• 27.11.2008

Der Angriff auf Fünf-Sterne-Hotels und die Geiselnahme von Hotelgästen ist für Indien eine neue Art des Terrorismus: Das Image Indiens als sicherer Wirtschaftsstandort soll beschädigt werden.

Bombay, 11/26

KOMMENTARvon Agnes Tandler

  • 28.11.2008 14:41 Uhr

    von thomas bode:

    der/die kommentator/in goth behauptet "christliche terroristen" hätten einen hindu-swami ermordet. dass es diese terror-spezies auch gibt halte ich für möglich, und fand ich interessant. google sei dank kann man sich aber schnell zu allem zusatzinfos besorgen. die deuten aber eher darauf hin dass herr/frau goth zu denen gehört die sich schnell empören und dabei die objektivität verliert:
    Wiener Zeitung:
    "Nach dem Mord am Hinduführer Swami Lakshmanananda Sarawati am 23. August – beide Morde dürften auf das Konto maoistischer Terroristen gehen – hatten radikale Hindus die Schuld den Christen gegeben und sie brutal verfolgt. "
    diese bigotterie, die die "eigene" gruppe stets als opfer und die "anderen" als haupt-täter sieht ist leider der haupt-treibstoff der gewalt.
    vielleicht sind wir im jahr 3000 so weit dass "ich" in erster linie mensch bin und nicht "hindu", "christ" oder sonstwas.

  • 28.11.2008 10:52 Uhr

    von Samira Goth:

    Das hausgemachte Problem besteht schon länger, leider besteht im Westen die Tendenz, nur die Hindu-Radikalen zu sehen. Die vorherige Bjp-Regierung hatte eine Antiterror-Gesetzgebung (Pota) verabschiedet, die die Polizei und andere Organe in den Stand versetzt hätte, gegen alle Extremisten/Terroristen vorzugehen, doch die jetzige Congress-Regierung hatte nichts Eiligeres zu tun als diese wieder abzuschaffen. Es geht ihr nicht darum, alle Extremisten, egal welcher Couleur, zur Strecke zu bringen, sondern wie üblich um den Erhalt der Moslemstimmen bei der kommenden Wahl. Als in Orissa Christen ermordet wurden, wollte niemand genauer wissen, wie es dazu kam, nämlich durch die Ermordung eines hinduistischen Swami und einiger Mitglieder seines Ashrams durch christliche Terroristen vor den Augen der Kinder, die dort zur Schule gehen. Denn der Swami hatte sich erlaubt, sich öffentlich gegen forcierte Konversionen christlicher Gruppen zu äußern. Aber im Westen heißt es dann nur, "Oh, da werden Christen ermordet!" Es wurde in der westlichen Presse bisher kaum ein Wort darüber verloren, wie viele Tausende Hindus seit der Teilung Indiens in Kashmir massakriert und von dort vertrieben wurden. Es wäre endlich mal an der Zeit, die ganzen Etiketten wegzulassen und jedes Menschenleben gleichermaßen zu beklagen, das dem Terrorismus zum Opfer fällt. Wir haben es nicht zuletzt George W. Bush zu verdanken, dass die Polarisierung zwischen dem Westen und dem Rest der Welt sich derart verstärkt hat, daher wundert es auch nicht, dass Terroristen genauso polarisiert auf das Kidnappen von US- und UK-Bürgern aus sind. Die absolute Unmoral und ethikfreie Haltung kommt meiner Ansicht nach am besten dadurch zum Ausdruck, dass sogar ein Krankenhaus angegriffen wurde.

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