Kommentar von Alke Wierth
Tausend Kinder sollen, weil ihre Noten zu schlecht sind, im Sommer von Berlins Gymnasien fliegen. Das scheint eine wirklich erschütternde Nachricht zu sein. Vor allem, weil sie zeigt, wie wenig kindergeeignet unsere Gymnasien sind.
Es war die klare Absicht der Berliner Schulreform, die soziale Durchlässigkeit des Bildungssystems zu vergrößern und Kindern auch aus weniger bildungserfahrenen Milieus Mut zu machen, auf das Gymnasium zu gehen - und sie dabei zu unterstützen.
Das Probehalbjahr der Gymnasien wurde deshalb zum ganzen Probeschuljahr verlängert, um auch schwächeren SchülerInnen die Chance zu geben, sich an der alten Eliteschule zu bewähren. Wenn Gymnasien jetzt nach einem halben Schuljahr wieder vom "Abschulen" ungeeigneter Kinder reden, zeigt das, wie sehr sie sich gegen diese Ziele sträuben.
Sie verweigern damit den SchülerInnen deren im Schulgesetz verankertes Recht auf Unterstützung. Denn dort steht unmissverständlich, dass für "Schülerinnen und Schüler, die im Laufe des ersten Schulhalbjahres der Jahrgangsstufe 7 Leistungsrückstände aufweisen, die eine Versetzung gefährdet erscheinen lassen, […] spätestens zum Beginn des zweiten Schulhalbjahres Bildungs- und Erziehungsvereinbarungen zu schließen" sind.
Wer also jetzt schon 1.000 SchülerInnen abschreibt und ihnen bescheinigt, das Gymnasium nicht schaffen zu können, verrät, keinen anderen Ehrgeiz zu haben als den, die Ziele der Schulreform zu unterlaufen.
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Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
15.02.2012 15:55 | kata
Kompletter Unsinn in Ihrem Artikel. Das Ganze geht an der Realität vorbei. Immer mehr Kinder sollen das Abitur machen, sind ...
15.02.2012 14:02 | TFischer
Ihren Kommentar hier eingeben@von aus Bayern ...
15.02.2012 09:51 | imation
von Enzo Aduro: ...