Ich schätze Herrn Janzings journalistische Arbeit sehr. Dennoch empfinde ich das Geschriebene etwas kurzschlüssig.
Natürlich sind wir in einer Marktwirtschaft - und da gilt das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Nur die Bodenschätze (Erdgas, Erdöl, Kohle) stellen ein natürliches Monopol dar. Das ermöglicht den Verfügungsberechtigten eine Monopolrente.
Doch die Bodenschätze gehören - ganzheitlich gedacht - allen Menschen gleichermaßen.
Doch wohin wandern all die vielen Euros, die für teures Öl oder Erdgas bezahlt werden müssen?
Hier ist ein Empfängerland: Alaska
Un was macht Alaska mit all den Einnahmen aus Grund und Boden?
Dazu eine Meldung aus n-tv:
http://www.n-tv.de/1006404.html
Samstag, 09. 08. 2008 Jeder bekommt 1200 Dollar Alaska entlastet beim Sprit
"Der Kongress von Alaska gibt jedem Bürger des US-Bundesstaates 1200 Dollar gegen die hohen Energie-Preise. Zudem wurde die Benzinsteuer für ein Jahr ausgesetzt.
Ohnehin sollen die Alaskaner im Oktober ihren jährlichen Beitrag aus dem staatlichen Öl-Fonds erhalten. In diesem Jahr dürften es mindestens 3200 Dollar sein.
Der Benzinpreis in Alaska liegt weit über dem US-Durchschnitt von umgerechnet 0,67 Euro je Liter. Mancherorts hat er sogar das Dreifache erreicht."
Tja, wir haben zwar eine Marktwirtschaft - aber gepaart mit einem Rentenkapitalismus (gespeist aus dem natürlichen Monopol am Wirtschaftsfaktor BODEN und aus dem künstlichen Monopol des Wirtschaftsfaktors (Geld-)Kapital, dessen Verfassung eben "Liquiditätsprämien" - so John Maynard Keynes - abwirft).
Nun zur Schluss-Folgerung:
Eine ökologisch nachhaltige Politik wird es nur dann geben, wenn die natürliche Monopolsituation des Wirtschaftsfaktors BODEN (Bodenschätze) durch Ökoabgaben mit Ökobonus - idealerweise pro WeltbürgerIn -aufgehoben wird.
Ludwig Paul Häußner Universität Karlsruhe (TH) - IEP
Leserkommentare
11.08.2008 12:00 Uhr
von Ludwig Paul Häußner:
Kurz-Schluss
Ich schätze Herrn Janzings journalistische Arbeit sehr. Dennoch empfinde ich das Geschriebene etwas kurzschlüssig.
Natürlich sind wir in einer Marktwirtschaft - und da gilt das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Nur die Bodenschätze (Erdgas, Erdöl, Kohle) stellen ein natürliches Monopol dar. Das ermöglicht den Verfügungsberechtigten eine Monopolrente.
Doch die Bodenschätze gehören - ganzheitlich gedacht - allen Menschen gleichermaßen.
Doch wohin wandern all die vielen Euros, die für teures Öl oder Erdgas bezahlt werden müssen?
Hier ist ein Empfängerland: Alaska
Un was macht Alaska mit all den Einnahmen aus Grund und Boden?
Dazu eine Meldung aus n-tv:
http://www.n-tv.de/1006404.html
Samstag, 09. 08. 2008
Jeder bekommt 1200 Dollar
Alaska entlastet beim Sprit
"Der Kongress von Alaska gibt jedem Bürger des US-Bundesstaates 1200 Dollar gegen die hohen Energie-Preise. Zudem wurde die Benzinsteuer für ein Jahr ausgesetzt.
Ohnehin sollen die Alaskaner im Oktober ihren jährlichen Beitrag aus dem staatlichen Öl-Fonds erhalten. In diesem Jahr dürften es mindestens 3200 Dollar sein.
Der Benzinpreis in Alaska liegt weit über dem US-Durchschnitt von umgerechnet 0,67 Euro je Liter. Mancherorts hat er sogar das Dreifache erreicht."
Tja, wir haben zwar eine Marktwirtschaft - aber gepaart mit einem Rentenkapitalismus (gespeist aus dem natürlichen Monopol am Wirtschaftsfaktor BODEN und aus dem künstlichen Monopol des Wirtschaftsfaktors (Geld-)Kapital, dessen Verfassung eben "Liquiditätsprämien" - so John Maynard Keynes - abwirft).
Nun zur Schluss-Folgerung:
Eine ökologisch nachhaltige Politik wird es nur dann geben, wenn die natürliche Monopolsituation des Wirtschaftsfaktors BODEN (Bodenschätze) durch Ökoabgaben mit Ökobonus - idealerweise pro WeltbürgerIn -aufgehoben wird.
Ludwig Paul Häußner
Universität Karlsruhe (TH) - IEP