• 13.11.2008

Kommentar zu den Schülerdemos

Überschwang, die Pflicht der Jugend

Die Schüler haben bei ihre Demonstration über die Stränge geschlägen. Ihre Forderung nach einer bessere Bildung darf man dennoch nicht ignorieren.von Gereon Asmuth

  • 14.11.2008 11:29 Uhr

    von Tytte:

    Neville hat wohl den letzten Absatz des Kommentars übersehen. Der hängt da auch ziemlich abgeschlagen hinter der Werbeanzeige...

  • 13.11.2008 23:40 Uhr

    von mar:

    Beim Reden über Faschismus kann alles auch das Gegenteil von allem sein. Neville nimmt -- aus ehrenwerten Motiven -- diese Vorfälle sehr ernst und stellt die SchülerInnen in eine Reihe mit Bücherschändern, KZ-Wärtern, der SS. Ist das nun Mahnen und Warnen, oder ist es gewissenloses Verharmlosen der NS-Greuel? War die NS nur eine Bande Schulkinder, die eigentlich mehr Bildung und Liebe wollte? War Auschwitz nicht schlimmer als die Aula der HU? Ist Neville etwa kein Antifaschist, sondern ein verkappter Ichweißnichtwas...?

    Irgendwann wird dieses Rumschieben mit Verdächten und Begriffen heillos lächerlich. Kann man nicht mal aufhören, damit immer wieder anzufangen?

  • 13.11.2008 14:24 Uhr

    von rio:

    @ Neville

    Sie schießen gehörig übers Ziel hinaus. Wer sich auch nur ansatzweise an seine Schulzeit erinnert, sollte wissen, dass jeder in dieser Zeit neben dem Hirn auch eine gehörige Portion Grütze im Kopf hatte. Manchmal erwächst aus dieser Grütze eine neue Vision einer besseren Welt. Manchmal aber bleibt die Grütze einfach Grütze. So wie bei dieser HU-Heimsuchung. Mit Faschismus hat so etwas einfach mal gar nichts zu tun. Nazis finden Sie auch heute noch, aber die sitzen ganz woanders. Weltkriege werden heute wieder geführt, aber sie gehen immerhin nicht von Deutschland aus. Ich bin allerbesten Mutes, dass man auch dieser Jugend eines fernen Tages das Ruder in die Hand geben kann, ohne dabei Angstkrämpfe zu bekommen.

  • 13.11.2008 12:01 Uhr

    von Gereon Asmuth:

    Sehr geehrter Neville,

    Ihre Wut über die Randalierer in der HU ist durchaus nachvollziehbar. Deshalb habe ich in meinem Kommentar auch hervorgehoben, dass diejenigen, die die Ausstellung zerstört haben, "deutlich über die Stränge geschlagen haben", und dass dies eben nicht mit dem jugendlichem Überschwang zu entschuldigen ist, den ich ansonsten sehr begrüße.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Gereon Asmuth

  • 13.11.2008 11:13 Uhr

    von Neville:

    Wie 1930 die SA-Truppen haben diese Randalierer gewütet, und Gereon Asmuth nennt das "Schwung und Spaß", der zu begrüßen sei!
    Ich erlaube mir diesen Vergleich zu ziehen, und wer mit Gewalt gegen Sachen anfängt, wird es nicht dabei bewenden lassen. 1933 brannten auf dem Bebel-Platz, just gegenüber der HU, Bücher. 1938 waren es die Synagogen, danach verbrannten die Menschen. Angefangen hatte das alles genauso wie gestern.

    Wenn die TAZ es genau so sieht wie Gereon Asmuth, wäre dann vielleicht eine Umbennenung in der STÜRMER angebracht?

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