• 23.02.2009

Die Lohnkürzungen stehen am Anfang der Krise, nicht am Ende - und die Rezession dürfte sich zu einer großen Depression entwickeln, gegen die auch Konjunkturpakete nichts ausrichten.

Wahnwitz Lohnkürzungen

KOMMENTARvon Ulrike Herrmann

  • 24.02.2009 13:21 Uhr

    von Amos:

    Man kann es nicht oft genug wiederholen, dass der
    Neoliberalismus versagt hat. Aber mit dieser, der
    jetzigen, Politik wird sogar der Liberalismus weiter
    gefördert. Man hat großen Teilen der Bevölkerung die
    Kaufkraft bewusst genommen um den Export zu stärken.
    Jetzt sollen auch noch diejenigen die Quittung bezahlen, die sich bisher noch etwas leisten konnten. Was ist das für eine dumme Politik, die
    nicht aus ihren Fehlern lernt. Eigentlich kann sich
    jeder an fünf Fingern abzählen warum das geschieht: Das Establishment sorgt für sich selbst
    zuerst. Und dadurch wird zuerst die "Untrigkeit"
    zu Grunde geh'n und dann auch die Obrigkeit.
    Man hasst den Kommunismus,- will ihn unten aber wieder einführen. Schröder hat nicht erkannt (und
    seine Vorgänger auch nicht) dass ein Staat nur
    fortbestehen kann, wenn man die Kleinen nicht
    immer als Melkkuh für die Großen benutzt. Solche
    Systeme verlängern nur "ihren Todeskampf" in dem
    sie, wie die USA Kriege führen. Oder "eine Reichswehr" (die Bundeswehr zur Unterdrückung von
    Unruhen im Inneren einzusetzen gedenken - wie Schäuble.
    Man rettet Kein System durch Repressalien, wenn,dann ist es ja gar kein System. Und wenn die Banken nicht mitmachen ist ohnehin "alles für die
    Katz".

  • 24.02.2009 11:37 Uhr

    von Helmut Ruch:

    Die Geschichte wiederholt sich anscheinend doch!

    Der Artikel erweckt den Eindruck, Lohnsenkungen seien ein Problem von Estland oder Irland. Tatsächlich erleben wir seit der Schröderschen Agenda 2010-Politik massive Lohnsenkungen. Die Deregulierung des Arbeitsmarktes ermöglichte es den Unternehmern, reguläre Arbeitsplätze in billige, ungeschützte Zeitarbeitsplätze umzuwandeln. Diese können jetzt, in Zeiten der Krise, problemlos aufgelöst werden. Der schlecht bezahlte Zeitarbeiter darf sich in der Regel direkt unter die Hartz IV-Gesetze begeben. Diese zwingen Arbeitslose, Arbeit zu jedem Lohn anzunehmen, auch wenn er nicht einmal die lebensnotwendigsten Bedürfnisse deckt.
    Die Abwärtsspirale ist längst im Gang, nur hat es die taz noch nicht so richtig bemerkt! Wohin diese Spirale führen könnte, kann man nachlesen in dem Artikel "Geschichte wiederholt sich nicht?"
    auf forum-systemfrage.de (direkter Link auf Nachdenkseiten.de von heute). Die dort aufgezeigten Parallelen zur Weimarer Zeit sind erschreckend!

  • 23.02.2009 20:01 Uhr

    von Klaus:

    Lange Depression, gedeckelte Löhne, lascher Konsum, 15 Jahre sein Auto nutzen und das soll alles deprimierend sein? Das ist doch eher ökologisch, politisch korrekt, der anvisierte Zielzustand ...

    Nur fragt sich dann, woher nimmt der Staat die Subventionen für die Erneuerbaren? Wahrscheinlich über Schulden, CDO's etc.

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