Kommentar von UWE RADA
Manchmal erfährt man ja erst in der Fremde, wie schön es zu Hause ist. Wer in Paris nicht nur den Louvre besucht, sondern auch den Siedlungsbrei in der Île de France, weiß das Grün in und um Berlin zu schätzen. Auch deshalb ist Berlin eine lebenswerte Metropole.
Das kann sich ändern. Tritt der Landesentwicklungsplan Berlin-Brandenburg in Kraft, würde nicht nur der Speckgürtel immer fetter. Auch die Verkehrsbelastung würde steigen, schließlich sind neue Gewerbeflächen nicht nur entlang der S-Bahn-Achsen möglich, sondern überall dort, wo keine "geschützten" Grünflächen" existieren. Damit wird die "grüne Wiese" tatsächlich zur Idylle auf Abruf.
Angesichts dieser Planung stellt sich natürlich die Frage: Warum? Haben Berlin und Brandenburg nicht immer darauf hingewiesen, dass es in der Region, anders als etwa zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein, eine "gemeinsame Landesentwicklungsplanung" gibt?
Das stimmt, die Frage ist nur, was "gemeinsam" bedeutet. Dieser Plan jedenfalls trägt die Handschrift der Umlandgemeinden und Landkreise. Damit wird Brandenburgs Schwenk auf den Speckgürtel als Motor einer gemeinsamen Region auch planungsrechtlich umgesetzt.
Was das für den ländlichen Raum bedeutet, muss Matthias Platzeck nun den Bewohnern der Prignitz erklären. Berlins Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer dagegen muss sich fragen lassen, was all die Pläne zur Stärkung der Innenstadt wert sind, wenn auf der grünen Wiese munter neue Wohnparks entstehen.
An der "gemeinsamen" Landesplanung hat Berlin offenbar nur noch wenig Anteil.
Ein internes Papier belegt: Das Land will für 654 Millionen Euro die Wasserbetriebs-Anteile von RWE zurückkaufen - mit Geld, das die Betriebe in Zukunft abwerfen. von Konrad Litschko

Echte Stars, begeisterte Fans, prima Shopping-Tipps - wir freuen uns auf die Fußball-Europameisterschaft.

Starre Rituale, öde Debatten, ein Haus der Langeweile? Nicht in der Ukraine! Hier werden Parlamentsdebatten noch mit Leidenschaft, Herzblut und handfesten Argumenten geführt!

Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
23.01.2009 08:08 | Karl Bold
Es kann eigentlich nicht im Interesse von Berlin liegen, wenn der Mittelstand vor schlechten Schulen, Straßenkriminalität u ...