Kommentar von Kaija Kutter
Es ist seltsam mit diesen von Kürzungen bedrohten Jugendcafés und Bauspielplätzen. Es gibt sie noch, aber nur noch als Projekt der „Sozialräumlichen Hilfen und Angebote“ (SHA). Künftig müssen die Erzieher und Sozialpädagogen „verbindliche Hilfen“ mit den jugendlichen Nutzern vereinbaren, die dokumentiert werden.
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Teilweise mag das kein Problem sein, weil Lucie eh Stress hat mit ihren Eltern oder Jonas immer so schnell ausrastet und man daran mit ihm arbeitet. Aber was, wenn das nicht mehr so ist? Dann müssen Pädagogen nach Defiziten suchen. Einfach schreiben, man stärkt ein tolles Kind in seinen Potenzialen, geht wohl kaum als SHA-Fall durch.
Was die Sozialbehörde sich hier ausgedacht hat, um die Kosten der Hilfen zur Erziehung einzudämmen, ist fachlich hoch umstritten. Und weil das Konzept kein Selbstgänger ist, hat der Senat es mit Zwang durchsetzen müssen, indem er das Geld für die offene Arbeit streicht.
Die Proteste dagegen haben vielleicht bewirkt, dass die Umsetzung der Globalrichtlinie, die der SHA zu Grunde liegt, etwas laxer gehandhabt wird. Derzeit will die Behörde nicht mal verraten, welche Zielzahlen sie den Bezirken vorgibt, weil diese falsch verstanden würden.
Aber das beruhigt nicht: Das Konzept einer Defizitorientierung richtet auch in einer aufgeweichten Variante Schaden an.
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