• 06.04.2010

Die Saga / GWG hat in den vergangenen Jahren immer schwärzere Zahlen geschrieben.

Taschenspieler-Trick

KOMMENTARvon Gernot Knödler

  • 07.04.2010 13:18 Uhr

    von Hergen Hillen:

    Die Privatisierung öffentlicher Unternehmen wurde in den vergangenen Jahren stets damit eingeleitet, die Verwaltungstrukturen zusammenzulegen und zu verschlanken. Erst wenn dieser manchmal Jahre andauernde Prozess abgeschlossen war, wurde die Öffentlichkeit über die Privatisierung in Kenntnis gesetzt. HEW, LBK, Pflegen und Wohnen und HHLA sind unbestritten Beispiele für diese Privatisierungspolitik, die im Prinzip immer nach dem gleichen Muster abgelaufen ist. Als stünde ein politischer Sachzwang dahinter, ist der Verkauf des Tafelsilbers immer unabhängig von politischen Mehrheiten vollzogen worden und weist seit den frühen neunziger Jahren eine bemerkenswerte Kontinuität auf. So ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Verkaufspläne von SAGA/GWG bereits in einer Behördenschublade liegen. Selbstredend gelten solche Vermutungen auch für die HSH-Nordbank. Irgendwelche Versprechungen, wie die von OvB, Hamburg Wasser nicht zu verkaufen, sind in dem Moment hinfällig, wenn sich politische Mehrheiten wieder ändern und neue Sachzwänge für einen Verkauf angeführt werden. Die selbstverursachte Verschuldung ist ein solcher Sachzwang.

    Mich wundert nur, dass noch niemand offen gelegt hat, dass die Stadt Hamburg bei den Privatisierungen am Ende immer draufzahlt, da sich die Unternehmen die Investitionskosten über Miet- und Gebührenerhöhungen wieder zurückholen und darüber auch ihr Wachstum finanzieren (siehe Pflegen und Wohnen, LBK).

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder