Ein individueller Handlungsspielraum würde wegfallen.von KAIJA KUTTER
Nur ein paar hundert Kilometer weiter im Norden, im Süden, im Westen, im Osten, überall im europäischen Ausland ist es Realität: das längere gemeinsame Lernen von Kindern weit über die vier Jahre Grundschulzeit hinaus. Nur in Deutschland geht es nicht. Und wie wir gestern wieder sahen, ist es leicht, die Vorurteile zu schüren und Hunderttausende zu mobilisieren.
Für die Verfechter dieser Reform heißt das jetzt, Argumente schärfen, weiter schauen, wo die Ängste und Sorgen sitzen. Das Thema Elternwahlrecht zum Beispiel gehört dazu. Auch wenn viele Eltern, die ihr Kind heute ohne Empfehlung aufs Gymnasium geben, es zwei Jahre später wieder runternehmen müssen, so gibt es eben auch jene, bei denen dieser Weg zum Erfolg führt. Ein individueller Handlungsspielraum des Bürgers würde nach der Schulreform wegfallen. Mancher fürchtet, den Institutionen ausgeliefert zu sein. Hier gibt es viel aufzuklären.
Ansonsten aber gibt es eine klare Konfrontation. Hier die einen, die ein längeres gemeinsames Lernen wollen, dort die, die für ein Recht auf Selektion - der Kinder der anderen natürlich - streiten.
Vielleicht tun sie das auch deshalb, weil wir in einer Konkurrenzgesellschaft leben. Nach der Schule muss jeder sehen, wo er bleibt. Es geht um Verdrängungsängste. Darüber muss man mit den Menschen reden.
Monatelang konnten Bürger am Innenstadtkonzept mitarbeiten. Henning Scherler war dabei und will krasse Planungsfehler korrigieren. Nicht ganz leicht, wie sich herausstellte.

Das alte jüdische Rosenak-Gemeindehaus wollte er zu einem Ort der Erinnerung machen - aber der engagierte Verein "Rosenak-Haus" löst sich jetzt auf. Was dann aus dem Synagogen-Kellergewölbe wird, liegt in der Hand der katholischen Kirche von Klaus Wolschner

Der Künstler Antony Gormley hat eine begehbare Fläche acht Meter über dem Boden in einer der Hamburger Deichtorhallen installiert. Sein Werk kann nicht nur betrachtet, sondern erlebt werden von Stella Wächter

Echte Stars, begeisterte Fans, prima Shopping-Tipps - wir freuen uns auf die Fußball-Europameisterschaft.

Starre Rituale, öde Debatten, ein Haus der Langeweile? Nicht in der Ukraine! Hier werden Parlamentsdebatten noch mit Leidenschaft, Herzblut und handfesten Argumenten geführt!

Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare