Dominic Johnsons Zorn ist mehr als nachvollziehbar. Dennoch meine ich, dass der inkompetente Umgang mit dem Training der somalischen Polizisten nicht grundsätzlich dagegen spricht, in "failed states" Polizisten auszubilden. Die Aufrechterhaltung der "öffentlichen Ordnung" nach der Befriedung ist eine der größten Herausforderungen für die Wiederherstellung des staatlichen Gewaltmonpols. Deswegen sollten eher folgende Fragen geklärt werden: (1) Wie konnte jemand auf die Idee verfallen, ausgerechnet die Äthiopier mit der AUsbildung zu beauftragen? (2) Warum hat das AA das im Alleingan und ohne Abstimmung mit den UN durchgezogen?
Ich fürchte, wie so oft sind schlichte Inkompetenz, behördlicher Eigensinn und die Unfähigkeit, vernetzt zu denken, die eigentlichen Ursachen.
Was das "Nachtreten" in den letzten beiden Sätzen betrifft: Ist sich Dominic wirklich sicher, dass die bereits jetzt überlastete Bundeswehr eine weitere Front in Somalia aufmachen sollte? Die "Delegation" an andere, weniger des "Neo-Kolonialismus" verdächtige Streitkräfte macht schon Sinn. Fragt sich, ob Deutschland mehr für deren Training und Finanzierung tun könnte und sollte.
31.07.2010 12:49 Uhr
von Amos:
Da sieht man wo das Geld bleibt, was im eigenen Land an allen Ecken und Enden fehlt. Da fragt man sich ja auch: hätte der Bürgermeister von Duisburg sein Einverständnis für die Love-Parade gegeben, wenn der Bund mehr Geld für die Kassen der Kommunen erübrigen könnte? Man lässt die Kommunen austrocknen-,hat aber Geld um sich auf der ganzen Welt einzumischen. Die Bundesregierung gehört mit angeklagt-, nicht allein der Bürgermeister von Duisburg.
30.07.2010 12:33 Uhr
von MIchael Brüggemann:
Da hatte unser ehemaliges Staatsoberhaupt wohl gar nicht zurücktreten müssen, was?
Leserkommentare
01.08.2010 11:01 Uhr
von IAdmitIAmCrazy:
Dominic Johnsons Zorn ist mehr als nachvollziehbar.
Dennoch meine ich, dass der inkompetente Umgang mit dem Training der somalischen Polizisten nicht grundsätzlich dagegen spricht, in "failed states" Polizisten auszubilden. Die Aufrechterhaltung der "öffentlichen Ordnung" nach der Befriedung ist eine der größten Herausforderungen für die Wiederherstellung des staatlichen Gewaltmonpols. Deswegen sollten eher folgende Fragen geklärt werden:
(1) Wie konnte jemand auf die Idee verfallen, ausgerechnet die Äthiopier mit der AUsbildung zu beauftragen?
(2) Warum hat das AA das im Alleingan und ohne Abstimmung mit den UN durchgezogen?
Ich fürchte, wie so oft sind schlichte Inkompetenz, behördlicher Eigensinn und die Unfähigkeit, vernetzt zu denken, die eigentlichen Ursachen.
Was das "Nachtreten" in den letzten beiden Sätzen betrifft: Ist sich Dominic wirklich sicher, dass die bereits jetzt überlastete Bundeswehr eine weitere Front in Somalia aufmachen sollte? Die "Delegation" an andere, weniger des "Neo-Kolonialismus" verdächtige Streitkräfte macht schon Sinn. Fragt sich, ob Deutschland mehr für deren Training und Finanzierung tun könnte und sollte.
31.07.2010 12:49 Uhr
von Amos:
Da sieht man wo das Geld bleibt, was im eigenen Land an allen Ecken und Enden fehlt. Da fragt man sich ja auch: hätte der Bürgermeister von Duisburg sein Einverständnis für die Love-Parade gegeben, wenn der Bund mehr Geld für die Kassen der Kommunen erübrigen könnte? Man lässt die Kommunen austrocknen-,hat aber Geld um sich auf der ganzen Welt einzumischen. Die Bundesregierung gehört mit angeklagt-, nicht allein der Bürgermeister von Duisburg.
30.07.2010 12:33 Uhr
von MIchael Brüggemann:
Da hatte unser ehemaliges Staatsoberhaupt wohl gar nicht zurücktreten müssen, was?