• 08.02.2010

In Zeiten leerer Kassen haben die Berliner Universitäten offenbar keine Skrupel Geld für Forschung im Dienst des Krieges anzunehmen. So kann man aber keine unabhängige Forschung betreiben.

Die fatale Abhängigkeit der Unis

KOLUMNE

  • 08.02.2010 16:35 Uhr

    von cjs:

    Recherche ist ja bekanntlich der unreflektierten Polemik abträglich. Trotzdem wäre es schön, wenn der bzw. die Autorin (warum gibt es bei diesem Kommentar eigentlich keine Autorenangabe?) kurz erklären könnte in welchem Sinne die Förderung eines Forschungsvorhabens (hier des besagten Sonderforschungsbereichs) durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) "Auftragsforschung" darstellt? Wer gibt hier wem einen Auftrag zu was?

    Wer sich eine Minute zum googlen Zeit nimmt (das dürfte auch bei der TAZ drin sein) wird erfahren, dass Sonderforschungsbereiche auf Antrag einer Gruppe von Wissenschaftlerin von der DFG fachlich geprüft und ggf. bewilligt werden. Das Geld stammt dabei zu 100% aus öffentlichen Mitteln des Bundes und der Länder, dass von DFG, einem Organ der wissenschaftlichen Selbstverwaltung, nach ausschließlich wissenschaftlichen Kriterien vergeben wird. Niemand gibt hier also Wissenschaftlerinnen einen Auftrag oder winkt mit dem dicken Chequeheft im Gegenzug für akademische Persilscheine. Sowas zu behaupten ist einfach absurd und zeugt entweder von grenzloser Ahnungslosigkeit die deutsche Wissenschaftslandschaft betreffend oder vollkommener Skrupelosigkeit beim zurechtbiegen von "Argumenten" gegen Forschungsvorhaben, die man aus nicht mag. Beides hat nichts mit Journalismus zu tun.

  • 07.02.2010 19:15 Uhr

    von abc:

    Was wäre denn die Alternative zur Drittmittelfinanzierung?
    Wahrscheinlich die Abhängigkeit von klammen Landeskassen und damit das Verharren in Mittelmäßigkeit...
    Die implizite Behauptung, Drittmittel würde man nur von der Bundeswehr und der Tabaklobby bekommen ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten!

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