussion entbrennen, nämlich die Frage, warum unsere Soldaten in Asien einen Krieg mittragen - und dann tritt derjenige, der diese Sprachlosigkeit beklagt, ohne Not von seinem Amt zurück. Von einem Amt, das wie kein anderes geeignet wäre, diese Diskussion einzufordern. Vielleicht hat Köhler erkannt, in welch eine verrückte Lage er seinen Staat gebracht hat, als er aus dem Nähkästchen der westlichen "Verteidigungs"-Philosophie geplaudert hat. Er wollte unseren Soldaten einen Dienst erweisen, in dem er eine Begründung für den Einsatz suchte und diese Begründung ist leider allzu realistisch und wahrhaftig ausgefallen. Einen Bärendienst hat er da geleistet, einen tapsoigen Bärendienst! Kurios, Herr Köhler und - um es mit den Worten des Th. Mann'schen Bankiers Kesselmeyer aus den 'Buddenbrocks' zu sagen: "Kurios und höchst, höchst spaßhaft!"
31.05.2010 16:26 Uhr
von Dr. No:
Und wer wird Nachfolger? Entweder A) Lothar Matthäus B) Lena C) Jürgen Rüttgers.
Es wird wohl auf Rüttgers herauslaufen. Der steht gerade günstig herum. Man muss ihm nur vorher noch 3x sagen, dass er dann beim Reden nicht die Hand aufhalten darf.
31.05.2010 16:24 Uhr
von Schroedingers:
Einer der wenigen Aufrechten, denen dieser Kindergarten gereicht hat... Mit grossem Bedauern: Chapeau!
31.05.2010 16:20 Uhr
von flopserver:
Erster Mann im Staate mal als Vorbild:
An alle Amtsträger in der Politik die ebenfalls dem Krieg das Wort reden: Bitte folgen Sie!
31.05.2010 16:10 Uhr
von coolray:
@ Klingelhella der mann hätte schon lange abtreten sollen und respekt vor seinem amt..heißt das das man äußerungen des bundespräsidenten nicht kritisieren darf und wenn ja warum ??? ist er unfehlbar und kennt die allein seelig machende wahrheit er hat schon in afghanistan bei den soldaten sehr seltsame dinge gesagt im gespräch mit deutschen sodalten ..hat er eionen amerikanischen soldaten befragt was er über den einsatz in afghanistan denkt.der soldat wir werden gewinnen..darauf der bundespräsident zu den deutschen soldaten warum höre ich das nicht von ihnen also er will etwas gewinnen das nicht zu gewinnen ist weil nicht die vorraussetzungen da sind um zu gewinnen durch die ganzen militärischen aktionen treten die aufbaumaßnahemn immer mehr in den hintergrund und die ege an zivilen opfern hilft de taliban mehr unterstützung zu bekommen
31.05.2010 16:09 Uhr
von Hanno:
JedeR, die/ der die Neigung, Befähigung und die entsprechende Ausbildung und Erfahrung hat, würde sicher gerne im Bundespräsidialamt für den/ die BundespräsidentIn tätig sein.
Unter Horst Köhler sollen viele seiner Mitarbeiter von sich aus gewechselt haben.
Wer nicht Herr im eigenen Haus ist, kann nicht Herr eines Landes sein.
31.05.2010 16:08 Uhr
von AlexsZander:
Ich gehöre in meinem Freundes- und Bekanntenkreis sicher zu den schärfsten Kritikern der besagten Äußerungen des scheidenden Bundespräsidenten im Deutschlandfunk, dass er jetzt zurücktritt zeigt Courage, ist konsequent und begrüßenswert.
Dass er mangelnden Respekt gegenüber dem Amt des Bundespräsidenten beklagt, trifft aber die Sache nicht wirklich im Kern. Der mangelnde Respekt den ich hatte - und ich denke da spreche ich für so einige - bestand für mich stets darin wie er seine Rolle als Bundespräsident ausfüllte. Wenn er aber meint dass Respekt bestehen müsse, ganz egal wie die Rolle ausgefüllt wird, dann hat Köhler wohl ein Ideal eines autoritätshörigen Staatsbürgers wie es in einer Demokratie nur schädlich sein kann und wie es gott sei Dank auch heute in Deutschland nicht mehr besteht.
31.05.2010 16:05 Uhr
von Teutscher:
Warum sollen die ehrlichsten Menschen zurücktreten?!
Endlich die Wahrheit von den Lippen des Vatis der Kohlerepublik Deutschland: "Wir führen Kriege für die Kohle, Kohle, Kohle ....". Anders als die Mädchenkriege und anderes Eierpopeier der TV-Propaganda! Und diese Mensch muss jetzt nach Hause, zu seinen Pferden, zu seiner Frau, zu seinen Hunden mit seiner Milionenrente! Armer, armer Bankier, die Politik ist nicht so ehrlich wie du! Mindestens bleibt das Mausoleum für die toten Mukisöldner der deutschen Firmen und das gleiche, friedliche Deutschland, um uns zu trösten!
31.05.2010 16:03 Uhr
von Teutscher:
Warum sollen die ehrlichsten Menschen zurücktreten?!
Endlich die Wahrheit von den Lippen des Vatis der Kohlerepublik Deutschland: "Wir führen Kriege für die Kohle, Kohle, Kohle ....". Anders als die Mädchenkriege und anderes Eierpopeier der TV-Propaganda! Und diese Mensch muss jetzt nach Hause, zu seinen Pferden, zu seiner Frau, zu seinen Hunden mit seiner Milionenrente! Armer, armer Bankier, die Politik ist nicht so ehrlich wie du! Mindestens bleibt das Mausoleum für die toten Mukisöldner der deutschen Firmen und das gleiche, friedliche Deutschland, um uns zu trösten!
31.05.2010 15:58 Uhr
von Klingelhella:
Ein richtiger Schritt, so kann ich den letzten Rest Respekt vor diesem Mann behalten. Mit seinen Aussagen zu ökonomischen Interessen bei der Kriegsführung hat Köhler selbstverständlich recht; wer das leugnet ist mehr als naiv und historisch vollkommen ungebildet. Den schwierigen Schritt zu akzeptieren, diesbezüglich unseren Regierungen auf den Leim gegangen zu sein, müssen wir unternehmen. Wenn wir uns fragen, wie wir dann damit umgehen wollen, war Köhlers Rücktritt nicht umsonst.
31.05.2010 15:58 Uhr
von dejan:
Respekt! Das Amt des Bundespräsidenten haben meiner Meinung nach immer Männer mit besonderem Format bekleidet. Auch Horst Köhler zeigt Rückrad mit dieser geschichtlich einmaligen Entscheidung. Allerdings ist es bedenklich, dass jemand der (endlich einmal) die offensichtlichen Wahrheiten der Geopolitik in den Focus der Öffentlichkeit rückt, so unter Druck gerät.
31.05.2010 15:54 Uhr
von SAB:
Da geht einer der letzten Aufrechten.
31.05.2010 15:53 Uhr
von vic:
Was ich damit sagen wollte. Das "höchste Staatsamt" zu beschädigen, das hat er ganz alleine erledigt.
31.05.2010 15:53 Uhr
von Rieke:
Konsequent, würde ich sagen, ein Schritt, den so mancher Politiker mit Sicherheit nicht gemacht hätte. Hut ab. Schade nur, das der beste Präses, den wir hatten nun geht.
31.05.2010 15:50 Uhr
von WaltaKa:
Respekt vor diesem Rücktritt. Ob er erforderlich war, bezweifle ich, es traf den falschen. Zum Rücktritt gedrängt gehörten alle Politiker in Regierung und Bundestag, die das Weißbuch der Bundeswehr 2006 verabschiedeten und seither brav ihre Hand für den Afghanistankrieg hoben und heben.
Wer es wissen will...kann es schon lange wissen! Es war damals auch in den Medien: Das Weißbuch der Bundeswehr von 2006 macht ausdrücklich Rohstoffsicherung und Sicherung der Handelswege zu ihrer Aufgabe.
Dazu von den Ärzten u Ärztinnen gegen den Atomkrieg (IPPNW)vom 16.01.2007:
"Deutschlands Beteiligung am weltweiten Krieg um Ressourcen. Weißbuch der Bundeswehr.
Zugriff auf knappe Rohstoffe ist in den Mittelpunkt der deutschen Außenpolitik gerückt. Mit dem Weißbuch wurde für die Bundeswehr der Zugriff auf Rohstoffe, Märkte und Handelswege als Aufgabe definiert. Politiker warnen bereits vor einem neuen Weltkrieg."
Die Aufgabenstellung der Bundeswehr wurde aufgrund politischer Vorstellungen verändert. Wieso wohl wird die Bundeswehr seit einigen Jahren von einer reinen Verteidigungsarmee zur Interventionstruppe umstrukturiert?
Unsere Politiker der Kriegsbefürwortungsparteien im Bundestag haben die Aufgabe der Bundeswehr an die Aufgaben der US-Armee angepaßt. Deshalb wird "Deutschland am Hindukusch verteidigt."
Köhler hat es nur klarer gesagt, als viele von uns es hören möchten. Der Skandal allerdings ist die geänderte Aufgabenstellung. Und dazu fehlt mir die Empörung!
31.05.2010 15:49 Uhr
von Heinrich:
hotte, you made my day. tx
31.05.2010 15:48 Uhr
von Bodo Bender:
Aufs politische Altenteil schien er sich ja schon vor Monaten begeben zu haben. Er war politisch nicht mehr präsent/existent. Im Übrigen: De mortuis nihil nisi bene.
