• 03.12.2009

Konferenz der Friedrich-Naumann-Stiftung

FDP macht's sich einfach

Gegen eine Konferenz der FDP-nahen Naumann-Stiftung mit industriegesponserten Referenten, die den Klimawandel bezweifeln, regt sich Protest – auch innerhalb der Partei.von T. Staud & N. Reimer

  • 16.02.2010 21:23 Uhr

    von _Flin_:

    War diese PR Veranstaltung der Öl- und Kohlelobby ein Zufall? Kaum 2 Monate später, folgendes Statement aus der FDP:
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/komplettes_versagen_europaeischer_klimapolitik/

    Zitat:
    "Der angebliche Konsens in der Wissenschaft zu den Ursachen klimatischer Veränderungen entpuppt sich mehr und mehr als Zitierkartell politisierter Wissenschaftler, dem es gelungen ist, die mediale Deutungshoheit über eine These zu erlangen."

    Soviel zur FDP-nahen Naumann-Stiftung. Die Öllobby hat halt immer noch die dicksten Taschen.

  • 08.12.2009 09:43 Uhr

    von europa:

    Hier noch einen Link von Greenpeace,
    der die Vorwürfe noch untermauert.


    http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/klima/FS-antikyoto-lobbyNEU2.pdf

    "Mit amerikanischen Mitteln gegen den Klimaschutz"

  • 07.12.2009 13:25 Uhr

    von Bibliothekar:

    Oh, da war ich aber auf einer bösen Veranstaltung. Hätte ich nur vorher in die TAZ geschaut. Aber Spaß beiseite, hätten die Schreiber des Artikels, von ihrem Recht gebrauch gemacht und die Veranstaltung selbst besucht, hätten sie sich selbst davon überzeugen können, Daß dort Niemand der Welt das unterstellte Böse antun wollte.
    So aber bedient man sich des gewohnten Beißreflexes und spricht von den sauren Trauben, die viel zu hoch hängen und für die Autoren nun auch hängen bleiben.
    Ich habe bisher nur wenige so spannende, informative und gehaltvolle Konferenzen besucht, wie die Veranstaltung am 4.12. in Berlin.
    Selbst die Demonstranten von Greenpeace hatten weniger verbissenheit als die Autoren.

  • 06.12.2009 10:24 Uhr

    von Sonja:

    erkens:

    >>>>>>"Früher war die TAZ mal die Stimme der Nonkonformisten. Jetzt wird jeder, der anderer Meinung als der so selbstsichere Mainstream ist, lächerlich gemacht. Aber wie war das doch mit dme Waldsterben in den achtzigern? Da waren auch alle Experten. Doch das Thema tauchte so schnell auf wie es wieder verschwand.Und ward nicht mehr gesehen."<<<<<<<<

    Lieber Erkens, ist es etwa nicht so, dass seit den achtziger Jahren in Punto Umweltschutz etliche Fortschritte gemacht wurden und das Bewusstsein für die Notwendigkeit umweltbewussten Handels gestiegen ist?

    Ja, einst war es "nonkonform" sich für Umweltschutz einzusetzen. Nur, weil es jetzt konform ist, sich für Umweltschutz einzusetzen, ist es jetzt also nicht mehr adäquat, sich damit zu identifizieren?

    Also langsam glaube ich wirklich, es gibt eine Menge Leute, die von Institutionen wie dieser Fritz-Naumann Stiftung bezahlt werden, um bei jeder Gelegenheit gegen die Theorie der Erdewärmung zu hetzen.

    Meine Frage ist: Was wird mit dieser Kritik angestrebt? Welchen Sinn macht es?

    Das Fazit kann doch nur lauten: Wenn es keine Erderwärmung gibt und keinen vom Menschen verursachten Klimawandel, fehlt auch der Anlass, sich Gedanken zu machen über Treibhausgase und Umweltverschmutzung. Also her mit der Devise: Ruhig weiter so!

    Nicht nur zur eigenen Bequemlichkeit, sondern auch im Dienste der betroffenen Großkonzerne, für die dieses Thema ein klares Gewinn-Hemmnis ist!

  • 05.12.2009 21:35 Uhr

    von Rotspoon:

    Alles auf dieser Erde, auch diese selbst, wandelt sich. Auch das Klima, ein ein Narr, der das leugnet.
    Nur Demagogen konnten die Bezeichnung Klimaleugner erfinden und denunzieren damit alle,die den menschengemachten Klimawandel anzweifeln oder gar für einen fake halten. Warum berteiligt sich daran ausgerechnet die taz?

    ***Anmerkung der Redaktion: Weil es eine wissenschaftliche gesicherte Erkenntnis ist, dass der Mensch das Klima verändert. Und damit die Lebensgrundlagen vieler gefährdet.

