Kommentar von KAI VON APPEN
Dass das Landesamt für Verfassungsschutz in Hamburg - und sicher nicht nur dort - gern persönliche Notlagen vor allem finanzieller Art ausnutzt, um Menschen zu Spitzeltätigkeiten anzuwerben, überrascht einen nicht: So geht es nun mal bei solchen Diensten zu. Im Fall von Yassir Miloudi sind die Methoden der Anwerbung jedoch besonders perfide.
Da wird jemand nicht mit Geld gelockt. Ausgenutzt wird vielmehr ein prekärer Aufenthaltsstatuts, der die Folge von rechtlicher Unwissenheit war, um den Marokkaner zur Mitarbeit regelrecht zu nötigen. Und das so infam wie schamlos.
Der Fall Miloudi zeigt aber auch, dass die einst von den Vätern des Grundgesetzes vorgegebene strikte Trennung zwischen Polizei- und Sicherheitsbehörden einerseits und Geheimdienst andererseits längst nicht mehr besteht: Die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Inlandgeheimdienst findet in turnusmäßigen "Lagebesprechungen" statt. Und nun stellt sich auch noch heraus, dass sogar Ausländerbehörden mit dem Verfassungsschutz kooperieren.
Normalerweise haben wohl die wenigsten Sympathie für oder Mitleid mit Spitzeln. Yassir Miloudi jedoch hat - trotz Abschiebedrohung im Nacken - das Spitzeln auch wieder sein lassen. Menschen wie er sollten nie ausbaden müssen, was Behörden und Dienste sich haben zu Schulden kommen lassen.
Bei einer Anhörung zu Jugendhilfe-Kürzungen melden sich im Rathaus viele Kinder zu Wort: Sie fürchten um ihre Mädchentreffs, Jugendclubs und Bauspielplätze. von Kaija Kutter

Das alte jüdische Rosenak-Gemeindehaus wollte er zu einem Ort der Erinnerung machen - aber der engagierte Verein "Rosenak-Haus" löst sich jetzt auf. Was dann aus dem Synagogen-Kellergewölbe wird, liegt in der Hand der katholischen Kirche von Klaus Wolschner

Der Künstler Antony Gormley hat eine begehbare Fläche acht Meter über dem Boden in einer der Hamburger Deichtorhallen installiert. Sein Werk kann nicht nur betrachtet, sondern erlebt werden von Stella Wächter

Echte Stars, begeisterte Fans, prima Shopping-Tipps - wir freuen uns auf die Fußball-Europameisterschaft.

Starre Rituale, öde Debatten, ein Haus der Langeweile? Nicht in der Ukraine! Hier werden Parlamentsdebatten noch mit Leidenschaft, Herzblut und handfesten Argumenten geführt!

Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare