• 11.08.2008

Klagen gegen Energieversorger vorm Kartellamt bringen nicht viel. Bestes Mittel gegen hohe Gaspreise bleibt, den Energieversorger zu wechseln.

Kartellamt gut, Energieberater besser

KOMMENTARvon Bernward Janzing

  • 11.08.2008 12:00 Uhr

    von Ludwig Paul Häußner:

    Kurz-Schluss

    Ich schätze Herrn Janzings journalistische Arbeit sehr. Dennoch empfinde ich das Geschriebene etwas kurzschlüssig.

    Natürlich sind wir in einer Marktwirtschaft - und da gilt das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Nur die Bodenschätze (Erdgas, Erdöl, Kohle) stellen ein natürliches Monopol dar. Das ermöglicht den Verfügungsberechtigten eine Monopolrente.

    Doch die Bodenschätze gehören - ganzheitlich gedacht - allen Menschen gleichermaßen.

    Doch wohin wandern all die vielen Euros, die für teures Öl oder Erdgas bezahlt werden müssen?

    Hier ist ein Empfängerland: Alaska

    Un was macht Alaska mit all den Einnahmen aus Grund und Boden?


    Dazu eine Meldung aus n-tv:

    http://www.n-tv.de/1006404.html

    Samstag, 09. 08. 2008
    Jeder bekommt 1200 Dollar
    Alaska entlastet beim Sprit

    "Der Kongress von Alaska gibt jedem Bürger des US-Bundesstaates 1200 Dollar gegen die hohen Energie-Preise. Zudem wurde die Benzinsteuer für ein Jahr ausgesetzt.

    Ohnehin sollen die Alaskaner im Oktober ihren jährlichen Beitrag aus dem staatlichen Öl-Fonds erhalten. In diesem Jahr dürften es mindestens 3200 Dollar sein.

    Der Benzinpreis in Alaska liegt weit über dem US-Durchschnitt von umgerechnet 0,67 Euro je Liter. Mancherorts hat er sogar das Dreifache erreicht."

    Tja, wir haben zwar eine Marktwirtschaft - aber gepaart mit einem Rentenkapitalismus (gespeist aus dem natürlichen Monopol am Wirtschaftsfaktor BODEN und aus dem künstlichen Monopol des Wirtschaftsfaktors (Geld-)Kapital, dessen Verfassung eben "Liquiditätsprämien" - so John Maynard Keynes - abwirft).

    Nun zur Schluss-Folgerung:

    Eine ökologisch nachhaltige Politik wird es nur dann geben, wenn die natürliche Monopolsituation des Wirtschaftsfaktors BODEN (Bodenschätze) durch Ökoabgaben mit Ökobonus - idealerweise pro WeltbürgerIn -aufgehoben wird.

    Ludwig Paul Häußner
    Universität Karlsruhe (TH) - IEP


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