Kriminologe Pfeiffer über jugendliche Täter
"In München muss mehr passieren"
Hannover ist besser als München darin, der Jugendkriminalität vorzubeugen, meint der Kriminologe Christian Pfeiffer. Das liegt vor allem an der schulischen Integration.von Sebastian Kemnitzer
Leserkommentare
04.04.2011 18:55 Uhr
von Markus Hill:
Es ist immer wieder interessant, die Leserbriefe bei der taz zu bestimmten Themen zu lesen. Erst nach dem Lesen von diesen Briefen wird einem oft bewusst, wie gross die Mängel bei der Berichterstattung im Bereich Integrationspolitik sind. Mir fällt da ein Begriff wie "Migrations-Theoretiker" ein. Ich weiss nicht, ob der Redaktion und einzelnen Redakteuren bewusst ist, dass Sie durch diese Form der Berichterstattung das Problem (!) beschönigen, statt konstruktiv Lösungswege aufzuzeigen. Man hat aus den langen Jahren der wissentlich betriebenen, ideologisch bedingten Problemverleugunung immer noch nicht gelernt. Einfach einmal vermutet und unterstellt. Was ist das für ein Beispiel für scheinbar gelungene Integationsbemühungen, wenn als deren Erfolge die Zusammenarbeit mit türkischen Tageszeitungen genannt wird? Das Problem wird quasi zur Lösung mit positiven Touch geschildert. "Wahrhaftigkeit" in der Berichterstattung sollte es eigentlich gebieten, dass man HIER den Finger in die Wunde legt: Es gibt gesellschaftliche Gruppen, die nicht einmal mehr in der Lage sind, eine deutschsprachige Zeitung zu lesen. Diese Gruppen erziehen wieder Kinder, die wiederum sehr viel Sozialstaats-Subventions-Massnahmen erfordern. (Genauso bei deutschen bildungsfernen Schichten, aber um die geht es hier thematisch nicht). Davon lebt bei uns eine ganze Industrie. Sozialarbeiter, Vereine, Lehrer, Psychologen, BAT-Klasse halt allgemein. Meines Erachtens kann da ein ernsthaftes Interesse an einer dauerhaften Lösung in der Migrationspolitik kaum entstehen. Da braucht man sich nur die Subventionspolitik der EU im Agrarbereich betrachten - simpel: Ökonomische Theorie der Politik. Mit diesen Themen sollte man sich beschäftigen und nicht die Dinge totschweigen oder beschönigen. Das wurde jahrelang gemacht, inzwischen müssen Polizisten (Ruhrgebiet) Angst haben, in bestimmte Viertel zu gehen. Ich glaube nicht, dass man Verhältnisse wie in Italien möchte. Ein einfacher "Zwang" die Landessprache zu Lernen mit frühzeitiger Kindergartenbetreuung wäre sehr preiswert, mit oder ohne Hauptschule. Da kann man bestimmt engagiert Pro und Contra diskutieren. Ist aber eigentlich wohl eher ein ideologischer Nebenkriegsschauplatz.
Viele Grüsse,
Markus Hill
04.04.2011 18:55 Uhr
von Sascha Schierz:
leicht enttäuschend. ein bissl mehr soziologische erklärung ständ pfeiffer zwischen seinen zahlenspielereien auch ganz gut. zu guter letzt bedient er einfach, wie ihm ziegler und co. mal vorgeworfen haben, neoliberale unterschichtklischees , die dann auch noch eher schlecht als recht die geschichten erklären. und ob diese winner-looser kultur (deutsch für arm und reich, man merke sich das für männliche migrantenjugendliche, damit ihr status auch klar bleibt) in dieser abstraktion wirklich was erkennen kann, bleibt doch fraglich.
04.04.2011 18:55 Uhr
von Mondgot:
Bekannte aus Bayern haben ihren Sohn kurz vor dem Abitur nach Hessen umgesiedelt, war ja nur ein paar Kilometer weg, damit er dort ein 1,0 Abitur macht. In Bayern hätte er es nie geschaft. Die Abituransprüche in roten Bundesländern sind unter der Grasnarbe, so niedrig. Solch einfache Binsenweisheiten blendet Herr Pfeiffer aus, da seine Studien das Papier nicht wert sind.
