Streit ums Betreuungsgeld: FDP und auch einzelne CDUler zweifeln am Nutzen einer Barleistung, zu wenig komme bei den Kindern an. Jetzt mischen sich auch noch die Grünen ein.von Simone Schmollak
@ F K "Ich würde beispielsweise eine Art zentrales Lager vorschlagen, von welchem aus die Eltern dann Schulunterlagen etc. bestellen können in gebilligter Menge. Der Verwaltungsaufwand dürfte kaum höher sein als für das Markensystem und die öffentliche Bloßstellung entfiele."
Wie bitte ? Schulunterlagen für 12-36 Monate alte Kleinstkinder mit Windeln?
Hier sieht man genau wie ein subjektives Bild (das der beiden geschätzte 5 bis 6 Jährigen vor dem Schachspiel..... keine Kleinstkinder also!) Meinungen manipuliert.
Suggeriert soll das hohe Bildungsangebot der außerhäuslichen Erziehung. Wir erleben aber gerade eine Discouterisierung der nichthäuslichen Erziehung, eben durch die Arbeitsüberlastung der Erzieherinnen, verursacht gerade von den unter 3Jährigen. Hierunter leidet die "frühkindliche Bildung" in den Kindergärten am meisten.
Redet doch mit den betroffenen Eltern, Erziehern oder Kindern. In diesem Sommer steikten Erzieher wegen der immer inhumaner werdenden Arbeitsbedingungen in deutschen Kindergärten, insbesondere in denen, die Kleinstkinder (unter 3jährige) annehmen (mittlerweile auch annehmen müssen).
@der_markus
"Das Betreuungsgeld ("Herdprämie") ist doch nur für diejenigen gedacht, die keine Betreuungseinrichtung nutzen. Da diese aber insbesondere bildungsfernen Schichten zugute kommen (Kinder von gebildeten Eltern erhalten auch zu Hause Bildung) ist Barauszahlung tatsächlich heikel: So bleibt das Migrantenkind lieber bei der Oma (im Clan) und lernt nicht deutsch; die Familie nimmt das Geld dankend an."
Äh, Kinder von gebildeten Kindern erhalten von zu Hause Bildung ? Also müssen sie nicht in die Krippe und bildungsferne geben ihre Kinder nicht in die Krippe und versaufen dafür das Geld oder Oma redet mit ihnen ausländisch?
Wozu dann überhaupt ein staatlich geförderter Krippenaufbau ?
Das Betreuungsgeld wurde mit dem Argument eingeführt, dass Mütter und Väter, die sich für die häusliche Pflege der unter 3 Jährigen entscheiden, gegenüber den Müttern und Vätern die staatlichsubventionierte Krippenplätze in Anspruch nehmen, nicht diskriminiert werden dürfen. Im Zuge der Einführung des Elterngeldes wurde das Bundeserziehungsgeld und in einigen Ländern das Landeserziehungeld für finanziellschwache Familien gestrichen. Es fand also eine Umverteilung des Geldes von unten nach oben statt!
Das Betreungsgeld sollte eine Honorierung der Betreuungsleistung der Mutter, des Vaters oder der Oma .... sein. Also ist es unsinnig darüber zu streiten ob es dem Kind zugute kommt oder nicht. Kein Arbeitgeber fragt seinen Angestellten wofür er seinen Lohn ausgibt.
Dies alles ist Propaganda im sozialdarwinistisch-rassistischen Stil, Gutscheine passen wunderbar dazu. Warum nicht gleich ein rotes A anheften, um Sozialsschwache weiter zu demütigen.
Ich bin schon der Meinung, dass über den Sinn oder Unsinn des Betreuungsgeldes gestritten werden darf, aber bei den derzeitig geltenden Betreuungsstandarts für unter 3Jährigen, werden gerade gebildete Frauen ihre Kinder lieber von Tagesmüttern erziehen lassen oder "Wohl ? oder Übel?" drei Jahre zu Hause bleiben. Die anderen können es sich es ja eh nicht leisten, auch nicht mit 150 Euro Betreuungsgeld.
11.02.2011 18:03 Uhr
von Nordwind:
Tja, das verrät doch einiges über das Weltbild der Neoliberalen. Da fordern sie Gutscheine und kaum sind sie um die Ecke faseln sie von Freiheit.