31.05.2010 15:45 Uhr
von weber:
Um einen Banker, der in diesem Amt zur Finanzkrise nicht mehr zu sagen hatte als Köhler, ist es sicher nicht schade. Bedauerlich ist nur, dass sich dieses Land durch die Art und Begründung des Rücktritts dem Status einer Bananenrepublik nun noch schneller nähert als bisher.
31.05.2010 15:44 Uhr
von Posslet:
Es ist was faul im Staate Deutschland: 1. Frau Käßmann tritt zurück 2. die Fußballer fallen reihenweise aus 3. Herr Koch will nicht mehr 4. nun noch Herr Köhler Soll ich nun als Bürgerin der BRD auch zurücktreten?
Leider habe ich keine Beziehungen für lukrative Präpensionsjobs und Extrapunkte bei der BFA hab ich auch nicht gesammelt.Ich muss meinen Job auch zu Ende machen oder kann jodeln üben, um bei DSDS groß raus zu kommen. Ich beantrage das Absaugen von Vulkanasche unmittelbar am Auswurfsschlot, um den Sommer endlich in Schwung zu bringen und Lena als Bundespräsidentin einzusetzen- damit Leben in die Bude kommt.
31.05.2010 15:42 Uhr
von duke:
"Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd."
31.05.2010 15:40 Uhr
von Nina:
Die PolitikerInnen wissen ALLE nicht weiter.
Und deshalb wird jetzt (un)bewusst ein Nebenschauplatz nach dem anderen geschaffen, um vom Obigen abzulenken.
Das ist das Ergebnis unseres öffentlichen und privaten "Bildungs"systems.
Wir sehen Menschen mit erwachsenen Körpern, doch drinnen sind sie nach wie vor Kinder. Wir täuschen uns selbst.
31.05.2010 15:38 Uhr
von bernd:
Intellektuell war das Amt eine Nummer zu groß für Hrn. Köhler. Respekt vor einem Amt kann niemand haben, wenn sein Inhaber Quatsch redet. Offenbar hat der Amtsinhaber wichtige Mitarbeiter nicht halten können. Als jetzt die Person des Hrn. Köhler zum Vorschein kam, war das Amt irreparabel beschädigt. Die konservative Weltsicht scheitert inzwischen für jeden unübersehbar an der Wirklichkeit.
31.05.2010 15:38 Uhr
von mit Majo:
Der nächste bitte! Aber nun ist zumindest der Weg frei für die Träller-Lena oder Nena ? Das wäre doch mal ein Karrieresprung, als neue Bundespräsidentin. Sie würde wirklich gut als Kontrast zur blutleeren Regierung passen.
31.05.2010 15:34 Uhr
von Zelle:
Der schlechteste Bundespräsident aller Zeiten ist endlich zurückgetreten!
Wer Deppen wie Jürgen Klinsmann & Co das Bundesverdienstkreuz überreicht und fordert, dass die Benzinpreise angehoben werden sollten gehört einfach nicht an die Spitze des Staates, dieser Mann war einfach nur peinlich für uns Deutsche!
Sehr gute, und die erste gute Entscheidung von Herrn Köhler!!!
31.05.2010 15:32 Uhr
von Huber Tus:
Erstaunlich wie labil und empfindlich Horst Köhler mit Kritik umgeht. Kritik bedeutet ja noch lange nicht Respektlosigkeit. Bundespräsident zu sein bedeutet ja auch nicht, dass Widerspruch verboten ist. Ich bin für Friedrich Küppersbusch als Nachfolger.
31.05.2010 15:31 Uhr
von Martin:
ein schwacher und unfähiger präsident, der rücktritt paßt ins bild. weiterhin ist es nicht seine aufgabe zu entscheiden, was die würde seines amts verletzt und was nicht. eine dreiste anmaßung.
31.05.2010 15:30 Uhr
von Rooster:
Es scheint bei Teilen unserer politischen Elite mittlerweile Usus zu sein, Kritik an ihren Äußerungen als Majestätsbeleidigung zu empfinden. Herr Köhler ist doch nicht sakrosankt; er kann sich doch unmöglich hinstellen und alle Welt belehren wollen, sich dann aber keine Kritik anhören mögen. Andererseits: wenn man Merkel und Co. so weg kriegt... ich bin dabei und freu mich auf Gesine Schwans dritten Versuch!
31.05.2010 15:27 Uhr
von H. Eichhorn:
Der eigentliche Skandal an diesem Vorgang ist,
dass Herr Köhler - ähnlich wie der Papst - offenbar tatsächlich meint, völlig unangreifbar sein zu müssen.
Unglaublich, wer als deutscher Bundespräsident Kriegstreibern Argumente und Impulse liefert, verkennt völlig die Würde seines Amtes. Und er negiert die Lehren aus der Geschichte des letzten Jahrhunderts. Schon dies allein zeigt, dass der Ex-Banker der Würde des Amtes in eklatanter Weise nicht gerecht wurde.
Wollen wir hoffen, dass Herr Westerwelle für die FDP und Frau Merkel als CDU-Flaggschiff bei der nächsten Bundespräsidentenwahl mehr Fingerspitzen- und ebenso Verantwortungsgefühl dokumentieren. Ich wünsche beiden, dass sie zu einer guten Entscheidung für Deutschland finden. Es ist an der Zeit.
Bitte nicht wieder einen Ex-Banker nominieren - die haben das Volk und dessen Interessen meist längst nicht mehr im Blick. Und auch auf Kriege um Finanzinteressen hat dieses Volk ganz sicher keine Lust.
31.05.2010 15:22 Uhr
von anteater:
Der Einfachheit halber sollten wir schnell Guildo Horn zu seinem Nachfolger benennend, der heißt nämlich auch Horst Köhler. Würde vieles vereinfachen und Geld sparen. Keine neuen Briefbögen und so.
31.05.2010 15:16 Uhr
von Thomas:
Wie sind eigentlich die aktuellen Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung?
31.05.2010 15:15 Uhr
von freidenker:
He Merkel, nimm dir ein Beispiel.
Ansonsten total egal, dass er geht. Aber wen hat er denn zurückgetreten ?
31.05.2010 15:14 Uhr
von Matthias Glatz:
Bleubt zu Hoffen, dass Merkel und Westerwelle Köhler´s Beispiel folgen...
31.05.2010 15:11 Uhr
von Dellmann:
Seit wann haben wir eine Verfassung?
31.05.2010 15:11 Uhr
von R. Koch:
Mir fehlt der Respekt des Bundespräsidenten vor dem Amt! - Mal Ernst: Ist Köhler so dünnhäutig?
31.05.2010 15:09 Uhr
von thomas aus dem Westen:
Konsequent!
31.05.2010 15:09 Uhr
von Icke:
Köhler wurde von Anfang an unter schweren Beschuss genommen. Der inszenierte "Wahlkampf" mit Gesine Schwan war eine weitere Strategie ihn unter Druck zu setzen. Er handelte oft etwas unglücklich, das muß man schon sagen. Der linke Kampf gegen ihn hat aber das Amt des Präsidenten für lange zeit beschädigt. Rechtskonservative haben inzwischen keine Repräsentanz in der Bundespolitik und werden Köhlers Abschied umso mehr als eine absolut einseitige Belegung der Politik wie der Medien durch die "68er" sehen. Auch wenn sich jetzt Viele freuen, es besteht eine immense Gefahr in unserem Land: Wenn die 20-25% rechte Demokraten dem Staat den Rücken kehren, dann sind sie sehr anfällig für verfassungsfeindliche rechtsextreme Positionen. Was in den 70ern viele Linke an den linken Rand oder in den Extremismus trieb, das könnte in den nächsten Jahren rechts passieren. Die Probleme der multikulturellen Gesellschaft, die zusammenbrechenden Sozialsysteme, und eine wirtschaftliche Krise bieten dafür den besten Nährboden. Köhler war ein Mann, den man rechts ernst nahm, Jens Böhrnsen ist es nicht und für einen künftigen eher linken Vertreter im Bundespräsidentenamt wird es jetzt sehr schwer werden.
31.05.2010 15:08 Uhr
von rauhfuß:
Wer das Töten von Menschen mit deutschen Wirtschaftsinteressen rechtfertigen will hat im Amt des Bundespräsidenten nichts verloren. Auch wenn er seinen Rücktritt anders begründet hat, gut dass er gegangen ist.
31.05.2010 15:05 Uhr
von Oskar:
Da spricht mal ein Politiker die Wahrheit aus und schon geht er. Werden dann alle gehen wenn sie endlich ehrlich zum Volk sind?
31.05.2010 15:02 Uhr
von Stefan:
In grauer Vorzeit soll es ja ein Rücktrittsgrund gewesen sein, wenn man beim Lügen ertappt wurde. Oder waren Politiker schon immer so? Nun hat sich Herr Köhler dabei erwischen lassen, die Wahrheit zu sagen. Das ist eines hochrangigen Politikers nun wirklich völlig unwürdig. Daß er mit seiner simplen Wahrheit "den Soldaten in den Rücken gefallen" wäre - wie witzig. Auch diese dienen mit ihrem Afghanistan-Einsatz primär ihren eigenen kleinbürgerlich-materiellen Interessen. Nur eben der vergoldete Weg des Rücktritts steht Ihnen nicht so offen, wie er Hotte steht. Schade eigentlich.