11.02.2011 17:46 Uhr
von Markus Hill:
Es ist immer wieder interessant, die Leserbriefe bei der taz zu bestimmten Themen zu lesen. Erst nach dem Lesen von diesen Briefen wird einem oft bewusst, wie gross die Mängel bei der Berichterstattung im Bereich Integrationspolitik sind. Mir fällt da ein Begriff wie "Migrations-Theoretiker" ein. Ich weiss nicht, ob der Redaktion und einzelnen Redakteuren bewusst ist, dass Sie durch diese Form der Berichterstattung das Problem (!) beschönigen, statt konstruktiv Lösungswege aufzuzeigen. Man hat aus den langen Jahren der wissentlich betriebenen, ideologisch bedingten Problemverleugunung immer noch nicht gelernt. Einfach einmal vermutet und unterstellt. Was ist das für ein Beispiel für scheinbar gelungene Integationsbemühungen, wenn als deren Erfolge die Zusammenarbeit mit türkischen Tageszeitungen genannt wird? Das Problem wird quasi zur Lösung mit positiven Touch geschildert. "Wahrhaftigkeit" in der Berichterstattung sollte es eigentlich gebieten, dass man HIER den Finger in die Wunde legt: Es gibt gesellschaftliche Gruppen, die nicht einmal mehr in der Lage sind, eine deutschsprachige Zeitung zu lesen. Diese Gruppen erziehen wieder Kinder, die wiederum sehr viel Sozialstaats-Subventions-Massnahmen erfordern. (Genauso bei deutschen bildungsfernen Schichten, aber um die geht es hier thematisch nicht). Davon lebt bei uns eine ganze Industrie. Sozialarbeiter, Vereine, Lehrer, Psychologen, BAT-Klasse halt allgemein. Meines Erachtens kann da ein ernsthaftes Interesse an einer dauerhaften Lösung in der Migrationspolitik kaum entstehen. Da braucht man sich nur die Subventionspolitik der EU im Agrarbereich betrachten - simpel: Ökonomische Theorie der Politik. Mit diesen Themen sollte man sich beschäftigen und nicht die Dinge totschweigen oder beschönigen. Das wurde jahrelang gemacht, inzwischen müssen Polizisten (Ruhrgebiet) Angst haben, in bestimmte Viertel zu gehen. Ich glaube nicht, dass man Verhältnisse wie in Italien möchte. Ein einfacher "Zwang" die Landessprache zu Lernen mit frühzeitiger Kindergartenbetreuung wäre sehr preiswert, mit oder ohne Hauptschule. Da kann man bestimmt engagiert Pro und Contra diskutieren. Ist aber eigentlich wohl eher ein ideologischer Nebenkriegsschauplatz.
Viele Grüsse,
Markus Hill
11.02.2011 17:46 Uhr
von Trinckhaus:
Tatsächlich ist die Integration in Bayern "schwierig", wie man dort sagen würde. München hat den größten Ausländeranteil größerer deutscher Städte, und die Integration ist mangelhaft. Es gibt Parallelgesellschaften, was so bleibt, weil das Problem totgeschwiegen wird; natürlich mit Ausnahmen. In München muss man türkisch sprechen, wenn man etwas werden will, sagte mir ein türkischer Freund.
11.02.2011 17:46 Uhr
von Mondgot:
Bekannte aus Bayern haben ihren Sohn kurz vor dem Abitur nach Hessen umgesiedelt, war ja nur ein paar Kilometer weg, damit er dort ein 1,0 Abitur macht. In Bayern hätte er es nie geschaft. Die Abituransprüche in roten Bundesländern sind unter der Grasnarbe, so niedrig. Solch einfache Binsenweisheiten blendet Herr Pfeiffer aus, da seine Studien das Papier nicht wert sind.
30.07.2008 22:26 Uhr
von Markus Hill:
Es ist immer wieder interessant, die Leserbriefe bei der taz zu bestimmten Themen zu lesen. Erst nach dem Lesen von diesen Briefen wird einem oft bewusst, wie gross die Mängel bei der Berichterstattung im Bereich Integrationspolitik sind. Mir fällt da ein Begriff wie "Migrations-Theoretiker" ein. Ich weiss nicht, ob der Redaktion und einzelnen Redakteuren bewusst ist, dass Sie durch diese Form der Berichterstattung das Problem (!) beschönigen, statt konstruktiv Lösungswege aufzuzeigen. Man hat aus den langen Jahren der wissentlich betriebenen, ideologisch bedingten Problemverleugunung immer noch nicht gelernt. Einfach einmal vermutet und unterstellt. Was ist das für ein Beispiel für scheinbar gelungene Integationsbemühungen, wenn als deren Erfolge die Zusammenarbeit mit türkischen Tageszeitungen genannt wird? Das Problem wird quasi zur Lösung mit positiven Touch geschildert. "Wahrhaftigkeit" in der Berichterstattung sollte es eigentlich gebieten, dass man HIER den Finger in die Wunde legt: Es gibt gesellschaftliche Gruppen, die nicht einmal mehr in der Lage sind, eine deutschsprachige Zeitung zu lesen. Diese Gruppen erziehen wieder Kinder, die wiederum sehr viel Sozialstaats-Subventions-Massnahmen erfordern. (Genauso bei deutschen bildungsfernen Schichten, aber um die geht es hier thematisch nicht). Davon lebt bei uns eine ganze Industrie. Sozialarbeiter, Vereine, Lehrer, Psychologen, BAT-Klasse halt allgemein. Meines Erachtens kann da ein ernsthaftes Interesse an einer dauerhaften Lösung in der Migrationspolitik kaum entstehen. Da braucht man sich nur die Subventionspolitik der EU im Agrarbereich betrachten - simpel: Ökonomische Theorie der Politik. Mit diesen Themen sollte man sich beschäftigen und nicht die Dinge totschweigen oder beschönigen. Das wurde jahrelang gemacht, inzwischen müssen Polizisten (Ruhrgebiet) Angst haben, in bestimmte Viertel zu gehen. Ich glaube nicht, dass man Verhältnisse wie in Italien möchte. Ein einfacher "Zwang" die Landessprache zu Lernen mit frühzeitiger Kindergartenbetreuung wäre sehr preiswert, mit oder ohne Hauptschule. Da kann man bestimmt engagiert Pro und Contra diskutieren. Ist aber eigentlich wohl eher ein ideologischer Nebenkriegsschauplatz.
