Kosovo-Kriegsverbrechen
Freispruch für Serbiens Ex-Präsidenten
Das UN-Tribunal sieht die Vorwürfe gegen Milan Milutinovic wegen Kriegsverbrechen im Kosovo als nicht erwiesen an. Fünf Mitangeklagte erhalten Haftstrafen bis zu 22 Jahren.von Erich Rathfelder
Leserkommentare
01.03.2009 22:49 Uhr
von Angela Brederecke:
Jetzt habe ich doch glatt Milosevic´mit Milutinovic´verwechselt. Aber der hat wenigstens noch was davon.
Wer oder was sollen eigentlich "StalinistInnen" sein?
Was den Genossen Ceaucescu betrifft, so ist ja offensichtlich, dass die Faschisten, die Ihn feige ermordet haben, von den imperialistischen Staaten aufgehetzt und organisiert wurden.
01.03.2009 19:11 Uhr
von Dirk Gober:
Nur mal langsam, Herr Bergheim, auch als CSU-Mitglied muß ich mich nicht nur einmal fragen, wie groß denn der Zufall sein mußte, daß Milosevic "starb", als klar wurde, daß die Staatsanwaltschaft in Haag auf verlorenem Posten stand. Sehr still war die Berichterstattung über seinen Prozess - wie marktschreierisch wäre sie dagegen gewesen, hätte es juristisch verwertbare Beweise gegeben. Man muß weder Stalinist, noch Serbe, noch irgend etwas anderes sein, um feststellen zu müssen, daß Milosevic sterben mußte, um zu vermeiden, daß der völrerrechtswidrige Angriff der NATO auf Jugoslawien eine andere Art von juristischen Konsequenzen nach sich zieht, nämlich Anklagen gegen die Verantwortlichen in der NATO.
Wenn Sie nun weiterhin auf den Lügen von Scharping, Blair, Albright und Co. bestehen wollen, mag das ja Ihre Sache sein, aber Andersdenkende zu beschimpfen, so wie Sie es tun, outet Sie selbst als Stalinisten oder Hitleristen.
Ganz abgesehen davon, daß man sich schämen muß, sich eingestehen zu müssen, daß die NATO damals zum Handlanger (Rent-A-Luftwaffe) einer Bande von Drogenhändlern, Menschehändlern, Erpressern etc. wurde, die heute das Kosovo fest im Würgegriff halten, und die Bevölkerung des Kosovo einer Lage aussetzen, die nicht besser ist, als zu Zeiten der Zugehörigkeit zu Serbien.
Weiterhin würde es mich interessieren, wann endlich Postillen wie taz, Spiegel, Südeutsche u.s.w. endlich mal die eigene Vergangenheit aufarbeiten werden und sich der Tatsache stellen, daß sie vor kaum 10 Jahren zum Lager der Kriegstreiber und -hetzer gehörten. So, wie man es im unseligen Jahr 1968 von der eigenen Elterngeneration verlangte!
27.02.2009 15:49 Uhr
von Lutz Bergheim:
Kluger Kommentar! Ich wusste gar nicht, dass StalinistInnen taz lesen. Wir sollten jetzt endlich auch die gemeinen Morde an Ceauşescu und Pol Pot untersuchen. Am Tod dieser großen Staatsmänner sind bestimmt auch die imperialistischen Staaten Schuld.
26.02.2009 17:18 Uhr
von Angela Brederecke:
Endlich!
Hoffentlich werden jetzt auch seine mysteriösen Todesumstände untersucht.
Auch sollten die Verantwortlichen für diesen Krieg in den Imperialistischen Staaten endlich für ihre Verbrechen zur Verantwortung gezogen werden!