11.02.2011 18:03 Uhr
von Michel Kangro:
Ich halte das Gutscheinmodell für fragwürdig, vor allem, wenn das dann Bildungsgutscheine sein sollen. Was sollen die denn damit kaufen? Für 150€ im Monat Bücher, Hefte und Stifte? Oder direkt die Nachhilfe?
Und warum käme der Kauf von Dingen, die nicht direkt mit Bildung zu tun haben, nicht den Kindern zu Gute? Ich denke da an Lebensmittel, Kleidung, Spielsachen etc.
11.02.2011 18:03 Uhr
von der_markus:
Das Betreuungsgeld ("Herdprämie") ist doch nur für diejenigen gedacht, die keine Betreuungseinrichtung nutzen. Da diese aber insbesondere bildungsfernen Schichten zugute kommen (Kinder von gebildeten Eltern erhalten auch zu Hause Bildung) ist Barauszahlung tatsächlich heikel: So bleibt das Migrantenkind lieber bei der Oma (im Clan) und lernt nicht deutsch; die Familie nimmt das Geld dankend an.
Also am besten weder Gutscheine noch Barauszahlung. Wer hat denn einen Gutschein/Geld bekommen, nur weil er kein Auto hatte, das er abwracken konnte...
11.02.2011 18:03 Uhr
von Juergen K.:
Recht haben sie , die CDU und die FDP und auch die SPD:
Nur die Beschreibung der Situation ist falsch! Richtig heisst es:
Na klar kaufen die sich erst mal was zu fressen, wenn ein paar Mücken da sind.
11.02.2011 18:03 Uhr
von Politaktivist:
großes LOL: Die Liberalen befürchten, dass das Geld nicht zum Wohl der Kinder eingesetzt wird, und fordern ein Gutscheinsystem [...]
Dass so eine Partei sich als liberal bezeichnet, ist blanker Hohn. WDP träfe es da schon besser: Wirtschaftsliberale deutsche Partei...
11.02.2011 18:03 Uhr
von Volker Rockel:
Der Streit ist relativ überflüssig...
Es darf vermutet werden, dass spätestens beim Bundesverfassungsgericht Schluss gewesen wäre mit dem Gutschein-Modell!?
Denn nicht alles was Politik glaubt regeln zu können, ist dann auch noch verfassungskonform.
11.02.2011 18:03 Uhr
von Roland Klose, Unter der Suntelt 5, 57392 Bad Fredeburg/Hochsauerland:
Betreuungsgeld in Gutscheinen auszahlen? Trauen die Politiker den Eltern keine Eigenverantwortung mehr zu, obwohl dies die Politik immer von den Menschen einfordert? Wir zahlen doch auch nicht unseren Abgeordneten die Diäten in Gutscheinen aus, obwohl wir Ihnen schon lange nicht mehr trauen!
26.11.2009 17:12 Uhr
von Momo:
@ F K "Ich würde beispielsweise eine Art zentrales Lager vorschlagen, von welchem aus die Eltern dann Schulunterlagen etc. bestellen können in gebilligter Menge. Der Verwaltungsaufwand dürfte kaum höher sein als für das Markensystem und die öffentliche Bloßstellung entfiele."
Wie bitte ? Schulunterlagen für 12-36 Monate alte Kleinstkinder mit Windeln?
Hier sieht man genau wie ein subjektives Bild (das der beiden geschätzte 5 bis 6 Jährigen vor dem Schachspiel..... keine Kleinstkinder also!) Meinungen manipuliert.
Suggeriert soll das hohe Bildungsangebot der außerhäuslichen Erziehung. Wir erleben aber gerade eine Discouterisierung der nichthäuslichen Erziehung, eben durch die Arbeitsüberlastung der Erzieherinnen, verursacht gerade von den unter 3Jährigen. Hierunter leidet die "frühkindliche Bildung" in den Kindergärten am meisten.
Redet doch mit den betroffenen Eltern, Erziehern oder Kindern. In diesem Sommer steikten Erzieher wegen der immer inhumaner werdenden Arbeitsbedingungen in deutschen Kindergärten, insbesondere in denen, die Kleinstkinder (unter 3jährige) annehmen (mittlerweile auch annehmen müssen).
