Milliardengewinn trotz Krise: Der scheidende Chef des Energieriesen gibt nur vage Prognosen. Dafür hat er Visionen - und harte politische Forderungen.von Stephan Kosch
Was ist den noch moderater als har keine Kontrolle durch den Regulierer?
Doch nur Steuersubventionen obendrauf !
11.03.2010 13:49 Uhr
von Harri:
Es scheint in der Wirtschaftsredaktion der Taz wie auch in der Öffentlichkeit noch nicht angekommen zu sein, dass das "Smart Grid", also die Möglichkeit der Fernsteuerung dezentraler Energieerzeugungsanlagen, die Schlüsselentscheidung für die dezentrale und ökologische Stromerzeugung der Zukunft sein wird.
Die Steuerung der Netze ist natürlich notwendig. Wenn es anteilig viel dezentral erzeugte Energie gibt, muss auch die aus technischen Gründen geregelt werden.
Mit dem Smart Grid wird aber automatisch die Abnahmeverpflichtung für Energie aus erneuerbaren Quellen gekippt, und damit ist jede Amortisationsrechnung der Betreiber hinfällig.
Dabei ist die Frage: Wer entscheidet nach welchen Kriterien, ob ein dezentrales Kraftwerk liefern darf oder zeitweise abgeschaltet wird?
Wenn es nach Eon geht, entscheidet Eon. Kriterium ist dabei sicher die Auslastung der eigenen Kraftwerke und die Belastung der Netze mit selbst erzeugter Energie.
Was sind die Alternativen? Die Netze, mindestens aber die neue Steuerung des Smart Grid in öffentliche Hand legen, wie in Dänemark.
Und natürlich Erzeugergenossenschaften, die die Erzeugung und den Verkauf der Energie gemeinschaftlich steuern. Das macht aber nur Sinn, wenn die erzielbaren Preise die Gestehungskosten übersteigen, wie aktuell nur bei Kleinwasserkraft und Windkraft in Strom-Mangelzeiten.
Die politische Forderung muss der Vorrang dezentraler erneuerbarer Energien im Smart Grid sein, was technologisch kein Problem darstellt.
Ausblick: Es ist absehbar, dass die Zahl der Privathäuser und Firmen, die ihre Energie zu einem großen Teil selbst erzeugen, steigen wird. Dadurch sinkt die gesamte handelbare Strommenge, während das Netz immer mehr als Puffer genutzt wird. Damit wird die Energieverteilung und das Smart Grid selbst zur wichtigsten Ware werden, und genau darum geht es EON schon jetzt.
Leserkommentare
11.03.2010 18:23 Uhr
von Juergen K:
Was ist den noch moderater als har keine Kontrolle durch den Regulierer?
Doch nur Steuersubventionen obendrauf !
11.03.2010 13:49 Uhr
von Harri:
Es scheint in der Wirtschaftsredaktion der Taz wie auch in der Öffentlichkeit noch nicht angekommen zu sein, dass das "Smart Grid", also die Möglichkeit der Fernsteuerung dezentraler Energieerzeugungsanlagen, die Schlüsselentscheidung für die dezentrale und ökologische Stromerzeugung der Zukunft sein wird.
Die Steuerung der Netze ist natürlich notwendig. Wenn es anteilig viel dezentral erzeugte Energie gibt, muss auch die aus technischen Gründen geregelt werden.
Mit dem Smart Grid wird aber automatisch die Abnahmeverpflichtung für Energie aus erneuerbaren Quellen gekippt, und damit ist jede Amortisationsrechnung der Betreiber hinfällig.
Dabei ist die Frage: Wer entscheidet nach welchen Kriterien, ob ein dezentrales Kraftwerk liefern darf oder zeitweise abgeschaltet wird?
Wenn es nach Eon geht, entscheidet Eon. Kriterium ist dabei sicher die Auslastung der eigenen Kraftwerke und die Belastung der Netze mit selbst erzeugter Energie.
Was sind die Alternativen?
Die Netze, mindestens aber die neue Steuerung des Smart Grid in öffentliche Hand legen, wie in Dänemark.
Und natürlich Erzeugergenossenschaften, die die Erzeugung und den Verkauf der Energie gemeinschaftlich steuern. Das macht aber nur Sinn, wenn die erzielbaren Preise die Gestehungskosten übersteigen, wie aktuell nur bei Kleinwasserkraft und Windkraft in Strom-Mangelzeiten.
Die politische Forderung muss der Vorrang dezentraler erneuerbarer Energien im Smart Grid sein, was technologisch kein Problem darstellt.
Ausblick: Es ist absehbar, dass die Zahl der Privathäuser und Firmen, die ihre Energie zu einem großen Teil selbst erzeugen, steigen wird. Dadurch sinkt die gesamte handelbare Strommenge, während das Netz immer mehr als Puffer genutzt wird.
Damit wird die Energieverteilung und das Smart Grid selbst zur wichtigsten Ware werden, und genau darum geht es EON schon jetzt.