Nach dem rechtskräftigen Urteil gegen das Eon-Projekt soll nun ein neuer Bebauungsplan her. Grüne und Linkspartei warnten vor "nachträglicher Legalisierung eines Schwarzbaus".von Pascal Beucker
@thiorix, 46% Wirkungsgrad bedeutet, dass 54% der eingesetzten Energie verloren gehen. Mit zukünftiger CO2-Abscheidung wären es dann sogar 64% Verlust. Und da ist der Energieverbrauch der Kohlegewinnung und ihres Transportes von Südafrika nach Datteln noch nicht reingerechnet. Wenn man auf der Halde von Brambauer steht, kann man drei große Kohlekraftwerke mit einem Blick erfassen. Da drängt sich die Frage nach der Notwendigkeit auf.
20.03.2010 21:34 Uhr
von Johannes:
Strom ist zum Wirtschaftsgut geworden, es geht ums Geldverdienen! Das finanzielle Potential scheint dem Rwe-Konzern Einflussnahme auf die Politik zu ermöglichen (Ein Politiker im Aufsichtsrat enspricht einem Haushund: "Die Hand, die mich füttert, beiße ich nicht, und halte Böses von meinem Herrchen fern). Recht fügt sich dem Geld, und Parteienwirtschaft sorgt für den Rest!
19.03.2010 17:16 Uhr
von tricktrack:
90 Verstöße gegen geltendes Recht nennen Sie frei übersetzt rechtsstaatlich einwandfrei? Einige hundert Arbeitsplätze nach Fertigstellung? Wo und wie haben Sie die gezählt? Kohle als zukunftsorientierter Energieträger? Und apropos China: Kommt von da nicht auch ein Teil der Kohle her, um dieses Monster zu befeuern? Fließt das eigentlich in die Energiebilanz dieser Umweltsünde ein?
19.03.2010 12:23 Uhr
von Nikel:
Nachdem ich das Info-Center in Datteln besucht habe und von kompetenten Fachleuten Auskunft erhalten habe, stelle ich die Frage: Haben sich Gegner der Anlage auch hier informiert, oder geht es nur nach dem Motto - Wir sind dafür daß wir dagegen sind? Für mich nicht nachvollziehbar.
heni
18.03.2010 21:28 Uhr
von thiotrix:
Mutige Entscheidung des Dattelner Stadtrates!
Der Bau des Kraftwerks wurde nach rechtsstaatlichen Prinzipien beantragt und genehmigt. Wer also von einem „Schwarzbau“ spricht, demonstriert vor allem seine eigene Ahnungslosigkeit. Leider gibt es in unserem Land eine so unglaubliche Vielzahl von Gesetzten, Richtlinien Vorschriften und ähnliches, daß praktisch jedes größere Bauvorhaben mit Hilfe von juristischen Haarspaltereien gestoppt werden kann (einzige Ausnahme: die ebenso häßlichen wie ineffizienten Windmühlen, die sogar in Landschaftsschutzgebieten errichtet werden dürfen). Nur mit solchen juristischen Tricks und im Zusammenspiel mit inkompetenten Richtern konnte so ein Schwachsinnsurteil gefällt werden, daß 1600 Arbeitsplätze auf der Baustelle und einige hundert Dauerarbeitsplätze vernichtet. Selbst wenn der Kraftwerksbau irgendwann weitergeht, fallen in jedem Monat des Baustopps Millionenkosten an und ebenso fallen Millionen Euro Steueraufkommen aus den Gewinnen bzw. der Gewerbesteuer des Kraftwerkes aus. So fahrlässig gehen Politik und Justiz mit Geld um – kein Wunder, daß unser Land unter einem Schuldenberg von 1,7 Billionen Euro ächzt! Und wenn das Argument „Klimaschutz“ ins Spiel kommt, möchte ich am liebsten schreien vor Wut über so viel Dummheit: das Kraftwerk in Datteln hat einen Wirkungsgrad von ca. 46%, mehr als fast alle anderen Kohlekraftwerke in Europa und weltweit! Ob es ans Netz geht oder nicht oder in China fällt der berühmte Sack Reis um- der Effekt ist ungefähr der gleiche! Apropos China – im Jahre 2006 gingen dort alle 2,1 Tage ein neues Kohlekraftwerk mit 500 MW ans Netz, ans Netz, 2007 nur noch alle 2, 7 Tage und gegenwärtig jede Woche ein neues Kohlekraftwerk. Innerhalb der nächsten 20 Jahre wird China seine CO2-Emissionen von 5 Milliarden t CO2 (gegenwärtig größter CO2-Sünder der Welt!) noch einmal verdoppeln! PS. Sogar der DGB zeigt einen Hauch von wirtschaftspolitischem Sachverstand, wenn er darauf hinweist, daß „dieses Kraftwerk für NRW von großer industriepolitischer Bedeutung ist“. Toll, soviel Einsicht in Gewerkschafter-Hirnen – bitte mehr davon!
