• 17.06.2009

Die ökonomische Latte für den Wüstenstrom liegt hoch: Der dezentral erzeugte Solarstrom wird vielleicht für immer die billigere Option bleiben.

Hausdach statt Wüste

KOMMENTARvon Bernward Janzing

  • 21.06.2009 00:37 Uhr

    von buckelwal:

    Ich stimme midas (unten, erster kommentar) weitgehend zu. nur eine kleine kritische anmerkung: sogar im sonnenverwöhnten freiburg im breisgau ist es im winter manchmal relativ dunkel. und wochen- bis monatelange energiespeicherung in den größenordnungen, wie es bei heutigem verbrauch nötig wäre, bedürfte nicht nur eines fragwürdig hohen kfz-parks an e-cars, sondern auch wohl anderer sehr aufwändiger speicher-techniken.

    ich favorisiere daher wind- und wellenkraft, sowie geothermie für den großteil der energieversorgung mittel- und nordeuropas.

    auch hoffe ich fast, dass speziell irland, großbritannien und norwegen, vielleicht auch andere nordeuropäische länder sich nicht von desertec abhängig machen lassen wollen, sondern ihre milliarden in ausbau von windkraft, wellenkraft und geothermie investieren
    - dazu in wärmeisolierende und wintergarteneffektnutzdene architektur, vielleicht sogar in concentrated solar power, aber photovoltaic , z. b. mit linsen oder spiegeln, die evtl. billiger sind als halbleitermaterial das licht auf dasselbige bündeln u.s.w. (da ja z. b. weißblech oder auch aluminium (was rostfreier ist) bekanntlich viel billiger ist, als pv-module frage ich mich, weshalb das bisher - gerade in mittel- und nordeuropa - so wenig gemacht wird)

  • 17.06.2009 08:33 Uhr

    von gregor:

    Gott sei dank, es gibt noch Köpfe, die das Volk in Zeiten der globalen Krise mit Phantasien versorgen können. Die Zukunft liegt also in Afrika und nicht mehr in Deutschland. Warum nicht? Wenn man die Problematiken des Ausbaus der dezentralen Ökoenergieversorgung in Deutschland kennt, dann ist es kein Wunder, dass man über Afrika phantasiert.

  • 16.06.2009 20:47 Uhr

    von midas:

    Guter Kommentar: In diesem Zusammmenhang wäre noch darauf hinzuweisen, daß die sog. wirtschaftspolitische Kompetenz darin besteht, einem möglichst namhaften Bündnis deutscher Unternehmen eine exorbitante Gewinnmöglichkeit für Material und Infrastruktur beim Bau einzuräumen, schön verschleiert mit dem Label Ökostrom, während eine flächendeckende Anwendung von Solaranlagen in Europa große Teile des Energiebedarfs decken würde...natürlich ohne für die Konzerne Gewinn abzuwerfen.
    Oh, hab ich vergessen, die versteckten Subventionen zu erwähnen...

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