Kommentar von Gernot Knödler
Ab dem Wochenende werden endgültig alle vier Röhren des Elbtunnels dem Verkehr zur Verfügung stehen. Man kann es für sinnvoll halten oder nicht, dass an Werktagen fast 120.000 Leute mit ihren Autos und Lastwagen durch diesen Tunnel brausen. Angesichts des tatsächlich stattfindenden Verkehrs bietet jedoch die dauerhafte Verfügbarkeit aller vier Röhren für viele Menschen eine Hoffnung auf Entlastung.
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Doch von hier aus gilt es jetzt weiterzudenken. Die Erfahrung der vergangenen Jahrzehnte lehrt, dass neue und ausgebaute Straßen Verkehr anziehen. Schon heute leiden die Anwohner der Autobahn in Othmarschen, Bahrenfeld und Stellingen unter dem Lärm des immerwährenden Fahrzeugstroms, wozu nicht zuletzt ein Lastwagen-Anteil von 19 Prozent beiträgt.
Der Abschluss der Elbtunnel-Modernisierung macht es jetzt umso dringender, den längst geplanten Lärmschutz für die betroffenen Stadtteile zu errichten – zumal ja auch die Autobahn nördlich des Tunnels um zwei Spuren verbreitert werden soll. Dass die Autobahn zum Zwecke des Lärmschutzes in Teilabschnitten nicht nur mit Flüsterasphalt und Schutzwänden versehen, sondern überdacht werden soll, ist zu begrüßen. Auf diese Weise profitieren nicht nur die Autobahn-Anwohner, sondern ganze Stadtteile.
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