Kommentar von Andreas Speit
Die “Hammerskins“ führen den Kampf für die „weiße Rasse“ mit Musik und Waffen – und doch werden sie in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Das ist auch den Sicherheitsbehörden geschuldet ist, die diese Skinhead-Gruppe und ihre Aktivitäten ignorieren.
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In einem internen Dossier hielt das Bundeskriminalamt schon 2012 fest, dass der mit den Verfassungsschützern gemeinsam erstellte „Projektbericht Kameradschaften“ die Hammerskins nur „inadäquat“ darstellt. „Quellenschutz“ könnte der Grund fürs „Ignorieren polizeilicher Erkenntnisse“ sein, heißt es.
Peinlich und pikant zugleich, denn über ein Jahr nach dem Bekanntwerden der Taten der Zwickauer Terrorzelle NSU führt der Schutz von V-Leuten offensichtlich erneut zu einer verzerrten Einschätzung. In den Verfassungsschutzberichten tauchen die Hammerskins nämlich kaum bis gar nicht auf. Und in Niedersachsen heißt es im aktuellen Bericht prompt, die Hammerskins entfalten “keine Aktivitäten“. Stimmt nicht, wie das Treffen am Samstag zeigte.
Die Berichte des Verfassungsschutzes sind für Behörden und Verwaltungen wichtig, um bestimmte Gruppierungen einschätzen und gegebenenfalls handeln zu können. Hätte der Verfassungsschutz seine Arbeit gemacht und über die Hammerskins berichtet, wären die Zuständigen in Werlaburgdorf vielleicht nicht erst nach mehreren Treffen ortsbekannter Rechter eingeschritten.
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