@der_markus
"Das Betreuungsgeld ("Herdprämie") ist doch nur für diejenigen gedacht, die keine Betreuungseinrichtung nutzen. Da diese aber insbesondere bildungsfernen Schichten zugute kommen (Kinder von gebildeten Eltern erhalten auch zu Hause Bildung) ist Barauszahlung tatsächlich heikel: So bleibt das Migrantenkind lieber bei der Oma (im Clan) und lernt nicht deutsch; die Familie nimmt das Geld dankend an."
Äh, Kinder von gebildeten Kindern erhalten von zu Hause Bildung ? Also müssen sie nicht in die Krippe und bildungsferne geben ihre Kinder nicht in die Krippe und versaufen dafür das Geld oder Oma redet mit ihnen ausländisch?
Wozu dann überhaupt ein staatlich geförderter Krippenaufbau ?
Das Betreuungsgeld wurde mit dem Argument eingeführt, dass Mütter und Väter, die sich für die häusliche Pflege der unter 3 Jährigen entscheiden, gegenüber den Müttern und Vätern die staatlichsubventionierte Krippenplätze in Anspruch nehmen, nicht diskriminiert werden dürfen. Im Zuge der Einführung des Elterngeldes wurde das Bundeserziehungsgeld und in einigen Ländern das Landeserziehungeld für finanziellschwache Familien gestrichen. Es fand also eine Umverteilung des Geldes von unten nach oben statt!
Das Betreungsgeld sollte eine Honorierung der Betreuungsleistung der Mutter, des Vaters oder der Oma .... sein. Also ist es unsinnig darüber zu streiten ob es dem Kind zugute kommt oder nicht. Kein Arbeitgeber fragt seinen Angestellten wofür er seinen Lohn ausgibt.
Dies alles ist Propaganda im sozialdarwinistisch-rassistischen Stil, Gutscheine passen wunderbar dazu. Warum nicht gleich ein rotes A anheften, um Sozialsschwache weiter zu demütigen.
Ich bin schon der Meinung, dass über den Sinn oder Unsinn des Betreuungsgeldes gestritten werden darf, aber bei den derzeitig geltenden Betreuungsstandarts für unter 3Jährigen, werden gerade gebildete Frauen ihre Kinder lieber von Tagesmüttern erziehen lassen oder "Wohl ? oder Übel?" drei Jahre zu Hause bleiben. Die anderen können es sich es ja eh nicht leisten, auch nicht mit 150 Euro Betreuungsgeld.
25.11.2009 21:56 Uhr
von Nordwind:
Tja, das verrät doch einiges über das Weltbild der Neoliberalen. Da fordern sie Gutscheine und kaum sind sie um die Ecke faseln sie von Freiheit.
25.11.2009 07:54 Uhr
von Michel Kangro:
Ich halte das Gutscheinmodell für fragwürdig, vor allem, wenn das dann Bildungsgutscheine sein sollen. Was sollen die denn damit kaufen? Für 150€ im Monat Bücher, Hefte und Stifte? Oder direkt die Nachhilfe?
Und warum käme der Kauf von Dingen, die nicht direkt mit Bildung zu tun haben, nicht den Kindern zu Gute? Ich denke da an Lebensmittel, Kleidung, Spielsachen etc.
24.11.2009 22:05 Uhr
von der_markus:
Das Betreuungsgeld ("Herdprämie") ist doch nur für diejenigen gedacht, die keine Betreuungseinrichtung nutzen. Da diese aber insbesondere bildungsfernen Schichten zugute kommen (Kinder von gebildeten Eltern erhalten auch zu Hause Bildung) ist Barauszahlung tatsächlich heikel: So bleibt das Migrantenkind lieber bei der Oma (im Clan) und lernt nicht deutsch; die Familie nimmt das Geld dankend an.
Also am besten weder Gutscheine noch Barauszahlung. Wer hat denn einen Gutschein/Geld bekommen, nur weil er kein Auto hatte, das er abwracken konnte...
24.11.2009 17:00 Uhr
von Juergen K.:
Recht haben sie , die CDU und die FDP und auch die SPD:
Nur die Beschreibung der Situation ist falsch! Richtig heisst es:
Na klar kaufen die sich erst mal was zu fressen, wenn ein paar Mücken da sind.
24.11.2009 13:58 Uhr
von Politaktivist:
großes LOL: Die Liberalen befürchten, dass das Geld nicht zum Wohl der Kinder eingesetzt wird, und fordern ein Gutscheinsystem [...]
