• 15.07.2009

Ein Drittel der deutschen Wirtschaftsleistung wird für soziale Aufgaben aufgewendet wird. Gut so, denn Sozialausgaben sind momentan das einzige funktionierende Konjunkturprogramm.

Hartz IV rettet Kapitalismus

KOMMENTARvon Ulrike Herrmann

  • 17.07.2009 16:24 Uhr

    von Gockeline:

    Der Artikel dient nur dazu die Sozialleistungen als neues Konjunkturpaket anzusehen.
    Man kann sich alles zurechtreden.
    Die Sozialleistungen sind in den letzen Jahren explsionsartig gestiegen.Die Leute kommen nicht aus eigener Kraft heraus.Wir machen sie zu Abhängigen und das schon in dritter Generation.
    Es ist so als müßten sie alle ihre Kinder samt Enkelkinder finanziall alleine versorgen bis ins Alter.Sie würden sich dann wehren und ihnen helfen wieder selber für sich zu sorgen.
    Es hat auch was mit Menschenwürde zu tun und Eigenverantwortung.Das geht verloren.
    Wer helfen will,muß verstanden haben wie Hilfe wirklich eine Wirkung hat.

  • 16.07.2009 15:42 Uhr

    von Amos:

    Hart IV stabilisiert erst einmal die Einkünfte der Nimmersatten. Denn wären diese Menschen von Hartz IV
    in Arbeit, müsste das Geld gerechter verteilt werden. So produziert man Armut um selbst reich zu bleiben. Also sind doch die Arbeitslosen billiger
    als Vollbeschäftigung-, sonst hätte man Vollbeschäftigung. Die "Hartzer" gehören also zum
    kapitalistischem System. Nur der Regelsatz von Arbeitslosengeld II hätte von einem Betroffenen ausgerechnet werden sollen und nicht von einem vorbestraften Traumtänzer. Aber die eigentliche Schuld an dieser Menschenverachtung, trägt die
    Politik.

  • 16.07.2009 14:48 Uhr

    von Nadi:

    Ich würde Ulrike Herrmann zustimmen, wenn sie schreibt, dass die Sozialprogramme besser wirken als die Steuersenkungen, die Kurzarbeit und die Abwrackprämie. Aber gerade Hartz-IV ist ein Minimalprogramm und ein Satz, von dem eigentlich niemand wirklich leben kann - Sarrazin mit seinen 20.000 EURO natürlich ausgenommen.
    Sozialausgaben nivellieren normalerweise die soziale Schichtung einer Gesellschaft - seit ALG II (Hartz) stimmt das nicht mehr.
    Die Sozialausgaben verzerren das Bild und drängen viele Menschen in schlechte, unzunlänglich honorierte Arbeit ab - ein weiterer Teil wird einfach arm.
    Das wird immer wieder bagatellisiert mit Aussagen zu über trink- und rauchfreudige ALG-II-Bezieher. Tatsächlich kann niemand mit einer Schachtel Zigaretten und einem Sixpack plus ein wenig Essen leben oder auskommen.
    Fragt sich, warum die SPD diese Sozialpolitik unbedingt wollte? Besonders christlich oder grün war diese Politik auch nicht.

  • 16.07.2009 09:09 Uhr

    von hto:

    Ulrike Herrmann: "Tatsächlich ist es jedoch genau andersherum: Sozialausgaben sind außerordentlich produktiv. Sie sind momentan das einzige Konjunkturprogramm, das funktioniert. Denn ..."

    Solch ein Zynismus, der offensichtlich nur der Überproduktion an systemrationalem Kommunikationsmüll dient, müßte im Sinne von eindeutiger Wahrhaftigkeit eigentlich bestraft werden.

    Ulrike Herrmann: "Die "soziale Marktwirtschaft" wird oft als Trostprogramm für die Arbeitnehmer verstanden."

    VON WEM / welchen Zynikern???

  • 16.07.2009 08:31 Uhr

    von Richard Detzer:

    Ich wäre nicht so sehr der Meinung. Kapitalismus ist nicht die Wurzel allen Übels, zu deren Ausrottung wir ständig angemahnt werden müssen. Hartz IV hat andere Beweggründe, als Junior-Partner im Kapitalismus zu sein.
    Würden wir die Fehler die im Kapitalismus gemacht werden, neben die Fehler die mit Hartz IV gemacht werden, stellen. Oh Gott, so etwas leisten wir uns müßten wir schreien, und schnell wieder den Goethe lesen. Den würde ich allerdings abonnieren.

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