31.05.2010 15:01 Uhr
von Bananen Tester:
Tschüß, Herr Köhler! Btw., Respekt muss man sich immer noch verdienen, das gilt auch für eine trilaterale IWF-Marionette.
31.05.2010 15:00 Uhr
von Volker Vonssen:
Der offiziellen Begründung ist NICHT ZU GLAUBEN. Herr Köhler wurde gegangen, nachdem er vor wenigen Tagen den gigantischen Rettungsschirm f.d. Euro unterschrieb. Er hat ganz einfach sein Funktion erfüllt und nun wird, wie üblich in diesen Fällen, das Personal ausgetauscht. Das Nachfolgepersonal ist sicherlich bereits seit langer Zeit ausgesucht und wird nun in Position gebracht.
31.05.2010 14:58 Uhr
von Prince Charles:
Ersteinmal macht einen diese Nachricht sprachlos. Wie naiv muss einer sein, zu glauben, dass besagte Äußerungen nicht kontrovers diskutiert würden? Köhlers Dünnhäutigkeit ist sympathisch, er unterscheidet sich damit wohltuend von abgebrühten Berufspolitikern, die in einem solchen Fall wohl brutalstmöglichst aufklären würden, was sie eigentlich wirklich gemeint haben und gut iss. Köhler dagegen erklärt mit Tränen in den Augen seinen Rücktritt. Eine solch emotionale Reaktion macht Köhlers Erklärung, es mangele an Respekt ihm gegenüber, auch glaubwürdig. Dazu passt auch Köhlers langjähriges Engagement für den afrikanischen Kontinent. Der Mann hat offenbar Werte. Seine Unprofessionalität machte ihm beim "gemeinen Volk" beliebt. Insofern ist er ein wenig die Princess Di der Deutschen Politik. Den einzigen, alleinigen Grund für den Rücktritt in der (berechtigten) Kritik an Köhlers Äußerungen zu sehen, erscheint allerdings doch ein wenig fernliegend. Köhler war in den letzten Monaten kaum noch präsent - in die politische Debatte eingeschaltet hat er sich selten. Lang vergessen die Zeiten, als er noch einigermaßen souverän die verfassungswidrigen Gesetze der Großen Koalition kassierte. Sehr treffend hat Heribert Prantl die Kritik an der Amtsführung des Bundespräsidenten auf den Punkt gebracht: Köhler als netter Nachbar, der freundlich am Gartenzaun grüßt.
Und nichts Substanzielles zu sagen hat. Vielleicht hat er sich das inzwischen selbst eingestehen müssen und die Konsequenzen gezogen. Und eine Gelegenheit gefunden, dies ohne allzu großen Gesichtsverlust zu tun. Vielleicht läuft er Herrn Koch ja bald in irgendeinem Flur über den Weg, der Herr Sparkassendirektor (frei nach Peter Zudeick). Zumindest dem politischen Kabarett - ich denke hier insbesondere an die großartigen Köhler-Persiflagen von Florian Schröder - wird er fehlen.
31.05.2010 14:57 Uhr
von Karl:
So ein Zufall - nun dann fordere ich und mit mir die ganze Nation:
Lena for Präsident
31.05.2010 14:57 Uhr
von Manfred Hennecke:
Dieser Vorgang beweist mal wieder die Verlogenheit der Politik. Ein Politiker darf halt nicht sagen was er denkt, besonders wenn es die Wahrheit ist. Die fadenscheinigen Begründungen für den Afghanistan-Krieg kann doch kein Mensch mit Verstand ernst nehmen. Natürlich geht es um wirtschaftliche Interessen, und wenn es "nur" die der Rüstungsindustrie sind. Die Frage ist nur: Waren die Äußerungen von Köhler bei seiner Rückkehr aus Afghanistan wohlüberlegt (dann Respekt!!) oder ein Versprecher à la Lübke?
31.05.2010 14:56 Uhr
von Matthias Glatz:
Spontan wünsche ich mir, dass Merkel und Westerwelle ähnliche "Größe" zeigen und auch abtreten. Ja ich weiß, ich bin naiv...
31.05.2010 14:50 Uhr
von Manfred Hennecke:
Dieser Vorgang beweist mal wieder die Verlogenheit der Politik. Ein Politiker darf halt nicht sagen was er denkt, besonders wenn es die Wahrheit ist. Die fadenscheinigen Begründungen für den Afghanistan-Krieg kann doch kein Mensch mit Verstand ernst nehmen. Natürlich geht es um wirtschaftliche Interessen, und wenn es "nur" die der Rüstungsindustrie sind. Die Frage ist nur: Waren die Äußerungen von Köhler bei seiner Rückkehr aus Afghanistan wohlüberlegt (dann Respekt!!) oder ein Versprecher à la Lübke?
31.05.2010 14:49 Uhr
von KeineTräne:
Ich empfand ihn schon von Beginn an als einen zu sehr die wirtschaftlichen Interessen fokussierenden Präsi, der sich zu wenig den wahren Problemen des Landes bzw. Volkes widmete. Die Kritik als Missachtung der Würde des Amtes zu interpretieren, ist nicht nachvollziehbar. Im Gegenteil: Dieser Blitzrücktritt ist engstirnig und schadet dem Ansehen des Amtes viel mehr. Roman Herzog hätte in einer ähnlichen Situation eine gepfefferte Rede vorbereitet und seinen Standpunkt pointiert klargestellt. - Können wir nur hoffen, dass es nicht wieder ein Banker wird!
31.05.2010 14:38 Uhr
von Dolph:
Soll man jetzt lachen oder weinen? Der Rücktritt an sich ist die beste Nachricht seit dem Sieg von Lene Ma..., äh, ne, seit dem Mauerfall!!! Die Begründung aber ist eine Frechheit, für die er eigentlich umgehend ausgebürgert gehört.
31.05.2010 14:38 Uhr
von freiburger:
Ich kann nicht nachvollziehen, wenn Politiker ohne triftigen Grund vor Ende ihrer Amtszeit einfach zurücktreten. Sie wurden doch gewählt. Eine Zeit von 4 oder 5 Jahren ist doch einigermaßen überschaubar. Wenn Köhler einen echten Grund hat, dann soll er das doch sagen! Jetzt muss schon wieder ein neuer Bundeshotte ausgewählt werden!
31.05.2010 14:37 Uhr
von WeGe:
Der wahre Grund: Er wollte Lena Meyer-Landrut NICHT das Bundesverdienstkreuz verleihen müssen.
Jetzt ist der Weg für Stefan Raab frei: Die Frage ist nur noch: Macht er es selbst, macht es Lena oder organisiert er lediglich ein Casting um eine(n) Neue(n) zu finden :-)
31.05.2010 14:37 Uhr
von Micha:
Mein Vorschlag: Das Mindestalter für den BP im Grundgesetz ändern und Lena wählen.
31.05.2010 14:36 Uhr
von André Zimmermann:
zu Recht!
Als ob es nur darum ginge grundgesetzwidrige Einsätze der Bundeswehr zu rechtfertigen, begründet Herr Köhler seinen Rücktritt. Vielmehr jedoch geht es um die unverhohlen dreiste Legitimierung von Wirtschaftskriegen weltweit.
Er gibt sich empört über die Respektlosigkeit vor dem Amt des Bundespräsidenten. Wie viele Menschen er empört hat, steht in seiner Logik nicht zur Debatte.
Daher ist der Rücktritt der einzige richtige Entschluss, denn er zeigt auch Einsicht.
31.05.2010 14:36 Uhr
von Stefan Mirwald:
Hurra! Endlich mal eine gute Nachricht!
31.05.2010 14:36 Uhr
von mkv:
Naomi Klein lesen! "The Shock Doctrine" http://www.naomiklein.org/main
31.05.2010 14:35 Uhr
von saalbert:
"einem Interview mit dem Deutschlandfunk" - Dieser Link funktioniert nicht.
Anm. d. Red.: Getestet und für funktionsfähig befunden.
31.05.2010 14:33 Uhr
von Werner Sommer:
Da sagt ein Politiker ausnahmsweise schlicht und einfach die Wahrheit, und schon wird er mit Sudelpropaganda demontiert.
Jede/r Historiker/in wird bestätigen, dass Kriege seit Menschengedenken auch und oft vorrangig wirtschaftliche Faktoren haben.
Jedenfalls eine ethisch hochwertige Tat Köhlers, die ähnlich wie der Rücktritt von Bischöfin Käßmann Maßstäbe setzt. Im Falle Köhlers noch deutlich höhere, denn Köhler hat ja nichts im Geringsten Übles getan, sondern eine Wahrheit an den Tag gebracht.
31.05.2010 14:32 Uhr
von Ernst Reuther:
Na also zB der Marineeinsatz am Horn von Afrika ist ja wohl ganz klar und unmissverständlich ein Einsatz in wirtschaftlichem Interesse, nämlich zum Schutze des internationalen Frachtverkehres. Was gibt es da zu kritisieren oder zu erklären? Wollte Köhler zurücktreten und hat einen Vorwand gebraucht, oder wurde hier echt so viel falsches Schmierentheater aufgeführt, dass der Druck zu hoch wurde? Wir werden es wohl nie erfahren... .
31.05.2010 14:30 Uhr
von Jakobinerin:
Erst Ko-Koch, nun Köhler. Ich weinen auch weiteren CDU und FDP "Größen" keine Träne nach.
