Dank der Veröffentlichungen zeigt sich, dass die USA in der Weltdiplomatie gute Arbeit leisten. Die Weltmacht lebt und gedeiht und kann den Skandal sogar für sich nutzen.
sehen wir es doch mal realistisch. Die Geschichte zeigt, dass die Menschen innerhalb von Imperien in der Regel besser lebten als außerhalb. Die Pax Romana war kein Paradies auf Erden, aber die meisten konnten sich ganz gut einrichten. Nach dem Untergang des Imperiums sah es in dieser Gegend auf jeden Fall schlimmer aus als vorher. Das angebl. Vielvölkergefängnis der KuK-Monarchie war bei genauerer Betrachtung eines der liberalsten Staaten der Weltgeschichte. Die Juden aus der ganzen Welt sind neben Deutschland vorzugsweise nach Österreich-Ungarn migriert, weil dieses schröckliche Gefängnis einer der wenigen Orte war, in dem sie nicht diskriminiert wurden.
Und wenn wir uns heute umsehen, dann können wir getrost feststellen, dass die Amis so ziemlich die nettesten Imperialisten der Menschheitsgeschichte sind. Glauben Sie wirklich, dass China (der nächste Anwärter auf die Weltherrschaft) so rücksichtsvoll auftreten wird? Ich glaube das nicht! Und wenn Ihnen der Begriff „nett“ im Zusammenhang mit den USA nicht gefällt, dann ersetzen Sie ihn einfach durch „das kleinste Übel“.
Was ist eigentlich gefährlicher, die USA oder den Islam zu kritisieren? Eben.
15.12.2010 18:01 Uhr
von Pat:
Ich denke auch, dass die Befürworter von Wikileaks es sich zu leicht machen, wenn sie in Wikileaks einfach die Guten, in Supermächten wie den USA nur die Bösen sehen. Die sogenannten Enthüllungen sind doch schon lange sichtbar gewesen deshalb kann und sollte man diese Sachen nicht überbewerten. Es ist für Demokratien lebenswichtig, dass Menschen ihre Meinung frei äußern können und die Presse frei ist. Jeder muss Missstände aufdecken können. Im Grundgesetz heißt es dazu: "Eine Zensur findet nicht statt". Leider gibt es immer noch Journalisten und Politiker die den Schuss nicht gehört haben oder hören wollen. Assange ist meiner Meinung nach nur eine (kleine) Symbol-Figur für eine neue Zeit, die natürlich einige Leute, die an der Macht sitzen noch nicht wahrhaben wollen. Die Bewegung ist selbständig, technisch und systembedingt, sie lässt sich durch nichts und niemanden aufhalten, quasi wie ein Virus im eigentlich positiven Sinne und evtl. sogar zum Nutzen der USA.
12.12.2010 07:33 Uhr
von wolfgm:
Sicher doch,würden Sie und Ihre Kollegen Ihren Beruf und Aufgabe richtig erledigen.Bräuchten wir keine Wikleaks.Für die Demokratie und nicht Staatsterrorismus gegen das eigene Volk gut Schreiben.
12.12.2010 00:22 Uhr
von Stefan:
Warum sehen die betroffenen Staaten diese ganze Angelegenheit denn nicht einfach als Chance? Natürlich ist es bequem, sich auf Privilegien auszuruhen, die schon seit Jahrhunderten, wenn nicht sogar noch länger, bestehen. Natürlich ist es immer schön gewesen, aus Sicht der Regierenden, vieles im Verborgenen tun zu können, ohne dass die Bevölkerung jemals davon Wind bekäme. Aber ist das nicht ein vollkommen veraltetes Denken? Wenn wir Informationsfreiheit für Länder wie China fordern, dann dürfen wir nicht an der eigenen Haustür Halt machen. Wir müssen das, was wir von anderen einfordern, auch von uns selbst fordern. Denn dadurch ergeben sich ganz neue Mittel und Wege, diese Welt, so sehr sie ja immer weiter zusammenwächst, besser zu machen. Was wäre denn so schlimm daran, wenn die Regierenden in Zukunft viel offener mit ihren Machenschaften umgingen? Man muss ja nicht die Startcodes für die Atomsprengköpfe ins Netz stellen, aber mehr Offenheit und vor allem Ehrlichkeit der eigenen Bevölkerung gegenüber wäre der richtige Weg. Dass alles irgendwann öffentlich werden kann, egal wie gut es geheim gehalten worden ist, haben die Staatsleute ja mittlerweile bemerkt und begriffen. Aber statt von Hochverrat zu sprechen: Warum sich nicht die ganze Sache zu Nutze machen? Man müsste nur das eigene Politiker-Ego besiegen, dann klappt das schon! Gehört das nicht zur Demokratie dazu?