Viele Grüsse,
Markus Hill
27.07.2008 15:34 Uhr
von Trinckhaus:
Tatsächlich ist die Integration in Bayern "schwierig", wie man dort sagen würde. München hat den größten Ausländeranteil größerer deutscher Städte, und die Integration ist mangelhaft. Es gibt Parallelgesellschaften, was so bleibt, weil das Problem totgeschwiegen wird; natürlich mit Ausnahmen. In München muss man türkisch sprechen, wenn man etwas werden will, sagte mir ein türkischer Freund.
26.07.2008 22:17 Uhr
von Sascha Schierz:
leicht enttäuschend. ein bissl mehr soziologische erklärung ständ pfeiffer zwischen seinen zahlenspielereien auch ganz gut. zu guter letzt bedient er einfach, wie ihm ziegler und co. mal vorgeworfen haben, neoliberale unterschichtklischees , die dann auch noch eher schlecht als recht die geschichten erklären. und ob diese winner-looser kultur (deutsch für arm und reich, man merke sich das für männliche migrantenjugendliche, damit ihr status auch klar bleibt) in dieser abstraktion wirklich was erkennen kann, bleibt doch fraglich.
26.07.2008 15:44 Uhr
von maurice mour:
Sehr geehrte Öffentlichkeit und Staatsoberhäupter,
ich bin Trendmanager aus Hamburg(www.mour.at)und habe den damaligen Innensenator Herr Nagel einen Lösungsvorschlag was zu 80% effektiv sein würde vorgeschlagen, aber Teile wurden benuzt ohne mich zu involvieren.
Natürlich habe ich die Schlüsselstrategien für mich behalten, denn ich habe den Konzeptklau in Deutschland satt.
Ich behaupte immernoch dass ich einen Konzept habe, welches das Jugendproblem lösen würde, also meldet euch und in 6 Monaten garantiere ich den Rückgang der Probleme um min.30%
Falls es wirklich in Ihrem Interesse liegt diese Probleme zubekämfen, kontaktiert mich!!!
mfg
26.07.2008 12:38 Uhr
von Ihr NamA. Eichholtze:
Den Intensivtäter gibt niemand auf, der hat sich alleine aufgegeben. Wenn ich für die Hundertatusende Euros, die solche Fälle monatlich bundesweit kosten, verkommene Lehranstalten (wie in Berlin) saniere, Klassen verkleinere, dann habe ich ein besseres Ergebniss, als wenn ich den letzten Intensivtäter mit Mitte 20 den Hauptschulabschluß ermögliche, auf dass er dann bei Aldi Kisten stapelt. Wir brauchen Techniker, It-Fachkräfte, Maschinenbauer, die haben wir aber immer weniger, weil wir Potentiale verschenken, in den ersten Schuljahren, in vollgestopften Klassen, miesen Sozialangeboten, weil wir Geld bei der hoffnungslosen Integration einer bestimmten Bevölkerungsschicht verpulvern. Also, Herr Pfeifer, kommken sie mal wiedre vom Baum runter ins wirkliche Leben!
25.07.2008 23:52 Uhr
von Mondgot:
Bekannte aus Bayern haben ihren Sohn kurz vor dem Abitur nach Hessen umgesiedelt, war ja nur ein paar Kilometer weg, damit er dort ein 1,0 Abitur macht. In Bayern hätte er es nie geschaft. Die Abituransprüche in roten Bundesländern sind unter der Grasnarbe, so niedrig. Solch einfache Binsenweisheiten blendet Herr Pfeiffer aus, da seine Studien das Papier nicht wert sind.