Welche "Mächte" im Verborgenen solche Konsequenzen bewirken, wird das Volk niemals erfahren.
Ich freue mich über den D-Day bei der CDU !
31.05.2010 14:30 Uhr
von Vale:
Respekt!
Rücktritt statt Debatte, das verschafft Respekt.
31.05.2010 14:28 Uhr
von martin fischer:
der erste der die wahrheit sagt muss natuerlich gehen...........
31.05.2010 14:28 Uhr
von Oli:
Das ist eine dicke Sache. Und Wirtschaftsinteressen in Afghanistan? Darauf wäre ich nun wirklich nicht gekommen, aber dieser Mann kam für mich immer aus der falschen Branche, obwohl er für meine Begriffe im Amt nicht wirklich schlecht war. Aber ich wünsche mir einen unabhängingen, liberalen Präsidenten, wie Weizäcker, Scheel, Heinemann. Schon Rau und Carstensen waren mir zu politisch und irgendwo zu nah an bestimmten Interessen, die mir ohnehin nicht gefallen. Vielleicht sollte das Amt jetzt mal diskutiert werden. Soziale Probleme sind von ihm z.B. nie angesprochen oder arg verflacht oder verharmlost worden. Aber das macht die Kirche auch, die sagen auch fast nie ein klares Wort.
31.05.2010 14:24 Uhr
von Anja Böttinger:
Das ist ein Scherz, oder? Wir hatten doch schon den ersten April.
31.05.2010 14:22 Uhr
von Juergen K:
Die komplette Gesetzgebung ist defekt!
Kein Gesetzesunterschreiber mehr da !
Tüss Republik !
Tüss CDU FDP ! --------------
31.05.2010 14:22 Uhr
von Phil Leicht:
...ein Verschleiß die Tage, kaum zu ertragen! Es scheint, als verlassen die Ratten das sinkende Schiff. Aber wir sind ja Lena, was kann uns dies anhaben, die Unterhaltungsindustrie wird es schon richten, dass wir mt dem neuen IPad noch mehr von solchen unwichtigen Dinge wie fähiges regieren abgelenkt werden. TOLL!! Aber Hauptsache wir haben einen Songcontest gewonnen und alles ist rosarot!
Leserkommentare
02.06.2010 07:48 Uhr
von vic:
Nicht was sagte war das Problem. Das kann jeder nachlesen.
Dass er bei leisester Kritik die Flucht ergreift, das beschädigt "das höchste Staatsamt".
Bei Sonnenschein kann jeder glänzen.
Kein Respekt dafür, nicht von mir.
01.06.2010 18:16 Uhr
von Christian Thomma:
Meine These: Er (Köhler) sollte die Deutschen für die Zukunft auf weitere Kriege vorbereiten und darauf, daß alles, was nicht nach Kapitalismus riecht, ausgemerzt wird. Nur hat er sich dabei so dackelig angestellt, daß die Rechten in der politischen Verantwortung ihn fallen ließen. Außerdem hat er ja die Gefolgschaft beim Verbraucherschutz und beim Flugzeugabschuß schon verweigert. Das war seinen Gönnern zu viel. Anders ist es auch nicht zu erklären, daß er wie ein getretener bei der Pressekonferenz scheinbar allein auf weiter Flur stand (ich hab´s nur im Radio gehört). Seine eigenen Leute, die ihn 2004 in´s Amt hebelten, verjagten ihn jetzt, da sie sahen, daß er nicht nach deren Pfeife tanze. Abgesehen davon traf´s ja keinen falschen: Edel-Kapitalist im tiefsten Inneren seines Herzen, besteht ja die Hoffnung, daß sein Nachfolger höchstens eine Zwischenlösung sein wird und sich bis dahin der Wind gedreht hat und auch der letzte in der Masse gemerkt hat, was gespielt wird. Würde allerdings der Schwarzkassenprofi, Überwachungsparanoid und Machtmensch Schäuble sein Nachfolger, wäre das die Folgekatastrophe und ein Grund, auszuwandern.
Die ganze Sache war ein abgekartetes Spiel und nichts anderes. Eine dreckige politische Inszenierung.
01.06.2010 18:10 Uhr
von Christian Thomma:
Meine These: Er (Köhler) sollte die Deutschen für die Zukunft auf weitere Kriege vorbereiten und darauf, daß alles, was nicht nach Kapitalismus riecht, ausgemerzt wird. Nur hat er sich dabei so dackelig angestellt, daß die Rechten in der politischen Verantwortung ihn fallen ließen. Außerdem hat er ja die Gefolgschaft beim Verbraucherschutz und beim Flugzeugabschuß schon verweigert. Das war seinen Gönnern zu viel. Anders ist es auch nicht zu erklären, daß er wie ein getretener bei der Pressekonferenz scheinbar allein auf weiter Flur stand (ich hab´s nur im Radio gehört). Seine eigenen Leute, die ihn 2004 in´s Amt hebelten, verjagten ihn jetzt, da sie sahen, daß er nicht nach deren Pfeife tanze. Abgesehen davon traf´s ja keinen falschen: Edel-Kapitalist im tiefsten Inneren seines Herzen, besteht ja die Hoffnung, daß sein Nachfolger höchstens eine Zwischenlösung sein wird und sich bis dahin der Wind gedreht hat und auch der letzte in der Masse gemerkt hat, was gespielt wird. Würde allerdings der Schwarzkassenprofi, Überwachungsparanoid und Machtmensch Schäuble sein Nachfolger, wäre das die Folgekatastrophe und ein Grund, auszuwandern.
Die ganze Sache war ein abgekartetes Spiel und nichts anderes. Eine dreckige politische Inszenierung.
01.06.2010 13:50 Uhr
von Horst Wer:
Der CDU zerfällt aktuell ihr gesamter Laden. Das war vorherzusehen, ist aber nicht so schön. Die finanziellen Grausamkeiten gegen die Bevölkerung werden kommen. Denn die Börsen brauchen immer wieder neues Spielgeld. Der Zurückgetretene hat dafür zwei große Schecks unterschrieben. Das wird nicht reichen. Deshalb braucht es jetzt wieder die Sozialdemokratie an der Regierung. Die kann den eigenen Leuten das Geld viel besser aus der Tasche ziehen als die schwarz-gelbe Regierung. (siehe Hartz-Reformen)
@ Carl Lincoln: Soll Westerwelle wirklich noch bis 2011 in der Regierung bleiben???
01.06.2010 10:34 Uhr
von Luftikus:
Schon allein die Äußerungen von Köhler in den vergangenen Wochen zum Kirchentag, wo er sich - nicht als Privatmensch sondern als Bundespräsident - eine stärkere Missionierung herbeiwünschte, waren für mich Grund genug, seinen Rücktritt zu wollen.
Von daher...
01.06.2010 09:38 Uhr
von Björn Weber:
Der nächste Schritt zur Refeudalisierung dieses Landes: Kritik wird nun der Würde eines Amtes nicht mehr gerecht. Die Begründung des Herrn Köhlers für seinen Rücktritt ist so undemokratisch, dass sie allein schon heftigen Schaden anrichtet. Und Militär im Zusammenhang mit deutschen wirtschaftlichen Interessen zu nennen, ist absolut kritisierenswürdig.
01.06.2010 06:55 Uhr
von Karin Haertel:
Mit seinem Ruecktritt hat er die Deutschen im Stch gelassen. Wer im Rampenlicht steht, der muss auch mit
Kritik umgehen koennen. Sein Ruecktritt hat fuer mich jedoch den Charakter einer "beleidigten Leberwurst"
aus meinen Kindergartentaegn. Er fiel schon vor einigen Wochen unangenehm auf, als er drastich hoehere
Bezinpreise forderte, aber die nun zum Ruecktritt fuehrende Aeusserung dueften wohl die wenigsten
Deutschen verstanden haben. Es ist doch kein Geheimniss, dass wir an allen Kriegen der Welt grosses
Intresse haben, denn der groesste Posten in der deutschen Bilanz duerften wohl die Waffenexporte auch an
sogenannte Schurkenstaaten sein. Waehrend unsere eigenen Soldaten wie die alten Germanen kaempfen
muessen, werden sie von ihren Feinden mit neuester deutscher Waffentechnik unter Beschuss genommen.
31.05.2010 21:33 Uhr
von Martin Drees:
Mit ihrem frisch erworbenen Amt als Eurovisionssuperstar lässt Lena uns alle freudig entzückt den Alltag vergessen.
Wie respektlos von Herrn Köhler, sich so dreist in die Schlagzeilen zu drängeln und so Lenas Amt zu nachhaltig beschädigen.
31.05.2010 20:38 Uhr
von Peter:
Käsmann statt Köhler !!!
31.05.2010 17:47 Uhr
von Erika K.:
Personen sind austauschbar, kein Verlust, BP wozu eigentlich gut? Personen sind nur Sympathieträger. Also Westerwelle, Schäuble und Koch scheiden als Nachfolger aus.
Was verwunderlich ist: Ein Politiker sagt die Wahrheit. Ähm, aber warum wird es in den Medien breit getreten? Andere haben auch ab und an still und heimlich was wahres gesagt, auch wenn es nur im Nebensatz war.
Was nicht verwunderlich ist: Seine Kollegen fallen darüberhinaus über ihn her, empören sich und behaupten, es würde sich um einen humanitären Einsatz handeln! Diese Leute sollten rückgetreten werden. Dieses sehe ich als eigentlichen Skandal.