  • 05.12.2009 10:17 Uhr

    von MTK:

    @Erkens: Schade eigentlich. Dem Wald gehts nämlich immer noch besch...
    Zum Thema: Diskurs ist in der Wissenschaft äußerst wichtig. Dazu gehören aber auch unterschiedliche Meinungen. Wenn ich nur diejenigen einlade, die EINE Meinung vertreten, hat das mit wissenschaftlichem Diskurs wenig zu tun.

  • 04.12.2009 14:10 Uhr

    von Erkens:

    Früher war die TAZ mal die Stimme der Nonkonformisten. Jetzt wird jeder, der anderer Meinung als der so selbstsichere Mainstream ist, lächerlich gemacht. Aber wie war das doch mit dme Waldsterben in den achtzigern? Da waren auch alle Experten. Doch das Thema tauchte so schnell auf wie es wieder verschwand.Und ward nicht mehr gesehen.

  • 03.12.2009 20:33 Uhr

    von avelon:

    Die Naumann-Stiftung laedt ja auch Putschisten nach D ein.

    Friedliche Revolutionen in Mittel- und Suedamerika und die Wiederaneignung der Nationen eigener Rohstoffvorkommen sind ja der Finanzwelt nicht willkommen, wuerden ja auslaendischen Konzernen weniger schnellstmoegliche Gewinne einbringen.

    Und was das CO² angeht, so brauchen es die Gruenpflanzen, Straeucher und Baeume zum Ueberleben, solange sie auf diesem Planeten noch existieren.

  • 03.12.2009 18:51 Uhr

    von Boris Eichler:

    Auch die andere Seite zu Wort kommen lassen? So wie der Autor des Artikels, T.Staud, auf seiner "Wir Klimaretter"-Seite? Ein Glück: Während die Taschen der "Klimaleugner" vor Öl-Millionen überquellen, lehnen "Klimaretter" konsequent Zuwendungen aus der Industrie ab, die mit erneuerbaren Energien Geld verdient und staatliche Zuschüsse gleich sowieso. Immerhin hat Staud den Blockadeaufruf im Bezug auf die Konferenz von seiner Seite entfernt. Einsicht in die Notwendigkeit eines offenen Diskurses? Vielleicht wenigstens Respekt vor dem Recht auf Meinungsäußerung anderer, vor dem Recht auf Versammlungsfreiheit? Oder nur guter Rat eines Anwalts?

  • 03.12.2009 18:27 Uhr

    von Böhm:

    Die Wissenschaft muss das Recht haben auch sehr populäre Themen anzuzweifeln. Dieser kritisch-wissenschaftliche Dialog wurde in der Klimadiskussion jedoch leider sehr vernachlässigt. Es gibt nur eine Meinung: Die Klimakatastrophe. Wer an ihr zweifelt, ist beinahe schon ein Ketzer. Die Klimadebatte wird von den an den Klimauntergang Gläubigen mit beinahe religiösem Eifer geführt. Die Wissenschaft ist jedoch keine Religion und es gibt auch keinen Konsens in der Klimadebatte. Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit versucht eben diesen totgeschwiegenen Dialog wiederaufzunehmen und auch den kritischen Stimmen Gehör zu verschaffen. Ohne Zweifeln und Kritisieren wäre kein wissenschaftlicher Fortschritt möglich. Daher begrüße ich den mutigen Schritt der FNF sich diesem Thema zu widmen. Denn es ist ja nicht gerade eine Überraschung, dass Medien wie die TAZ auf diese Art reagieren würden. Es lebe die Freiheit der Wissenschaft.

  • 03.12.2009 17:04 Uhr

    von t-claudius:

    Bei jedem Artikel, bei dem es irgenwie um die Klimaveränderung auftauchen dauert es nicht lange bis einige Komentatorenauftauchen und laut "Verschwörung!" rufen, die Klimaveränderung sei erfunden und keineswegs wissenschaftlich bewiesen.
    Dieser Artikel zeigt endlich mal, wo die wahren Verschwörer sitzen und vor allem welche Interessen und Verflechtungen dahinter stecken.
    Es würde mich nicht wundern, wenn o.g. Kommentatoren zu den Leuten gehören, die von Firmen und Verbänden dafür bezahlt werden, in Foren und Kommentarspalten Einträge in deren Interesse zu schreiben...

  • 03.12.2009 16:48 Uhr

    von Theo:



    Na super, wenn einem eine Veranstaltung nicht gefällt, dann stört man sie einfach.

    Meine Meinung zur Tagung: Ist doch toll, dass es auch andere begründete Meinungen in der Klimaforschung gibt, jenseits des politisch und emotional aufgeheizten Mainstreams.

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