Pakistans Armee fasst nach eigenen Angaben wichtige Taliban-Führer, darunter einen hochrangigen Kommandeur und einen Sprecher im Swat-Tal. Auf beide war ein Kopfgeld ausgesetzt.

Geübt im Umgang mit der Presse: Der festgenommene Taliban-Sprecher Muslim Khan (links). Bild: dpa
PESHAWAR afp | Der pakistanischen Armee ist nach eigenen Angaben ein schwerer Schlag gegen die radikalislamischen Taliban im Swat-Tal gelungen. Unter mehreren Festgenommenen seien Taliban-Sprecher Mahmood Khan und mit Muslim Khan auch ein wichtiger Kommandeur der Region im Nordwesten des Landes, teilte die Armee am Freitag mit.
Auf die beiden führenden Taliban war ein Kopfgeld von jeweils zehn Millionen Rupien (etwa 87.000 Euro) ausgesetzt. Muslim Khan war auf der Liste der meistgesuchten Taliban einer der Führenden hinter der Nummer Eins, dem radikalislamischen Kleriker Maulana Fazlullah.
Daneben seien drei weitere "Terroristen-Führer" festgenommen worden, erklärte die Armee. Auf die Ergreifung Fazlullahs sind 50 Millionen Rupien ausgesetzt. Der etwa 50-jährige Mahmood Khan hatte nicht nur für Fazlullah gesprochen, sondern vertrat diesen auch bei Verhandlungen.
"Die Taliban nähern sich ihrem logischen Ende und die Verbliebenen sollten aufgeben, sonst setzt die Regierung ihren Einsatz bis zur Eliminierung des letzten Taliban fort", erklärte das Innenministerium anlässlich der Festnahmen. Nachdem Pakistan den Taliban bereits die Einführung der Scharia im Swat-Tal erlaubt hatte, begann die Armee im April dieses Jahres unter dem Druck der USA eine Großoffensive in der Region an der Grenze zu Afghanistan.
Die Taliban im Swat-Tal gehören zu der Gruppierung Tehreek-e-Taliban (TTP), die für fast 2100 Tote bei Anschlägen und anderen Gewalttaten in ganz Pakistan seit gut zwei Jahren verantwortlich gemacht werden. Ihr Anführer Baitullah Mehsud war kürzlich durch einen US-Drohnenangriff getötet worden.
Vor der Offensive der Armee waren insgesamt 1,9 Millionen Zivilisten aus dem Swat-Tal geflohen. In der vergangenen Woche teilten die Vereinten Nationen mit, 1,65 Millionen von ihnen seien mittlerweile in ihre Heimat zurückgekehrt. Das idyllisch gelegene Tal war einst ein beliebtes Feriengebiet in Pakistan.
Der Freispruch für einen Richter wird aufgehoben, der einen Angeklagten zur Einschüchterung in eine Gefängniszelle gesperrt hatte. Der Prozess wird nun wiederholt. von Christian Rath

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Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
11.09.2009 14:55 | Helen
Herzlichen Dank an die pakistanische Armee. An ihr kann sich die ISAF in Afghanistan ein Beispiel nehmen. ...