31.05.2010 17:38 Uhr
von kMfN:
Der Rücktritt ist eine gute Nachricht, dieser Bundespräsident hat nie im Sinne des Grundgesetzes gehandelt bzw. gesprochen, sondern nur sein eigenes, neoliberal dominiertes Weltbild verkörpert.
Wenn er seine unglaubliche Begründung für Kriegseinsätze der Bundeswehr nicht einmal zurücknimmt und sich dafür entschuldigt, stattdessen aber die berechtigte Empörung darüber als Beschädigung seines Amtes ansieht, zeigt das einmal mehr sein mangelndes Demokratieverständnis und seine Selbstüberschätzung.
Mir ist auch noch gut seine Bemerkung in Erinnerung, die vielen (erfolgreichen) Klagen vor dem BVG seien kein Ersatz für Politik.
Seiner eigentümlichen Logik zufolge liegt das Problem aber nicht in der zunehmend verfassungswidrigen Gesetzgebung, sondern in der falschen Haltung der Kläger.
Auch wenn seine Äußerungen zu den Kriegseinsätzen der Wahrheit entsprächen, liegt genau darin der Skandal- nicht das er es ausgesprochen, sondern als normal und logisch dargestellt hat, anstatt seiner Aufgabe entsprechend davor zu warnen und einen Kurswechsel im Sinne der Verfassung zu verlangen.
31.05.2010 17:36 Uhr
von Carl Lincoln:
Sehr schön - der Buchstabe "K" wäre damit noch im Monat Mai abgearbeitet und der 31.5. wird in Zukunft als "Tag der Dünnhäutigkeit" begangen. Weiter geht es im Juni mit den Buchstaben "L" und "M",
31.05.2010 17:33 Uhr
von reinschauen.de:
Wie 1933 !!!!
Er kann woll nicht mehr schlafen bei den Gesetzen die er in letzter Zeit unterschrieben hat.
Wetten es ist der Anfang und keiner wars bei dem was auf uns zukommt.
31.05.2010 17:27 Uhr
von Sozi:
Als "Sozi" bin ich natürlich kein Köhler-Fan, trotzdem find ich den Rücktritt und vor allem den Zeitpunkt ungünstig.
Lustig finde ich, wie auch einige Kommentaroren hier die dümmliche Kritik wiederholen. Natürlich ist es für einige möchtegern Linke immer schön, Schwarz-Gelb regiert zu werden. Da blüht das Kabarett, das jahrelang in Kritiklosigkeit und Demut verharrt ist, und erfreut sich eines Feindbilder. Geschenkt.
Aber dass einige Kommentatoren sich nicht einmal die Mühe machen, seine umstrittenen Äußerungen zu lesen (und darüber nachzudenken), ist tragisch.
Was er sagt, ist im Weißbuch 2006 ebenso nachzulesen.
Was tut unsere Armee nochmal am Horn von Afrika? Genau, Handelswege sichern.
Wer hat nochmal einen völkerrechtswidrigen Angriffkrieg gegen Jugoslawien zu verantworten?
Genau, Schröder+Fischer.
Trotzdem noch ein wenig Köhler-Bashing zum Schluss: Er ist/war Ausdruck einer völlig charakter- und charismalosen Politik, in der eine schlechte Regierung nur von einer noch schlechteren Opposition getoppt wird.
31.05.2010 17:24 Uhr
von Propheteus:
Und nu? Also der Roland hätte doch jetzt Zeit. Der wollte doch schon immer Bundesirgendwas werden...
31.05.2010 17:22 Uhr
von Mike:
Ja ! Gesine Schwan ! Ihre Politikvorlesungen in Hörsaal 2 waren cool. Das wäre Format im Amt, nach langer Zeit.
31.05.2010 16:58 Uhr
von Brathold Pittler:
nach der verlorenen NRW Wahl ist nun auch das einstige Symbol für diese schwarz gelbe Regierung weg. Für mich bedeutet das eindeutig: Neuwahlen jetzt!
31.05.2010 16:50 Uhr
von Albert Knapp:
Endlich! Dieser Mann war nie mein Präsident. Schon wenige Wochen nach Amtsantritt konnte man Köhlers Reden im Internet nachlesen. Ich beging diesen Fehler und war immer wieder entsetzt. Nicht nur Reaktionär, sondern auch Schwadroneur! Keiner konnte mehr Floskeln aufeinanderhäufen. Erstaunlich diese Mischung aus Selbstüberschätzung und unfreiwilliger Komik.
Bezeichnenderweise ist seine umstrittene Rede zu künftigen Kriegen nicht auf seiner Webseite nachzulesen. Dazu fehlte ihm dann doch der Mut.
Früher forderten solche Leute wieder Kolonien oder mehr Lebensraum. Wer's immer noch nicht glaubt, kann die Rede aber auf der Webseite von Deutschlandradio.de abrufen. Wieder drückt Köhler sich völlig verschwurbelt aus. Aber die Aufforderung zu weiteren Kriegen ist eindeutig. Dies hat ihm zu Recht eine Strafanzeige eingebracht.
Wenn er nun zurücktritt, weil er sich nicht genügend geehrt fühlt, kann man nur sagen: Majestätsbeleidung ist in diesem Land abgeschafft - und das ist auch gut so.
31.05.2010 16:39 Uhr
von Bundestagswahl 2010:
Welch ein hervorragendes Handlungsbeispiel für die amtierende "Bundesregierung", die nur durch den unglaublichen Wahlbetrug der Steuerlüge und den vermeintlichen "Entlastungen" als Versprechen wider besseres Wissen an die Macht gekommen ist (was ist schon der sogenannte "Wortbruch" von Frau Ypsilanti dagegen?). Ich erkenne diese "Regierung", die zudem mit den aktuellen Krisen völlig überfordert ist, bis heute nicht an (ich würde mich keiner Weisung ihrer unterziehen!), da ihr Wahlerfolg auf unverschämten Wahllügen basiert und fordere daher ihren ebenfalls sofortigen Rücktritt samt unverzüglicher Neuwahlen!
31.05.2010 16:39 Uhr
von Nordwind:
Als IWF-Direktor hat Köhler seinen Beitrag geleistet die dritte Welt auszupressen und auf Linie zu bringen.
Als Staatssekretär unter Kohl hat Köhler maßgebliche die Finanzierung der Wiedervereinigung durch die Sozialkassen zu verantworten.
Un nu isser wech.
Na und? Der hätte es nie werden dürfen.
31.05.2010 16:29 Uhr
von Prince Charles:
Zumindest dem politischen Kabarett - ich denke hier insbesondere an die großartigen Köhler-Persiflagen von Florian Schröder - wird er fehlen.
http://www.florian-schroeder.com/sendung/swr.php
31.05.2010 16:28 Uhr
von Riga, Josef:
Kurios. Da geht einer, der sich sorgt, es könnte um die wichtigste Frage in unserer Gesellschaft keine Diskussion entbrennen, nämlich die Frage, warum unsere Soldaten in Asien einen Krieg mittragen - und dann tritt derjenige, der diese Sprachlosigkeit beklagt, ohne Not von seinem Amt zurück. Von einem Amt, das wie kein anderes geeignet wäre, diese Diskussion einzufordern. Vielleicht hat Köhler erkannt, in welch eine verrückte Lage er seinen Staat gebracht hat, als er aus dem Nähkästchen der westlichen "Verteidigungs"-Philosophie geplaudert hat. Er wollte unseren Soldaten einen Dienst erweisen, in dem er eine Begründung für den Einsatz suchte und diese Begründung ist leider allzu realistisch und wahrhaftig ausgefallen. Einen Bärendienst hat er da geleistet, einen tapsoigen Bärendienst! Kurios, Herr Köhler und - um es mit den Worten des Th. Mann'schen Bankiers Kesselmeyer aus den 'Buddenbrocks' zu sagen:
"Kurios und höchst, höchst spaßhaft!"
31.05.2010 16:26 Uhr
von Dr. No:
Und wer wird Nachfolger? Entweder
A) Lothar Matthäus
B) Lena
C) Jürgen Rüttgers.
Es wird wohl auf Rüttgers herauslaufen. Der steht gerade günstig herum. Man muss ihm nur vorher noch 3x sagen, dass er dann beim Reden nicht die Hand aufhalten darf.
31.05.2010 16:24 Uhr
von Schroedingers:
Einer der wenigen Aufrechten, denen dieser Kindergarten gereicht hat...
Mit grossem Bedauern: Chapeau!
31.05.2010 16:20 Uhr
von flopserver:
Erster Mann im Staate mal als Vorbild:
An alle Amtsträger in der Politik die ebenfalls dem Krieg das Wort reden: Bitte folgen Sie!
31.05.2010 16:10 Uhr
von coolray:
@ Klingelhella
der mann hätte schon lange abtreten sollen
und respekt vor seinem amt..heißt das das man äußerungen des bundespräsidenten nicht kritisieren darf
und wenn ja warum ???
ist er unfehlbar und kennt die allein seelig machende wahrheit
er hat schon in afghanistan bei den soldaten sehr seltsame dinge gesagt
im gespräch mit deutschen sodalten ..hat er eionen amerikanischen soldaten befragt was er über den einsatz in afghanistan denkt.der soldat
wir werden gewinnen..darauf der bundespräsident zu den deutschen soldaten
warum höre ich das nicht von ihnen
also er will etwas gewinnen das nicht zu gewinnen ist
weil nicht die vorraussetzungen da sind um zu gewinnen
durch die ganzen militärischen aktionen treten die aufbaumaßnahemn immer mehr in den hintergrund
und die ege an zivilen opfern hilft de taliban mehr unterstützung zu bekommen
31.05.2010 16:09 Uhr
von Hanno:
JedeR, die/ der die Neigung, Befähigung und die entsprechende Ausbildung und Erfahrung hat, würde sicher gerne im Bundespräsidialamt für den/ die BundespräsidentIn tätig sein.
