• 17.12.2009

Lange U-Haft für junge Täter ist nicht unbedingt angemessen. Völlig unakzeptabel ist, wenn Richter den Eindruck hinterlassen, sie stünden so sehr unter Druck, dass sie auch mal den Flaschen vor Gericht bringen.

Rechtsstaat muss attraktiv sein

KOMMENTARvon Gereon Asmuth

  • 20.12.2009 02:18 Uhr

    von bürger:

    der fall christoph T, fiel mir auch beim lesen ihres artikels gleich ein,aber mein vorkommentator hat bereits alles dazu gesagt, was es zu diesen dubiosen festnahme- und vorverurteilungspraktiken zu sagen gibt. dem kann ich nur voll und ganz zustimmen.

  • 18.12.2009 15:20 Uhr

    von Mensch:

    Die Aufzählung ist unvollständig.

    Auch der 23-jährige Berliner Christoph T. saß dieses Jahr für mehrere Monate in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm nach wie vor vor, ein Auto angezündet zu haben. Der Fall erregte wie einige anderen Fälle, in denen es gegen vermeintliche "Linke" ging, großes mediales Interesse und wurde auch seitens der Poltik gerne als Bezugspunkt genommen, wenn es um vermeintlich "schnelle Erfolge" ging.

    Parallelen zu den Fällen von Yunus, Rigo, Alexandra: Die Staatsanwaltschaft vermutet ein politisches Motiv, fordert ein besonders hartes Urteil zur Abschreckung und begründet damit im Umkehrschluss die monatelange Unterschungshaft, obwohl keine weiteren, objektiven Fluchtgründe (z.B. konkrete Vorbereitungen) vorliegen: Praktiziertes Feindstrafrecht.

    Die Ermittlungsbehörden taten zudem in allen Fällen ihr Möglichstes, dass die Ermittlungen nur Belastendes zu Tage förderten. Im Fall Christoph T. unterließen die am Tatort Ermittelnden Beamten es gleich ganz, einen technischen Defekt zu prüfen und ließen das Auto verschrotten - bis heute gibt es keinen Beweis, dass das Fahrzeug überaupt in Brand gesetzt wurde. Brandmittelrückstände - Fehlanzeige!

    Darüber hinaus wurde eindeutig entlastendes, wie z.B. besagtes Foto im Yunus-Rigo-Prozess, ein chemisches Gutachten (Geyer-Lipmann) im Fall Christoph T., Monate lang zurückgehalten. Umstände, die den Ermittlern von Anfang an bekannt waren. Trotzdem vergingen es Monate, bis Christoph aus der Haft entlassen wurde, genauso wie Yunus und Rigo der Psychischen Folter der Haft ausgesetzt wurden.

    Während dessen wurden die vermeintlichen Ermittlunsgerfolge von Polizei, Politik und teilen der rechten Hetzmedien gefeiert. Auch ein Herr Lux hatte damals nicht den Schneid, diesen Leuten zur Seite zu stehen.

    Und noch eine Parallele: In sämtlichen Verfahren: Christoph, Alexandra, Yunus, Rigo, beharrt die Staatsanwaltschaft weiterhin auf ihrer Anklage. Koste es,was es wolle. Der Schrecken ist für die Betroffenen noch nicht vorbei, Rechtsmittel, Revion und Berufungen stehen noch aus.

    Aktuelles zum Fall Christoph: http://engarde.blogsport.de/category/christoph/

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder