Kommentar von KAI VON APPEN
Es ist Sommerloch. Also eine nachrichtenfreie Zeit. Und da bieten sogar eigentlich seriöse Sender wie die NDR Hamburg Welle 90,3 Geltungssüchtigen eine Plattform, den letzten Unsinn zu verbreiten. Da merkt plötzlich ein Klausmartin Kretschmer, dass er seit zehn Jahren eine Immobilie besitzt. Obwohl dessen Nutzer nicht einmal mit ihm reden, kommt er auf die Schnapsidee, eine Zukunftswerkstatt zu wollen, um eine Perspektive für das Gebäude am Schulterblatt auszuloten. Das können die Nutzer alleine, das beweisen seit bereits 20 Jahren. Und das wissen auch die BewohnerInnen im Schanzenviertel.
Und die leidige Debatte um das nicht angemeldete und autonom organisierte Schanzenfest darf auch nicht fehlen. Der polizeilichen Notstand wird vom Personalratsvorsitzenden der Polizei, Freddi Lohse, vorhergesagt, wenn Schanzenfest und Alstervergnügen parallel stattfinden - natürlich gleich verbunden mit der Forderung, das Schanzenfest am besten zu verlegen und gleich zu verbieten. Wohlwissend, dass die möglichen Krawalle nach dem Fest nichts mit dem Fest zu tun haben und neuerdings losgelöst von jeglichen Festivitäten stattfinden können. Die Problematik des polizeilichen Notstandes ist jedoch einfacher zu lösen. Einfach das Alstervergnügen verlegen. Dort gibt es einen Anmelder, beim Schanzenfest nicht.
Monatelang konnten Bürger am Innenstadtkonzept mitarbeiten. Henning Scherler war dabei und will krasse Planungsfehler korrigieren. Nicht ganz leicht, wie sich herausstellte.

Das alte jüdische Rosenak-Gemeindehaus wollte er zu einem Ort der Erinnerung machen - aber der engagierte Verein "Rosenak-Haus" löst sich jetzt auf. Was dann aus dem Synagogen-Kellergewölbe wird, liegt in der Hand der katholischen Kirche von Klaus Wolschner

Der Künstler Antony Gormley hat eine begehbare Fläche acht Meter über dem Boden in einer der Hamburger Deichtorhallen installiert. Sein Werk kann nicht nur betrachtet, sondern erlebt werden von Stella Wächter

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Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
05.09.2010 17:59 | anwohner
> Das können die Nutzer alleine, das beweisen ...