Unter Horst Köhler sollen viele seiner Mitarbeiter von sich aus gewechselt haben.
Wer nicht Herr im eigenen Haus ist, kann nicht Herr eines Landes sein.
31.05.2010 16:08 Uhr
von AlexsZander:
Ich gehöre in meinem Freundes- und Bekanntenkreis sicher zu den schärfsten Kritikern der besagten Äußerungen des scheidenden Bundespräsidenten im Deutschlandfunk, dass er jetzt zurücktritt zeigt Courage, ist konsequent und begrüßenswert.
Dass er mangelnden Respekt gegenüber dem Amt des Bundespräsidenten beklagt, trifft aber die Sache nicht wirklich im Kern. Der mangelnde Respekt den ich hatte - und ich denke da spreche ich für so einige - bestand für mich stets darin wie er seine Rolle als Bundespräsident ausfüllte.
Wenn er aber meint dass Respekt bestehen müsse, ganz egal wie die Rolle ausgefüllt wird, dann hat Köhler wohl ein Ideal eines autoritätshörigen Staatsbürgers wie es in einer Demokratie nur schädlich sein kann und wie es gott sei Dank auch heute in Deutschland nicht mehr besteht.
31.05.2010 16:05 Uhr
von Teutscher:
Warum sollen die ehrlichsten Menschen zurücktreten?!
Endlich die Wahrheit von den Lippen des Vatis der Kohlerepublik Deutschland: "Wir führen Kriege für die Kohle, Kohle, Kohle ....". Anders als die Mädchenkriege und anderes Eierpopeier der TV-Propaganda! Und diese Mensch muss jetzt nach Hause, zu seinen Pferden, zu seiner Frau, zu seinen Hunden mit seiner Milionenrente! Armer, armer Bankier, die Politik ist nicht so ehrlich wie du! Mindestens bleibt das Mausoleum für die toten Mukisöldner der deutschen Firmen und das gleiche, friedliche Deutschland, um uns zu trösten!
31.05.2010 16:03 Uhr
von Teutscher:
Warum sollen die ehrlichsten Menschen zurücktreten?!
Endlich die Wahrheit von den Lippen des Vatis der Kohlerepublik Deutschland: "Wir führen Kriege für die Kohle, Kohle, Kohle ....". Anders als die Mädchenkriege und anderes Eierpopeier der TV-Propaganda! Und diese Mensch muss jetzt nach Hause, zu seinen Pferden, zu seiner Frau, zu seinen Hunden mit seiner Milionenrente! Armer, armer Bankier, die Politik ist nicht so ehrlich wie du! Mindestens bleibt das Mausoleum für die toten Mukisöldner der deutschen Firmen und das gleiche, friedliche Deutschland, um uns zu trösten!
31.05.2010 15:58 Uhr
von Klingelhella:
Ein richtiger Schritt, so kann ich den letzten Rest Respekt vor diesem Mann behalten.
Mit seinen Aussagen zu ökonomischen Interessen bei der Kriegsführung hat Köhler selbstverständlich recht; wer das leugnet ist mehr als naiv und historisch vollkommen ungebildet. Den schwierigen Schritt zu akzeptieren, diesbezüglich unseren Regierungen auf den Leim gegangen zu sein, müssen wir unternehmen. Wenn wir uns fragen, wie wir dann damit umgehen wollen, war Köhlers Rücktritt nicht umsonst.
31.05.2010 15:58 Uhr
von dejan:
Respekt!
Das Amt des Bundespräsidenten haben meiner Meinung nach immer Männer mit besonderem Format bekleidet. Auch Horst Köhler zeigt Rückrad mit dieser geschichtlich einmaligen Entscheidung.
Allerdings ist es bedenklich, dass jemand der (endlich einmal) die offensichtlichen Wahrheiten der Geopolitik in den Focus der Öffentlichkeit rückt, so unter Druck gerät.
31.05.2010 15:54 Uhr
von SAB:
Da geht einer der letzten Aufrechten.
31.05.2010 15:53 Uhr
von vic:
Was ich damit sagen wollte.
Das "höchste Staatsamt" zu beschädigen, das hat er ganz alleine erledigt.
31.05.2010 15:53 Uhr
von Rieke:
Konsequent, würde ich sagen, ein Schritt, den so mancher Politiker mit Sicherheit nicht gemacht hätte. Hut ab. Schade nur, das der beste Präses, den wir hatten nun geht.
31.05.2010 15:50 Uhr
von WaltaKa:
Respekt vor diesem Rücktritt. Ob er erforderlich war, bezweifle ich, es traf den falschen.
Zum Rücktritt gedrängt gehörten alle Politiker in Regierung und Bundestag, die das Weißbuch der Bundeswehr 2006 verabschiedeten und seither brav ihre Hand für den Afghanistankrieg hoben und heben.
Wer es wissen will...kann es schon lange wissen!
Es war damals auch in den Medien:
Das Weißbuch der Bundeswehr von 2006 macht ausdrücklich Rohstoffsicherung und Sicherung der Handelswege zu ihrer Aufgabe.
Dazu von den Ärzten u Ärztinnen gegen den Atomkrieg (IPPNW)vom 16.01.2007:
"Deutschlands Beteiligung am weltweiten Krieg um Ressourcen.
Weißbuch der Bundeswehr.
Zugriff auf knappe Rohstoffe ist in den Mittelpunkt der deutschen Außenpolitik gerückt. Mit dem Weißbuch wurde für die Bundeswehr der Zugriff auf Rohstoffe, Märkte und Handelswege als Aufgabe definiert. Politiker warnen bereits vor einem neuen Weltkrieg."
Die Aufgabenstellung der Bundeswehr wurde aufgrund politischer Vorstellungen verändert. Wieso wohl wird die Bundeswehr seit einigen Jahren von einer reinen Verteidigungsarmee zur Interventionstruppe umstrukturiert?
Unsere Politiker der Kriegsbefürwortungsparteien
im Bundestag haben die Aufgabe der Bundeswehr an die Aufgaben der US-Armee angepaßt. Deshalb wird "Deutschland am Hindukusch verteidigt."
Köhler hat es nur klarer gesagt, als viele von uns es hören möchten. Der Skandal allerdings ist die geänderte Aufgabenstellung. Und dazu fehlt mir die Empörung!
31.05.2010 15:49 Uhr
von Heinrich:
hotte, you made my day. tx
31.05.2010 15:48 Uhr
von Bodo Bender:
Aufs politische Altenteil schien er sich ja schon vor Monaten begeben zu haben. Er war politisch nicht mehr präsent/existent. Im Übrigen: De mortuis nihil nisi bene.
31.05.2010 15:45 Uhr
von weber:
Um einen Banker, der in diesem Amt zur Finanzkrise nicht mehr zu sagen hatte als Köhler, ist es sicher nicht schade. Bedauerlich ist nur, dass sich dieses Land durch die Art und Begründung des Rücktritts dem Status einer Bananenrepublik nun noch schneller nähert als bisher.
31.05.2010 15:44 Uhr
von Posslet:
Es ist was faul im Staate Deutschland:
1. Frau Käßmann tritt zurück
2. die Fußballer fallen reihenweise aus
3. Herr Koch will nicht mehr
4. nun noch Herr Köhler
Soll ich nun als Bürgerin der BRD auch zurücktreten?
Leider habe ich keine Beziehungen für lukrative Präpensionsjobs und Extrapunkte bei der BFA hab ich auch nicht gesammelt.Ich muss meinen Job auch zu Ende machen oder kann jodeln üben, um bei DSDS groß raus zu kommen.
Ich beantrage das Absaugen von Vulkanasche unmittelbar am Auswurfsschlot, um den Sommer endlich in Schwung zu bringen und Lena als Bundespräsidentin einzusetzen- damit Leben in die Bude kommt.
31.05.2010 15:42 Uhr
von duke:
"Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd."
31.05.2010 15:40 Uhr
von Nina:
Die PolitikerInnen wissen ALLE nicht weiter.
Und deshalb wird jetzt (un)bewusst ein Nebenschauplatz nach dem anderen geschaffen, um vom Obigen abzulenken.
Das ist das Ergebnis unseres öffentlichen und privaten "Bildungs"systems.
Wir sehen Menschen mit erwachsenen Körpern, doch drinnen sind sie nach wie vor Kinder.
Wir täuschen uns selbst.
31.05.2010 15:38 Uhr
von bernd:
Intellektuell war das Amt eine Nummer zu groß für Hrn. Köhler. Respekt vor einem Amt kann niemand haben, wenn sein Inhaber Quatsch redet. Offenbar hat der Amtsinhaber wichtige Mitarbeiter nicht halten können. Als jetzt die Person des Hrn. Köhler zum Vorschein kam, war das Amt irreparabel beschädigt. Die konservative Weltsicht scheitert inzwischen für jeden unübersehbar an der Wirklichkeit.