Dass so eine Partei sich als liberal bezeichnet, ist blanker Hohn. WDP träfe es da schon besser: Wirtschaftsliberale deutsche Partei...
24.11.2009 12:48 Uhr
von F K:
Prinzipiell ist die Zahlung der Diäten in FOrm von Gutscheinen eine tolle Idee :-)
Bzgl. der eigentlichen Debatte denke ich, daß eine alternative Form der Auszahlung durchaus sinnvoll ist. Ob man damit den Eltern ein Mißtrauensvotum ausspricht, sei einmal dahin gestellt. Fest steht, daß die Unterstellung der Veruntreuung von Geld gegenüber den Kindern zumindest für einen Teil der Eltern als berechtigt angesehen werden muß. Und allein um dieser Kinder willen sollte eine Art Gutscheinsystem eingeführt werden. Es kam von Seiten der Presse auch das Argument auf, daß es für Eltern eine Schmach sei, im Geschäft mit einem "Bezugsschein" zu zahlen. Diesen Einwand halte ich durchaus für berechtigt, werden doch Hatz IV-Empfänger in der Gesellschaft häufig kritisch beäugt. Ich würde beispielsweise eine Art zentrales Lager vorschlagen, von welchem aus die Eltern dann Schulunterlagen etc. bestellen können in gebilligter Menge. Der Verwaltungsaufwand dürfte kaum höher sein als für das Markensystem und die öffentliche Bloßstellung entfiele.
24.11.2009 12:43 Uhr
von Volker Rockel:
Der Streit ist relativ überflüssig...
Es darf vermutet werden, dass spätestens beim Bundesverfassungsgericht Schluss gewesen wäre mit dem Gutschein-Modell!?
Denn nicht alles was Politik glaubt regeln zu können, ist dann auch noch verfassungskonform.
24.11.2009 12:10 Uhr
von Roland Klose, Unter der Suntelt 5, 57392 Bad Fredeburg/Hochsauerland:
Betreuungsgeld in Gutscheinen auszahlen? Trauen die Politiker den Eltern keine Eigenverantwortung mehr zu, obwohl dies die Politik immer von den Menschen einfordert? Wir zahlen doch auch nicht unseren Abgeordneten die Diäten in Gutscheinen aus, obwohl wir Ihnen schon lange nicht mehr trauen!
Leserkommentare
11.02.2011 18:03 Uhr
von Momo:
@ F K
"Ich würde beispielsweise eine Art zentrales Lager vorschlagen, von welchem aus die Eltern dann Schulunterlagen etc. bestellen können in gebilligter Menge. Der Verwaltungsaufwand dürfte kaum höher sein als für das Markensystem und die öffentliche Bloßstellung entfiele."
Wie bitte ?
Schulunterlagen für 12-36 Monate alte Kleinstkinder mit Windeln?
Hier sieht man genau wie ein subjektives Bild (das der beiden geschätzte 5 bis 6 Jährigen vor dem Schachspiel..... keine Kleinstkinder also!) Meinungen manipuliert.
Suggeriert soll das hohe Bildungsangebot der außerhäuslichen Erziehung.
Wir erleben aber gerade eine Discouterisierung der nichthäuslichen Erziehung, eben durch die Arbeitsüberlastung der Erzieherinnen, verursacht gerade von den unter 3Jährigen. Hierunter leidet die "frühkindliche Bildung" in den Kindergärten am meisten.
Redet doch mit den betroffenen Eltern, Erziehern oder Kindern. In diesem Sommer steikten Erzieher wegen der immer inhumaner werdenden Arbeitsbedingungen in deutschen Kindergärten, insbesondere in denen, die Kleinstkinder (unter 3jährige) annehmen (mittlerweile auch annehmen müssen).
@der_markus
"Das Betreuungsgeld ("Herdprämie") ist doch nur für diejenigen gedacht, die keine Betreuungseinrichtung nutzen. Da diese aber insbesondere bildungsfernen Schichten zugute kommen (Kinder von gebildeten Eltern erhalten auch zu Hause Bildung) ist Barauszahlung tatsächlich heikel: So bleibt das Migrantenkind lieber bei der Oma (im Clan) und lernt nicht deutsch; die Familie nimmt das Geld dankend an."
Äh, Kinder von gebildeten Kindern erhalten von zu Hause Bildung ? Also müssen sie nicht in die Krippe und bildungsferne geben ihre Kinder nicht in die Krippe und versaufen dafür das Geld oder Oma redet mit ihnen ausländisch?