11.12.2010 14:02 Uhr
von SoSchlimmWarEsNicht:
ein blick in die geschichte wäre hier auch nicht verkehrt gewesen: s.bspw. irak- oder contra-krieg,iran,haiti,mk-ultra etc. desweiteren sind die bisher veröffentlichten depechen -wie es zur zeit überall so schön heisst- ziemlich zahm und ungefährlich, doch schon bald sollen ja dolumtente über verschiedene banken veröffentlicht werden, dadurch würd eine ganz neue -in diesem ausmass- dimension geschaffen werden. über die verstrickung von unternehmen,medien,staat und wahrheiten brauch ich wohl nicht weiter ausführen...
11.12.2010 12:17 Uhr
von Alla Puskar:
Mich würde interessieren auf welcher Grundlage der Autor die nächsten 50 Jahre für die USA zeichnet? Wie kommt er also auf die Idee, die USA würden auch die nächsten 50 Jahre das Zentrum der Welt sein und gebraucht werden? Sowohl wirtschaftlich als auch politisch und soziokulturell sind die USA unter Druck. Wirtschaftlich durch die Chinesen, politisch durch die Partner (sonst müssten sie bald alles allein machen, was auch den USA schwer fallen dürfte) und soziokulturell durch die Globalisierung, welche den Vorrang ihrer Werte durch den virtuellen und ökonomischen Transport anderer Wertesysteme und Lebensphilosophien in Frage stellt.
Also wer braucht hier wen? Brauchen die USA nicht vielmehr auch alle anderen? Und nicht nur der Rest der Welt die USA?
11.12.2010 09:04 Uhr
von Thomas Fluhr:
Na vielen Dank. Die Veröffentlichungen zeigen, dass die USA nicht besser als China sind, wenn einer stört, wird er ausgeschaltet.. Symbolisch gab es ja auch zwei leere Stühle bei der Nobelpreisvergabe.
11.12.2010 02:59 Uhr
von Reitz:
Ich weiss, es ist nicht niveauvoll was ich jetzt sage aber: Selten so einen Sch>>>> gelesen. Wenn schon rosige Zukunft für die USA, dann bitte erwähnen, dass das auf Kosten anderer und im wahrsten Sinne über Leichen gehend passiert.
10.12.2010 22:58 Uhr
von autralier:
ein bemerkenswerter kommentar. die von wikileaks veröffentlichten depechen, hubschrauber-videos und irak berichte zeigen die usa, wie sie massiv menschenrechte missachtet, souveräne staaten und deren justiz erpresst, bürgerkriege befeuert, etc. etc..
die hysterischen reaktionen aus den usa reichen von mordaufrufen über willkürzensur bis zur einschüchterung der eigenen mitbürger.
und der kommentator schreibt: "In den Depeschen begegnet uns eine amerikanische Staatskunst, die sich sehen lassen kann."
habe ich nur die ironie nicht verstanden?
und vielleicht noch zur 'Renaissance' des jounalismus. es wird in der deutschen wie internationalen presse bemerkenswert wenig über den eigentlichen inhalt der depechen gesprochen. bis auf einige wenige zeitungen beschränkt sich die berichterstattung auf 'coktail' memos zu westerwelle oder berichten über assange.
alleine die spiegel veröffentlichung zu al masri hätte eine skandal provozieren müssen.
10.12.2010 21:09 Uhr
von Eva Dombrowski:
"Die US-Diplomaten setzen sich hartnäckig für ein bisschen mehr Frieden, Freiheit und Wohlstand ein - nicht nur für Amerika, sondern für alle Bewohner des globalen Dorfs." Eine frechere Lüge ist wohl kaum zu finden. Es ist ja wohl auch allen bekannt, dass sich die USA auf der ganzen Welt immer für die Kleinen und Schwachen einsetzen und gegen die Interessen asozialer, krimineller Konzerne. Oder was? Ist die taz gehackt worden und der Artikel stammt in Wirklichkeit von der WELT ONLINE? An diese Hoffnung muss man/frau sich jetzt wohl klammern.
10.12.2010 18:03 Uhr
von Werner:
Nach Dominic Johnson jetzt auch noch Andrew Denison! Oh taz, was ist aus dir geworden? Die Unterwürfigkeit gegenüber dem Imperium greift immer mehr um sich. Morgen vielleicht noch ein Gastkommentar von Helmut Metzner?