31.05.2010 15:38 Uhr
von mit Majo:
Der nächste bitte! Aber nun ist zumindest der Weg frei für die Träller-Lena oder Nena ? Das wäre doch mal ein Karrieresprung, als neue Bundespräsidentin. Sie würde wirklich gut als Kontrast zur blutleeren Regierung passen.
31.05.2010 15:34 Uhr
von Zelle:
Der schlechteste Bundespräsident aller Zeiten ist endlich zurückgetreten!
Wer Deppen wie Jürgen Klinsmann & Co das Bundesverdienstkreuz überreicht und fordert, dass die Benzinpreise angehoben werden sollten gehört einfach nicht an die Spitze des Staates, dieser Mann war einfach nur peinlich für uns Deutsche!
Sehr gute, und die erste gute Entscheidung von Herrn Köhler!!!
31.05.2010 15:32 Uhr
von Huber Tus:
Erstaunlich wie labil und empfindlich Horst Köhler mit Kritik umgeht. Kritik bedeutet ja noch lange nicht Respektlosigkeit. Bundespräsident zu sein bedeutet ja auch nicht, dass Widerspruch verboten ist. Ich bin für Friedrich Küppersbusch als Nachfolger.
31.05.2010 15:31 Uhr
von Martin:
ein schwacher und unfähiger präsident, der rücktritt paßt ins bild. weiterhin ist es nicht seine aufgabe zu entscheiden, was die würde seines amts verletzt und was nicht. eine dreiste anmaßung.
31.05.2010 15:30 Uhr
von Rooster:
Es scheint bei Teilen unserer politischen Elite mittlerweile Usus zu sein, Kritik an ihren Äußerungen als Majestätsbeleidigung zu empfinden. Herr Köhler ist doch nicht sakrosankt; er kann sich doch unmöglich hinstellen und alle Welt belehren wollen, sich dann aber keine Kritik anhören mögen.
Andererseits: wenn man Merkel und Co. so weg kriegt...
ich bin dabei und freu mich auf Gesine Schwans dritten Versuch!
31.05.2010 15:27 Uhr
von H. Eichhorn:
Der eigentliche Skandal an diesem Vorgang ist,
dass Herr Köhler - ähnlich wie der Papst - offenbar tatsächlich meint, völlig unangreifbar sein zu müssen.
Unglaublich, wer als deutscher Bundespräsident Kriegstreibern Argumente und Impulse liefert, verkennt völlig die Würde seines Amtes. Und er negiert die Lehren aus der Geschichte des letzten Jahrhunderts. Schon dies allein zeigt, dass der Ex-Banker der Würde des Amtes in eklatanter Weise nicht gerecht wurde.
Wollen wir hoffen, dass Herr Westerwelle für die FDP und Frau Merkel als CDU-Flaggschiff bei der nächsten Bundespräsidentenwahl mehr Fingerspitzen- und ebenso Verantwortungsgefühl dokumentieren. Ich wünsche beiden, dass sie zu einer guten Entscheidung für Deutschland finden. Es ist an der Zeit.
Bitte nicht wieder einen Ex-Banker nominieren - die haben das Volk und dessen Interessen meist längst nicht mehr im Blick. Und auch auf Kriege um Finanzinteressen hat dieses Volk ganz sicher keine Lust.
31.05.2010 15:22 Uhr
von anteater:
Der Einfachheit halber sollten wir schnell Guildo Horn zu seinem Nachfolger benennend, der heißt nämlich auch Horst Köhler. Würde vieles vereinfachen und Geld sparen. Keine neuen Briefbögen und so.
31.05.2010 15:16 Uhr
von Thomas:
Wie sind eigentlich die aktuellen Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung?
31.05.2010 15:15 Uhr
von freidenker:
He Merkel,
nimm dir ein Beispiel.
Ansonsten total egal, dass er geht. Aber wen hat er denn zurückgetreten ?
31.05.2010 15:14 Uhr
von Matthias Glatz:
Bleubt zu Hoffen, dass Merkel und Westerwelle Köhler´s Beispiel folgen...
31.05.2010 15:11 Uhr
von Dellmann:
Seit wann haben wir eine Verfassung?
31.05.2010 15:11 Uhr
von R. Koch:
Mir fehlt der Respekt des Bundespräsidenten vor dem Amt! - Mal Ernst: Ist Köhler so dünnhäutig?
31.05.2010 15:09 Uhr
von thomas aus dem Westen:
Konsequent!
31.05.2010 15:09 Uhr
von Icke:
Köhler wurde von Anfang an unter schweren Beschuss genommen. Der inszenierte "Wahlkampf" mit Gesine Schwan war eine weitere Strategie ihn unter Druck zu setzen. Er handelte oft etwas unglücklich, das muß man schon sagen. Der linke Kampf gegen ihn hat aber das Amt des Präsidenten für lange zeit beschädigt. Rechtskonservative haben inzwischen keine Repräsentanz in der Bundespolitik und werden Köhlers Abschied umso mehr als eine absolut einseitige Belegung der Politik wie der Medien durch die "68er" sehen. Auch wenn sich jetzt Viele freuen, es besteht eine immense Gefahr in unserem Land: Wenn die 20-25% rechte Demokraten dem Staat den Rücken kehren, dann sind sie sehr anfällig für verfassungsfeindliche rechtsextreme Positionen. Was in den 70ern viele Linke an den linken Rand oder in den Extremismus trieb, das könnte in den nächsten Jahren rechts passieren. Die Probleme der multikulturellen Gesellschaft, die zusammenbrechenden Sozialsysteme, und eine wirtschaftliche Krise bieten dafür den besten Nährboden. Köhler war ein Mann, den man rechts ernst nahm, Jens Böhrnsen ist es nicht und für einen künftigen eher linken Vertreter im Bundespräsidentenamt wird es jetzt sehr schwer werden.
31.05.2010 15:08 Uhr
von rauhfuß:
Wer das Töten von Menschen mit deutschen Wirtschaftsinteressen rechtfertigen will hat im Amt des Bundespräsidenten nichts verloren. Auch wenn er seinen Rücktritt anders begründet hat, gut dass er gegangen ist.
31.05.2010 15:05 Uhr
von Oskar:
Da spricht mal ein Politiker die Wahrheit aus und schon geht er. Werden dann alle gehen wenn sie endlich ehrlich zum Volk sind?
31.05.2010 15:02 Uhr
von Stefan:
In grauer Vorzeit soll es ja ein Rücktrittsgrund gewesen sein, wenn man beim Lügen ertappt wurde. Oder waren Politiker schon immer so?
Nun hat sich Herr Köhler dabei erwischen lassen, die Wahrheit zu sagen. Das ist eines hochrangigen Politikers nun wirklich völlig unwürdig.
Daß er mit seiner simplen Wahrheit "den Soldaten in den Rücken gefallen" wäre - wie witzig. Auch diese dienen mit ihrem Afghanistan-Einsatz primär ihren eigenen kleinbürgerlich-materiellen Interessen. Nur eben der vergoldete Weg des Rücktritts steht Ihnen nicht so offen, wie er Hotte steht. Schade eigentlich.
31.05.2010 15:01 Uhr
von Bananen Tester:
Tschüß, Herr Köhler! Btw., Respekt muss man sich immer noch verdienen, das gilt auch für eine trilaterale IWF-Marionette.
31.05.2010 15:00 Uhr
von Volker Vonssen:
Der offiziellen Begründung ist NICHT ZU GLAUBEN. Herr Köhler wurde gegangen, nachdem er vor wenigen Tagen den gigantischen Rettungsschirm f.d. Euro unterschrieb. Er hat ganz einfach sein Funktion erfüllt und nun wird, wie üblich in diesen Fällen, das Personal ausgetauscht. Das Nachfolgepersonal ist sicherlich bereits seit langer Zeit ausgesucht und wird nun in Position gebracht.
31.05.2010 14:58 Uhr
von Prince Charles:
Ersteinmal macht einen diese Nachricht sprachlos. Wie naiv muss einer sein, zu glauben, dass besagte Äußerungen nicht kontrovers diskutiert würden? Köhlers Dünnhäutigkeit ist sympathisch, er unterscheidet sich damit wohltuend von abgebrühten Berufspolitikern, die in einem solchen Fall wohl brutalstmöglichst aufklären würden, was sie eigentlich wirklich gemeint haben und gut iss. Köhler dagegen erklärt mit Tränen in den Augen seinen Rücktritt. Eine solch emotionale Reaktion macht Köhlers Erklärung, es mangele an Respekt ihm gegenüber, auch glaubwürdig. Dazu passt auch Köhlers langjähriges Engagement für den afrikanischen Kontinent. Der Mann hat offenbar Werte. Seine Unprofessionalität machte ihm beim "gemeinen Volk" beliebt. Insofern ist er ein wenig die Princess Di der Deutschen Politik.
Den einzigen, alleinigen Grund für den Rücktritt in der (berechtigten) Kritik an Köhlers Äußerungen zu sehen, erscheint allerdings doch ein wenig fernliegend. Köhler war in den letzten Monaten kaum noch präsent - in die politische Debatte eingeschaltet hat er sich selten. Lang vergessen die Zeiten, als er noch einigermaßen souverän die verfassungswidrigen Gesetze der Großen Koalition kassierte.