Wozu dann überhaupt ein staatlich geförderter Krippenaufbau ?
Das Betreuungsgeld wurde mit dem Argument eingeführt, dass Mütter und Väter, die sich für die häusliche Pflege der unter 3 Jährigen entscheiden, gegenüber den Müttern und Vätern die staatlichsubventionierte Krippenplätze in Anspruch nehmen, nicht diskriminiert werden dürfen.
Im Zuge der Einführung des Elterngeldes wurde das Bundeserziehungsgeld und in einigen Ländern das Landeserziehungeld für finanziellschwache Familien gestrichen. Es fand also eine Umverteilung des Geldes von unten nach oben statt!
Das Betreungsgeld sollte eine Honorierung der Betreuungsleistung der Mutter, des Vaters oder der Oma .... sein. Also ist es unsinnig darüber zu streiten ob es dem Kind zugute kommt oder nicht.
Kein Arbeitgeber fragt seinen Angestellten wofür er seinen Lohn ausgibt.
Dies alles ist Propaganda im sozialdarwinistisch-rassistischen Stil, Gutscheine passen wunderbar dazu. Warum nicht gleich ein rotes A anheften, um Sozialsschwache weiter zu demütigen.
Ich bin schon der Meinung, dass über den Sinn oder Unsinn des Betreuungsgeldes gestritten werden darf, aber bei den derzeitig geltenden Betreuungsstandarts für unter 3Jährigen, werden gerade gebildete Frauen ihre Kinder lieber von Tagesmüttern erziehen lassen oder "Wohl ? oder Übel?" drei Jahre zu Hause bleiben. Die anderen können es sich es ja eh nicht leisten, auch nicht mit 150 Euro Betreuungsgeld.
11.02.2011 18:03 Uhr
von Nordwind:
Tja, das verrät doch einiges über das Weltbild der Neoliberalen. Da fordern sie Gutscheine und kaum sind sie um die Ecke faseln sie von Freiheit.
11.02.2011 18:03 Uhr
von Michel Kangro:
Ich halte das Gutscheinmodell für fragwürdig, vor allem, wenn das dann Bildungsgutscheine sein sollen. Was sollen die denn damit kaufen? Für 150€ im Monat Bücher, Hefte und Stifte? Oder direkt die Nachhilfe?
Und warum käme der Kauf von Dingen, die nicht direkt mit Bildung zu tun haben, nicht den Kindern zu Gute? Ich denke da an Lebensmittel, Kleidung, Spielsachen etc.
11.02.2011 18:03 Uhr
von der_markus:
Das Betreuungsgeld ("Herdprämie") ist doch nur für diejenigen gedacht, die keine Betreuungseinrichtung nutzen. Da diese aber insbesondere bildungsfernen Schichten zugute kommen (Kinder von gebildeten Eltern erhalten auch zu Hause Bildung) ist Barauszahlung tatsächlich heikel: So bleibt das Migrantenkind lieber bei der Oma (im Clan) und lernt nicht deutsch; die Familie nimmt das Geld dankend an.
Also am besten weder Gutscheine noch Barauszahlung. Wer hat denn einen Gutschein/Geld bekommen, nur weil er kein Auto hatte, das er abwracken konnte...
11.02.2011 18:03 Uhr
von Juergen K.:
Recht haben sie , die CDU und die FDP und auch die SPD:
Nur die Beschreibung der Situation ist falsch!
Richtig heisst es:
Na klar kaufen die sich erst mal was zu fressen, wenn ein paar Mücken da sind.
11.02.2011 18:03 Uhr
von Politaktivist:
großes LOL: Die Liberalen befürchten, dass das Geld nicht zum Wohl der Kinder eingesetzt wird, und fordern ein Gutscheinsystem [...]
Dass so eine Partei sich als liberal bezeichnet, ist blanker Hohn. WDP träfe es da schon besser: Wirtschaftsliberale deutsche Partei...
11.02.2011 18:03 Uhr
von Volker Rockel:
Der Streit ist relativ überflüssig...
Es darf vermutet werden, dass spätestens beim Bundesverfassungsgericht Schluss gewesen wäre mit dem Gutschein-Modell!?
Denn nicht alles was Politik glaubt regeln zu können, ist dann auch noch verfassungskonform.