10.12.2010 17:57 Uhr
von Gerda Fürch:
Aha!
"Geschichte ist die Lüge, auf die sich alle geeinigt haben" (Voltaire?)
Nun, natürlich nehmen "wir" bzw. ich die Meinung der USA ernst, ebenso die des Irans, von Israel, Saudi-Arabien, China, Nordkorea, Rußland, vom afrikanischen Kontinent etc etc. - ebenso die der verschiedenen europäischen Staaten. Was denn sonst?
Neulich (7. Dezember) habe ich auf TV-Bayern, spät nachts, eine Doku über John Lennon gesehen, weil ich ein gemäßigter Beatle-Fan bin. Nicht den 3 Sat-Themenabend am 9. Dezember. Nun, die Gegner etlicher US-amerikanischer Politikvorhaben befinden sich auch im eigenen Land - siehe Nixon-Administratin und Bush-Administration - und nicht nur draußen in der Welt.
Prima, wie die USA-Außenpolitik reagiert, dann können ich hoffen, daß es zukünftig keine "embadded journalists" (Bush-Zeit) mehr gibt und die Renaissance des Journalismus wieder voll zum Erblühen gebracht wird. Die "embaddes journalists" haben mich nämlich während des Irak-Krieges ab 2003 besonders aufgeregt.
Vom "Buhlen" um USA-Politik kann keine Rede sein, eher von kritischem Begleiten und Beobachten. Das weltweite "Buhlen" übernimmt die deutsche Wirtschaft, die europäische Wirtschaft zwecks "Wettbewerbsfähigkeit" á la neoliberaler FDP.
Die US-Amerikanerinnen und US-Amerikaner sind auch keine "Esel", die stets den Karren anderer aus dem Dreck ziehen müssen. Das wird der US-amerikanischen Bevölkerung politisch nur eingeredet - vergleichbar mit Griechenland und Irland "aus dem Dreck ziehen". Entnehme ich so manchen Beiträgen in anderen Foren und Blogs und Umfragen, an denen sich auch etliche in die USA Ausgewanderte deutscher Herkunft beteiligen.
Ich versuche nur selber zu denken, gemäß den gegebenen Informationen und Nachrichten - als Mitbürgerin, wie wir jetzt alle durch Angela Merkel wissen, daß wir das alle sind.
Leserkommentare
18.01.2011 22:35 Uhr
von Apollo:
Liebe US-Bacher,
sehen wir es doch mal realistisch. Die Geschichte zeigt, dass die Menschen innerhalb von Imperien in der Regel besser lebten als außerhalb. Die Pax Romana war kein Paradies auf Erden, aber die meisten konnten sich ganz gut einrichten. Nach dem Untergang des Imperiums sah es in dieser Gegend auf jeden Fall schlimmer aus als vorher.
Das angebl. Vielvölkergefängnis der KuK-Monarchie war bei genauerer Betrachtung eines der liberalsten Staaten der Weltgeschichte. Die Juden aus der ganzen Welt sind neben Deutschland vorzugsweise nach Österreich-Ungarn migriert, weil dieses schröckliche Gefängnis einer der wenigen Orte war, in dem sie nicht diskriminiert wurden.
Und wenn wir uns heute umsehen, dann können wir getrost feststellen, dass die Amis so ziemlich die nettesten Imperialisten der Menschheitsgeschichte sind. Glauben Sie wirklich, dass China (der nächste Anwärter auf die Weltherrschaft) so rücksichtsvoll auftreten wird? Ich glaube das nicht!
Und wenn Ihnen der Begriff „nett“ im Zusammenhang mit den USA nicht gefällt, dann ersetzen Sie ihn einfach durch „das kleinste Übel“.
Was ist eigentlich gefährlicher, die USA oder den Islam zu kritisieren?
Eben.
15.12.2010 18:01 Uhr
von Pat:
Ich denke auch, dass die Befürworter von Wikileaks es sich zu leicht machen, wenn sie in Wikileaks einfach die Guten, in Supermächten wie den USA nur die Bösen sehen. Die sogenannten Enthüllungen sind doch schon lange sichtbar gewesen deshalb kann und sollte man diese Sachen nicht überbewerten. Es ist für Demokratien lebenswichtig, dass Menschen ihre Meinung frei äußern können und die Presse frei ist. Jeder muss Missstände aufdecken können. Im
Grundgesetz heißt es dazu: "Eine Zensur findet nicht statt". Leider gibt es immer noch Journalisten und Politiker die den Schuss nicht gehört haben oder hören wollen. Assange ist meiner Meinung nach nur eine (kleine) Symbol-Figur für eine neue Zeit, die natürlich einige Leute, die an der Macht sitzen noch nicht wahrhaben wollen. Die Bewegung ist selbständig, technisch und systembedingt, sie lässt sich durch nichts und niemanden aufhalten, quasi wie ein Virus im eigentlich positiven Sinne und evtl. sogar zum Nutzen der USA.