Sehr treffend hat Heribert Prantl die Kritik an der Amtsführung des Bundespräsidenten auf den Punkt gebracht: Köhler als netter Nachbar, der freundlich am Gartenzaun grüßt.
http://www.sueddeutsche.de/cm/2.242/politik/bundespraesident-horst-koehler-der-mann-von-nebenan-1.23606#mailtofriend
Und nichts Substanzielles zu sagen hat. Vielleicht hat er sich das inzwischen selbst eingestehen müssen und die Konsequenzen gezogen. Und eine Gelegenheit gefunden, dies ohne allzu großen Gesichtsverlust zu tun. Vielleicht läuft er Herrn Koch ja bald in irgendeinem Flur über den Weg, der Herr Sparkassendirektor (frei nach Peter Zudeick).
Zumindest dem politischen Kabarett - ich denke hier insbesondere an die großartigen Köhler-Persiflagen von Florian Schröder - wird er fehlen.
31.05.2010 14:57 Uhr
von Karl:
So ein Zufall - nun dann fordere ich und mit mir die ganze Nation:
Lena for Präsident
31.05.2010 14:57 Uhr
von Manfred Hennecke:
Dieser Vorgang beweist mal wieder die Verlogenheit der Politik.
Ein Politiker darf halt nicht sagen was er denkt, besonders wenn es die Wahrheit ist.
Die fadenscheinigen Begründungen für den Afghanistan-Krieg kann doch kein Mensch mit Verstand ernst nehmen.
Natürlich geht es um wirtschaftliche Interessen, und wenn es "nur" die der Rüstungsindustrie sind.
Die Frage ist nur: Waren die Äußerungen von Köhler bei seiner Rückkehr aus Afghanistan wohlüberlegt (dann Respekt!!) oder ein Versprecher à la Lübke?
31.05.2010 14:56 Uhr
von Matthias Glatz:
Spontan wünsche ich mir, dass Merkel und Westerwelle ähnliche "Größe" zeigen und auch abtreten. Ja ich weiß, ich bin naiv...
31.05.2010 14:50 Uhr
von Manfred Hennecke:
Dieser Vorgang beweist mal wieder die Verlogenheit der Politik.
Ein Politiker darf halt nicht sagen was er denkt, besonders wenn es die Wahrheit ist.
Die fadenscheinigen Begründungen für den Afghanistan-Krieg kann doch kein Mensch mit Verstand ernst nehmen.
Natürlich geht es um wirtschaftliche Interessen, und wenn es "nur" die der Rüstungsindustrie sind.
Die Frage ist nur: Waren die Äußerungen von Köhler bei seiner Rückkehr aus Afghanistan wohlüberlegt (dann Respekt!!) oder ein Versprecher à la Lübke?
31.05.2010 14:49 Uhr
von KeineTräne:
Ich empfand ihn schon von Beginn an als einen zu sehr die wirtschaftlichen Interessen fokussierenden Präsi, der sich zu wenig den wahren Problemen des Landes bzw. Volkes widmete. Die Kritik als Missachtung der Würde des Amtes zu interpretieren, ist nicht nachvollziehbar. Im Gegenteil: Dieser Blitzrücktritt ist engstirnig und schadet dem Ansehen des Amtes viel mehr. Roman Herzog hätte in einer ähnlichen Situation eine gepfefferte Rede vorbereitet und seinen Standpunkt pointiert klargestellt. - Können wir nur hoffen, dass es nicht wieder ein Banker wird!
31.05.2010 14:38 Uhr
von Dolph:
Soll man jetzt lachen oder weinen? Der Rücktritt an sich ist die beste Nachricht seit dem Sieg von Lene Ma..., äh, ne, seit dem Mauerfall!!!
Die Begründung aber ist eine Frechheit, für die er eigentlich umgehend ausgebürgert gehört.
31.05.2010 14:38 Uhr
von freiburger:
Ich kann nicht nachvollziehen, wenn Politiker ohne triftigen Grund vor Ende ihrer Amtszeit einfach zurücktreten. Sie wurden doch gewählt. Eine Zeit von 4 oder 5 Jahren ist doch einigermaßen überschaubar. Wenn Köhler einen echten Grund hat, dann soll er das doch sagen! Jetzt muss schon wieder ein neuer Bundeshotte ausgewählt werden!
31.05.2010 14:37 Uhr
von WeGe:
Der wahre Grund: Er wollte Lena Meyer-Landrut NICHT das Bundesverdienstkreuz verleihen müssen.
Jetzt ist der Weg für Stefan Raab frei: Die Frage ist nur noch: Macht er es selbst, macht es Lena oder organisiert er lediglich ein Casting um eine(n) Neue(n) zu finden :-)
31.05.2010 14:37 Uhr
von Micha:
Mein Vorschlag: Das Mindestalter für den BP im Grundgesetz ändern und Lena wählen.
31.05.2010 14:36 Uhr
von André Zimmermann:
zu Recht!
Als ob es nur darum ginge grundgesetzwidrige Einsätze der Bundeswehr zu rechtfertigen, begründet Herr Köhler seinen Rücktritt.
Vielmehr jedoch geht es um die unverhohlen dreiste Legitimierung von Wirtschaftskriegen weltweit.
Er gibt sich empört über die Respektlosigkeit vor dem Amt des Bundespräsidenten. Wie viele Menschen er empört hat, steht in seiner Logik nicht zur Debatte.
Daher ist der Rücktritt der einzige richtige Entschluss, denn er zeigt auch Einsicht.
31.05.2010 14:36 Uhr
von Stefan Mirwald:
Hurra! Endlich mal eine gute Nachricht!
31.05.2010 14:36 Uhr
von mkv:
Naomi Klein lesen! "The Shock Doctrine"
http://www.naomiklein.org/main
31.05.2010 14:35 Uhr
von saalbert:
"einem Interview mit dem Deutschlandfunk" - Dieser Link funktioniert nicht.
Anm. d. Red.: Getestet und für funktionsfähig befunden.
31.05.2010 14:33 Uhr
von Werner Sommer:
Da sagt ein Politiker ausnahmsweise schlicht und einfach die Wahrheit, und schon wird er mit Sudelpropaganda demontiert.
Jede/r Historiker/in wird bestätigen, dass Kriege seit Menschengedenken auch und oft vorrangig wirtschaftliche Faktoren haben.
Jedenfalls eine ethisch hochwertige Tat Köhlers, die ähnlich wie der Rücktritt von Bischöfin Käßmann Maßstäbe setzt. Im Falle Köhlers noch deutlich höhere, denn Köhler hat ja nichts im Geringsten Übles getan, sondern eine Wahrheit an den Tag gebracht.
31.05.2010 14:32 Uhr
von Ernst Reuther:
Na also zB der Marineeinsatz am Horn von Afrika ist ja wohl ganz klar und unmissverständlich ein Einsatz in wirtschaftlichem Interesse, nämlich zum Schutze des internationalen Frachtverkehres.
Was gibt es da zu kritisieren oder zu erklären? Wollte Köhler zurücktreten und hat einen Vorwand gebraucht, oder wurde hier echt so viel falsches Schmierentheater aufgeführt, dass der Druck zu hoch wurde?
Wir werden es wohl nie erfahren... .
31.05.2010 14:30 Uhr
von Jakobinerin:
Erst Ko-Koch, nun Köhler. Ich weinen auch weiteren CDU und FDP "Größen" keine Träne nach.
Welche "Mächte" im Verborgenen solche Konsequenzen bewirken, wird das Volk niemals erfahren.
Ich freue mich über den D-Day bei der CDU !
31.05.2010 14:30 Uhr
von Vale:
Respekt!
Rücktritt statt Debatte, das verschafft Respekt.
31.05.2010 14:28 Uhr
von martin fischer:
der erste der die wahrheit sagt muss natuerlich gehen...........
31.05.2010 14:28 Uhr
von Oli:
Das ist eine dicke Sache. Und Wirtschaftsinteressen in Afghanistan? Darauf wäre ich nun wirklich nicht gekommen, aber dieser Mann kam für mich immer aus der falschen Branche, obwohl er für meine Begriffe im Amt nicht wirklich schlecht war. Aber ich wünsche mir einen unabhängingen, liberalen Präsidenten, wie Weizäcker, Scheel, Heinemann. Schon Rau und Carstensen waren mir zu politisch und irgendwo zu nah an bestimmten Interessen, die mir ohnehin nicht gefallen. Vielleicht sollte das Amt jetzt mal diskutiert werden. Soziale Probleme sind von ihm z.B. nie angesprochen oder arg verflacht oder verharmlost worden. Aber das macht die Kirche auch, die sagen auch fast nie ein klares Wort.
31.05.2010 14:24 Uhr
von Anja Böttinger:
Das ist ein Scherz, oder? Wir hatten doch schon den ersten April.
31.05.2010 14:22 Uhr
von Juergen K:
Die komplette Gesetzgebung ist defekt!
Kein Gesetzesunterschreiber mehr da !
Tüss Republik !
Tüss CDU FDP !
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31.05.2010 14:22 Uhr
von Phil Leicht:
...ein Verschleiß die Tage, kaum zu ertragen! Es scheint, als verlassen die Ratten das sinkende Schiff.
Aber wir sind ja Lena, was kann uns dies anhaben, die Unterhaltungsindustrie wird es schon richten, dass wir mt dem neuen IPad noch mehr von solchen unwichtigen Dinge wie fähiges regieren abgelenkt werden. TOLL!!
Aber Hauptsache wir haben einen Songcontest gewonnen und alles ist rosarot!