11.02.2011 18:03 Uhr
von Roland Klose, Unter der Suntelt 5, 57392 Bad Fredeburg/Hochsauerland:
Betreuungsgeld in Gutscheinen auszahlen? Trauen die Politiker den Eltern keine Eigenverantwortung mehr zu, obwohl dies die Politik immer von den Menschen einfordert? Wir zahlen doch auch nicht unseren Abgeordneten die Diäten in Gutscheinen aus, obwohl wir Ihnen schon lange nicht mehr trauen!
26.11.2009 17:12 Uhr
von Momo:
@ F K
"Ich würde beispielsweise eine Art zentrales Lager vorschlagen, von welchem aus die Eltern dann Schulunterlagen etc. bestellen können in gebilligter Menge. Der Verwaltungsaufwand dürfte kaum höher sein als für das Markensystem und die öffentliche Bloßstellung entfiele."
Wie bitte ?
Schulunterlagen für 12-36 Monate alte Kleinstkinder mit Windeln?
Hier sieht man genau wie ein subjektives Bild (das der beiden geschätzte 5 bis 6 Jährigen vor dem Schachspiel..... keine Kleinstkinder also!) Meinungen manipuliert.
Suggeriert soll das hohe Bildungsangebot der außerhäuslichen Erziehung.
Wir erleben aber gerade eine Discouterisierung der nichthäuslichen Erziehung, eben durch die Arbeitsüberlastung der Erzieherinnen, verursacht gerade von den unter 3Jährigen. Hierunter leidet die "frühkindliche Bildung" in den Kindergärten am meisten.
Redet doch mit den betroffenen Eltern, Erziehern oder Kindern. In diesem Sommer steikten Erzieher wegen der immer inhumaner werdenden Arbeitsbedingungen in deutschen Kindergärten, insbesondere in denen, die Kleinstkinder (unter 3jährige) annehmen (mittlerweile auch annehmen müssen).
@der_markus
"Das Betreuungsgeld ("Herdprämie") ist doch nur für diejenigen gedacht, die keine Betreuungseinrichtung nutzen. Da diese aber insbesondere bildungsfernen Schichten zugute kommen (Kinder von gebildeten Eltern erhalten auch zu Hause Bildung) ist Barauszahlung tatsächlich heikel: So bleibt das Migrantenkind lieber bei der Oma (im Clan) und lernt nicht deutsch; die Familie nimmt das Geld dankend an."
Äh, Kinder von gebildeten Kindern erhalten von zu Hause Bildung ? Also müssen sie nicht in die Krippe und bildungsferne geben ihre Kinder nicht in die Krippe und versaufen dafür das Geld oder Oma redet mit ihnen ausländisch?
Wozu dann überhaupt ein staatlich geförderter Krippenaufbau ?
Das Betreuungsgeld wurde mit dem Argument eingeführt, dass Mütter und Väter, die sich für die häusliche Pflege der unter 3 Jährigen entscheiden, gegenüber den Müttern und Vätern die staatlichsubventionierte Krippenplätze in Anspruch nehmen, nicht diskriminiert werden dürfen.
Im Zuge der Einführung des Elterngeldes wurde das Bundeserziehungsgeld und in einigen Ländern das Landeserziehungeld für finanziellschwache Familien gestrichen. Es fand also eine Umverteilung des Geldes von unten nach oben statt!
Das Betreungsgeld sollte eine Honorierung der Betreuungsleistung der Mutter, des Vaters oder der Oma .... sein. Also ist es unsinnig darüber zu streiten ob es dem Kind zugute kommt oder nicht.
Kein Arbeitgeber fragt seinen Angestellten wofür er seinen Lohn ausgibt.
Dies alles ist Propaganda im sozialdarwinistisch-rassistischen Stil, Gutscheine passen wunderbar dazu. Warum nicht gleich ein rotes A anheften, um Sozialsschwache weiter zu demütigen.
Ich bin schon der Meinung, dass über den Sinn oder Unsinn des Betreuungsgeldes gestritten werden darf, aber bei den derzeitig geltenden Betreuungsstandarts für unter 3Jährigen, werden gerade gebildete Frauen ihre Kinder lieber von Tagesmüttern erziehen lassen oder "Wohl ? oder Übel?" drei Jahre zu Hause bleiben. Die anderen können es sich es ja eh nicht leisten, auch nicht mit 150 Euro Betreuungsgeld.