12.12.2010 07:33 Uhr
von wolfgm:
Sicher doch,würden Sie und Ihre Kollegen Ihren Beruf und Aufgabe richtig erledigen.Bräuchten wir keine Wikleaks.Für die Demokratie und nicht Staatsterrorismus gegen das eigene Volk gut Schreiben.
12.12.2010 00:22 Uhr
von Stefan:
Warum sehen die betroffenen Staaten diese ganze Angelegenheit denn nicht einfach als Chance? Natürlich ist es bequem, sich auf Privilegien auszuruhen, die schon seit Jahrhunderten, wenn nicht sogar noch länger, bestehen. Natürlich ist es immer schön gewesen, aus Sicht der Regierenden, vieles im Verborgenen tun zu können, ohne dass die Bevölkerung jemals davon Wind bekäme. Aber ist das nicht ein vollkommen veraltetes Denken?
Wenn wir Informationsfreiheit für Länder wie China fordern, dann dürfen wir nicht an der eigenen Haustür Halt machen. Wir müssen das, was wir von anderen einfordern, auch von uns selbst fordern. Denn dadurch ergeben sich ganz neue Mittel und Wege, diese Welt, so sehr sie ja immer weiter zusammenwächst, besser zu machen. Was wäre denn so schlimm daran, wenn die Regierenden in Zukunft viel offener mit ihren Machenschaften umgingen? Man muss ja nicht die Startcodes für die Atomsprengköpfe ins Netz stellen, aber mehr Offenheit und vor allem Ehrlichkeit der eigenen Bevölkerung gegenüber wäre der richtige Weg. Dass alles irgendwann öffentlich werden kann, egal wie gut es geheim gehalten worden ist, haben die Staatsleute ja mittlerweile bemerkt und begriffen. Aber statt von Hochverrat zu sprechen: Warum sich nicht die ganze Sache zu Nutze machen? Man müsste nur das eigene Politiker-Ego besiegen, dann klappt das schon! Gehört das nicht zur Demokratie dazu?
11.12.2010 14:02 Uhr
von SoSchlimmWarEsNicht:
ein blick in die geschichte wäre hier auch nicht verkehrt gewesen: s.bspw. irak- oder contra-krieg,iran,haiti,mk-ultra etc.
desweiteren sind die bisher veröffentlichten depechen -wie es zur zeit überall so schön heisst- ziemlich zahm und ungefährlich, doch schon bald sollen ja dolumtente über verschiedene banken veröffentlicht werden, dadurch würd eine ganz neue -in diesem ausmass- dimension geschaffen werden.
über die verstrickung von unternehmen,medien,staat und wahrheiten brauch ich wohl nicht weiter ausführen...
11.12.2010 12:17 Uhr
von Alla Puskar:
Mich würde interessieren auf welcher Grundlage der Autor die nächsten 50 Jahre für die USA zeichnet? Wie kommt er also auf die Idee, die USA würden auch die nächsten 50 Jahre das Zentrum der Welt sein und gebraucht werden?
Sowohl wirtschaftlich als auch politisch und soziokulturell sind die USA unter Druck. Wirtschaftlich durch die Chinesen, politisch durch die Partner (sonst müssten sie bald alles allein machen, was auch den USA schwer fallen dürfte) und soziokulturell durch die Globalisierung, welche den Vorrang ihrer Werte durch den virtuellen und ökonomischen Transport anderer Wertesysteme und Lebensphilosophien in Frage stellt.
Also wer braucht hier wen?
Brauchen die USA nicht vielmehr auch alle anderen? Und nicht nur der Rest der Welt die USA?
11.12.2010 09:04 Uhr
von Thomas Fluhr:
Na vielen Dank. Die Veröffentlichungen zeigen, dass die USA nicht besser als China sind, wenn einer stört, wird er ausgeschaltet.. Symbolisch gab es ja auch zwei leere Stühle bei der Nobelpreisvergabe.
11.12.2010 02:59 Uhr
von Reitz:
Ich weiss, es ist nicht niveauvoll was ich jetzt sage aber: Selten so einen Sch>>>> gelesen.
