Kommentar von Sven-Michael Veit
Eine Rechnung mit vielen Unbekannten war es, die der SPD-Senat im März für die Erhöhung der Anteile an der Reederei Hapag-Lloyd präsentierte. Klar war, dass der Deal für Hamburg mit hohen Risiken verbunden ist, unklar war hingegen, ob er für die Stadt zu einem guten Geschäft werden kann.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
Die politische Priorität lautete, eine Hamburger Reederei mit Weltgeltung in der Hansestadt zu erhalten. Das ist nachvollziehbar: Arbeitsplätze, Wirtschaftskraft, Steuereinnahmen – all das sind gute Argumente für eine Beteiligung an Hapag-Lloyd. Der Einstieg einer Konkurrenzreederei oder gar einer sogenannten Heuschrecke war und ist nicht im Hamburger Interesse.
Zu klären aber ist spätestens jetzt, ob der Preis nicht doch zu hoch war. Die vollmundige Ankündigung des Bürgermeisters, das eingesetzte Geld werde mit Gewinn zurückfließen, entpuppt sich als leeres Versprechen. Nicht nur aktuell, auch in näherer Zukunft wird mit einer Rendite nicht zu rechnen sein – von sprudelnden Einnahmen aus einem Weiterverkauf der Aktien ganz zu schweigen.
Das Risiko war von Anfang an hoch und die Aussicht auf eine verlustfreie Refinanzierung reine Glaubenssache. Nicht auszuschließen, dass die Opposition damals zu Recht warnte. Nach der HSH Nordbank droht Hamburg mit Hapag-Lloyd ein zweiter teurer Verlustbringer.
Die Jugendämter nehmen zu viele Kinder aus ihren Familien, sagt der Türkische Elternbund Hamburg. Unterstützung kommt vom EU-Petitionsausschuss. von Kaija Kutter

Die Sparkasse wird auf Schadensersatz verklagt, weil sie riskante Fonds als sichere Anlage verkauft, über Provision geschwiegen haben soll. Kein Einzelfall, sagen Anwälte. von Jan Zier

Das Oldenburger Landesmuseum warnt vor den Umtrieben illegaler „Archäologen“ – und hat eine Ausstellung mit pädagogischer Mission auf die Beine gestellt: Statt der Raubgräberei zu frönen, soll die Bevölkerung Hand in Hand mit den Profis arbeiten von Henning Bleyl

David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.

Am Samstag ist es wieder so weit: Im schwedischen Malmö kämpfen 39 Länder um den ersten Platz beim ESC. Wir wissen, auf welche Teilnehmer Sie besonders achten können.

Leserkommentare