25.11.2009 21:56 Uhr
von Nordwind:
Tja, das verrät doch einiges über das Weltbild der Neoliberalen. Da fordern sie Gutscheine und kaum sind sie um die Ecke faseln sie von Freiheit.
25.11.2009 07:54 Uhr
von Michel Kangro:
Ich halte das Gutscheinmodell für fragwürdig, vor allem, wenn das dann Bildungsgutscheine sein sollen. Was sollen die denn damit kaufen? Für 150€ im Monat Bücher, Hefte und Stifte? Oder direkt die Nachhilfe?
Und warum käme der Kauf von Dingen, die nicht direkt mit Bildung zu tun haben, nicht den Kindern zu Gute? Ich denke da an Lebensmittel, Kleidung, Spielsachen etc.
24.11.2009 22:05 Uhr
von der_markus:
Das Betreuungsgeld ("Herdprämie") ist doch nur für diejenigen gedacht, die keine Betreuungseinrichtung nutzen. Da diese aber insbesondere bildungsfernen Schichten zugute kommen (Kinder von gebildeten Eltern erhalten auch zu Hause Bildung) ist Barauszahlung tatsächlich heikel: So bleibt das Migrantenkind lieber bei der Oma (im Clan) und lernt nicht deutsch; die Familie nimmt das Geld dankend an.
Also am besten weder Gutscheine noch Barauszahlung. Wer hat denn einen Gutschein/Geld bekommen, nur weil er kein Auto hatte, das er abwracken konnte...
24.11.2009 17:00 Uhr
von Juergen K.:
Recht haben sie , die CDU und die FDP und auch die SPD:
Nur die Beschreibung der Situation ist falsch!
Richtig heisst es:
Na klar kaufen die sich erst mal was zu fressen, wenn ein paar Mücken da sind.
24.11.2009 13:58 Uhr
von Politaktivist:
großes LOL: Die Liberalen befürchten, dass das Geld nicht zum Wohl der Kinder eingesetzt wird, und fordern ein Gutscheinsystem [...]
Dass so eine Partei sich als liberal bezeichnet, ist blanker Hohn. WDP träfe es da schon besser: Wirtschaftsliberale deutsche Partei...
24.11.2009 12:48 Uhr
von F K:
Prinzipiell ist die Zahlung der Diäten in FOrm von Gutscheinen eine tolle Idee :-)
Bzgl. der eigentlichen Debatte denke ich, daß eine alternative Form der Auszahlung durchaus sinnvoll ist. Ob man damit den Eltern ein Mißtrauensvotum ausspricht, sei einmal dahin gestellt. Fest steht, daß die Unterstellung der Veruntreuung von Geld gegenüber den Kindern zumindest für einen Teil der Eltern als berechtigt angesehen werden muß.
Und allein um dieser Kinder willen sollte eine Art Gutscheinsystem eingeführt werden. Es kam von Seiten der Presse auch das Argument auf, daß es für Eltern eine Schmach sei, im Geschäft mit einem "Bezugsschein" zu zahlen. Diesen Einwand halte ich durchaus für berechtigt, werden doch Hatz IV-Empfänger in der Gesellschaft häufig kritisch beäugt. Ich würde beispielsweise eine Art zentrales Lager vorschlagen, von welchem aus die Eltern dann Schulunterlagen etc. bestellen können in gebilligter Menge. Der Verwaltungsaufwand dürfte kaum höher sein als für das Markensystem und die öffentliche Bloßstellung entfiele.
24.11.2009 12:43 Uhr
von Volker Rockel:
Der Streit ist relativ überflüssig...
Es darf vermutet werden, dass spätestens beim Bundesverfassungsgericht Schluss gewesen wäre mit dem Gutschein-Modell!?
Denn nicht alles was Politik glaubt regeln zu können, ist dann auch noch verfassungskonform.
24.11.2009 12:10 Uhr
von Roland Klose, Unter der Suntelt 5, 57392 Bad Fredeburg/Hochsauerland:
Betreuungsgeld in Gutscheinen auszahlen? Trauen die Politiker den Eltern keine Eigenverantwortung mehr zu, obwohl dies die Politik immer von den Menschen einfordert? Wir zahlen doch auch nicht unseren Abgeordneten die Diäten in Gutscheinen aus, obwohl wir Ihnen schon lange nicht mehr trauen!