Wenn schon rosige Zukunft für die USA, dann bitte erwähnen, dass das auf Kosten anderer und im wahrsten Sinne über Leichen gehend passiert.
10.12.2010 22:58 Uhr
von autralier:
ein bemerkenswerter kommentar. die von wikileaks veröffentlichten depechen, hubschrauber-videos und irak berichte zeigen die usa, wie sie massiv menschenrechte missachtet, souveräne staaten und deren justiz erpresst, bürgerkriege befeuert, etc. etc..
die hysterischen reaktionen aus den usa reichen von mordaufrufen über willkürzensur bis zur einschüchterung der eigenen mitbürger.
und der kommentator schreibt: "In den Depeschen begegnet uns eine amerikanische Staatskunst, die sich sehen lassen kann."
habe ich nur die ironie nicht verstanden?
und vielleicht noch zur 'Renaissance' des jounalismus. es wird in der deutschen wie internationalen presse bemerkenswert wenig über den eigentlichen inhalt der depechen gesprochen. bis auf einige wenige zeitungen beschränkt sich die berichterstattung auf 'coktail' memos zu westerwelle oder berichten über assange.
alleine die spiegel veröffentlichung zu al masri hätte eine skandal provozieren müssen.
10.12.2010 21:09 Uhr
von Eva Dombrowski:
"Die US-Diplomaten setzen sich hartnäckig für ein bisschen mehr Frieden, Freiheit und Wohlstand ein - nicht nur für Amerika, sondern für alle Bewohner des globalen Dorfs."
Eine frechere Lüge ist wohl kaum zu finden.
Es ist ja wohl auch allen bekannt, dass sich die USA auf der ganzen Welt immer für die Kleinen und Schwachen einsetzen und gegen die Interessen asozialer, krimineller Konzerne. Oder was?
Ist die taz gehackt worden und der Artikel stammt in Wirklichkeit von der WELT ONLINE?
An diese Hoffnung muss man/frau sich jetzt wohl klammern.
10.12.2010 18:03 Uhr
von Werner:
Nach Dominic Johnson jetzt auch noch Andrew Denison!
Oh taz, was ist aus dir geworden? Die Unterwürfigkeit gegenüber dem Imperium greift immer mehr um sich. Morgen vielleicht noch ein Gastkommentar von Helmut Metzner?
10.12.2010 17:57 Uhr
von Gerda Fürch:
Aha!
"Geschichte ist die Lüge, auf die sich alle geeinigt haben" (Voltaire?)
Nun, natürlich nehmen "wir" bzw. ich die Meinung der USA ernst, ebenso die des Irans, von Israel, Saudi-Arabien, China, Nordkorea, Rußland, vom afrikanischen Kontinent etc etc. - ebenso die der verschiedenen europäischen Staaten. Was denn sonst?
Neulich (7. Dezember) habe ich auf TV-Bayern, spät nachts, eine Doku über John Lennon gesehen, weil ich ein gemäßigter Beatle-Fan bin. Nicht den 3 Sat-Themenabend am 9. Dezember. Nun, die Gegner etlicher US-amerikanischer Politikvorhaben befinden sich auch im eigenen Land - siehe Nixon-Administratin und Bush-Administration - und nicht nur draußen in der Welt.
Prima, wie die USA-Außenpolitik reagiert, dann können ich hoffen, daß es zukünftig keine "embadded journalists" (Bush-Zeit) mehr gibt und die Renaissance des Journalismus wieder voll zum Erblühen gebracht wird. Die "embaddes journalists" haben mich nämlich während des Irak-Krieges ab 2003 besonders aufgeregt.
Vom "Buhlen" um USA-Politik kann keine Rede sein, eher von kritischem Begleiten und Beobachten. Das weltweite "Buhlen" übernimmt die deutsche Wirtschaft, die europäische Wirtschaft zwecks "Wettbewerbsfähigkeit" á la neoliberaler FDP.
Die US-Amerikanerinnen und US-Amerikaner sind auch keine "Esel", die stets den Karren anderer aus dem Dreck ziehen müssen. Das wird der US-amerikanischen Bevölkerung politisch nur eingeredet - vergleichbar mit Griechenland und Irland "aus dem Dreck ziehen". Entnehme ich so manchen Beiträgen in anderen Foren und Blogs und Umfragen, an denen sich auch etliche in die USA Ausgewanderte deutscher Herkunft beteiligen.
Ich versuche nur selber zu denken, gemäß den gegebenen Informationen und Nachrichten - als Mitbürgerin, wie wir jetzt alle durch Angela Merkel wissen, daß wir das alle sind.