Leserkommentare
22.03.2010 12:38 Uhr
von Thomas:
@thiorix, 46% Wirkungsgrad bedeutet, dass 54% der eingesetzten Energie verloren gehen. Mit zukünftiger CO2-Abscheidung wären es dann sogar 64% Verlust. Und da ist der Energieverbrauch der Kohlegewinnung und ihres Transportes von Südafrika nach Datteln noch nicht reingerechnet.
Wenn man auf der Halde von Brambauer steht, kann man drei große Kohlekraftwerke mit einem Blick erfassen. Da drängt sich die Frage nach der Notwendigkeit auf.
20.03.2010 21:34 Uhr
von Johannes:
Strom ist zum Wirtschaftsgut geworden, es geht ums Geldverdienen! Das finanzielle Potential scheint dem Rwe-Konzern Einflussnahme auf die Politik zu ermöglichen (Ein Politiker im Aufsichtsrat enspricht einem Haushund: "Die Hand, die mich füttert, beiße ich nicht, und halte Böses von meinem Herrchen fern). Recht fügt sich dem Geld, und Parteienwirtschaft sorgt für den Rest!
19.03.2010 17:16 Uhr
von tricktrack:
90 Verstöße gegen geltendes Recht nennen Sie frei übersetzt rechtsstaatlich einwandfrei? Einige hundert Arbeitsplätze nach Fertigstellung? Wo und wie haben Sie die gezählt? Kohle als zukunftsorientierter Energieträger? Und apropos China: Kommt von da nicht auch ein Teil der Kohle her, um dieses Monster zu befeuern? Fließt das eigentlich in die Energiebilanz dieser Umweltsünde ein?
19.03.2010 12:23 Uhr
von Nikel:
Nachdem ich das Info-Center in Datteln besucht habe und von kompetenten Fachleuten Auskunft erhalten habe, stelle ich die Frage: Haben sich Gegner der Anlage auch hier informiert, oder geht es nur nach dem Motto - Wir sind dafür daß wir dagegen sind? Für mich nicht nachvollziehbar.
heni
18.03.2010 21:28 Uhr
von thiotrix:
Mutige Entscheidung des Dattelner Stadtrates!
Der Bau des Kraftwerks wurde nach rechtsstaatlichen Prinzipien beantragt und genehmigt. Wer also von einem „Schwarzbau“ spricht, demonstriert vor allem seine eigene Ahnungslosigkeit. Leider gibt es in unserem Land eine so unglaubliche Vielzahl von Gesetzten, Richtlinien Vorschriften und ähnliches, daß praktisch jedes größere Bauvorhaben mit Hilfe von juristischen Haarspaltereien gestoppt werden kann (einzige Ausnahme: die ebenso häßlichen wie ineffizienten Windmühlen, die sogar in Landschaftsschutzgebieten errichtet werden dürfen). Nur mit solchen juristischen Tricks und im Zusammenspiel mit inkompetenten Richtern konnte so ein Schwachsinnsurteil gefällt werden, daß 1600 Arbeitsplätze auf der Baustelle und einige hundert Dauerarbeitsplätze vernichtet. Selbst wenn der Kraftwerksbau irgendwann weitergeht, fallen in jedem Monat des Baustopps Millionenkosten an und ebenso fallen Millionen Euro Steueraufkommen aus den Gewinnen bzw. der Gewerbesteuer des Kraftwerkes aus. So fahrlässig gehen Politik und Justiz mit Geld um – kein Wunder, daß unser Land unter einem Schuldenberg von 1,7 Billionen Euro ächzt!
Und wenn das Argument „Klimaschutz“ ins Spiel kommt, möchte ich am liebsten schreien vor Wut über so viel Dummheit: das Kraftwerk in Datteln hat einen Wirkungsgrad von ca. 46%, mehr als fast alle anderen Kohlekraftwerke in Europa und weltweit! Ob es ans Netz geht oder nicht oder in China fällt der berühmte Sack Reis um- der Effekt ist ungefähr der gleiche! Apropos China – im Jahre 2006 gingen dort alle 2,1 Tage ein neues Kohlekraftwerk mit 500 MW ans Netz, ans Netz, 2007 nur noch alle 2, 7 Tage und gegenwärtig jede Woche ein neues Kohlekraftwerk. Innerhalb der nächsten 20 Jahre wird China seine CO2-Emissionen von 5 Milliarden t CO2 (gegenwärtig größter CO2-Sünder der Welt!) noch einmal verdoppeln!
PS. Sogar der DGB zeigt einen Hauch von wirtschaftspolitischem Sachverstand, wenn er darauf hinweist, daß „dieses Kraftwerk für NRW von großer industriepolitischer Bedeutung ist“. Toll, soviel Einsicht in Gewerkschafter-Hirnen – bitte mehr davon!