Kommentar von Sven-Michael Veit
Der Abgang von Markus Schreiber ist gut und richtig. Vor allem für die Politik in dieser Stadt, aber auch für die Hygiene in der SPD. Er schwächt das System der Günstlingswirtschaft in der real existierenden Sozialdemokratie in Hamburg-Mitte - setzt ihm allerdings noch kein Ende.
Zunächst muss im Bezirksamt am Klosterwall gründlich durchgelüftet werden, und das nicht nur im Jugendamt. Sinnvolle Verwaltungsstrukturen, die in anderen Bezirken längst selbstverständlich sind, müssen dort eingerichtet werden. Aus einem Selbstbedienungsladen von Hofschranzen muss ein Amt werden, das für die BürgerInnen da ist.
Zur Abschaffung des verkahrsteten Systems gehört auch, eine unabhängige Amtsleitung per Ausschreibung von außen zu holen. Sollten sich aber FDP oder GAL zum Mehrheitsbeschaffer der SPD machen, werden sie mitschuldig am Weiterbestehen des alten Machtapparats.
Der rechte Flügel um Mitte-Chef Johannes Kahrs ist jetzt geschwächt. Das ist die Chance, endlich in der Partei aufzuräumen. Olaf Scholz hat sehr lange gezögert, bevor er handelte. Das war ein taktischer Fehler. Dennoch hat er seinen Führungsanspruch für den Moment untermauert.
Die Nagelprobe steht im Juni an: Dann stellt sich Scholz zur Wiederwahl als Parteichef.
Monatelang konnten Bürger am Innenstadtkonzept mitarbeiten. Henning Scherler war dabei und will krasse Planungsfehler korrigieren. Nicht ganz leicht, wie sich herausstellte.

Das alte jüdische Rosenak-Gemeindehaus wollte er zu einem Ort der Erinnerung machen - aber der engagierte Verein "Rosenak-Haus" löst sich jetzt auf. Was dann aus dem Synagogen-Kellergewölbe wird, liegt in der Hand der katholischen Kirche von Klaus Wolschner

Der Künstler Antony Gormley hat eine begehbare Fläche acht Meter über dem Boden in einer der Hamburger Deichtorhallen installiert. Sein Werk kann nicht nur betrachtet, sondern erlebt werden von Stella Wächter

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Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
24.03.2012 13:58 | Solvey
Meine persönliche Kompetenzzumessung gegenüber der SPD liegt trotz des Bilderbuchabgangs Schreibers nach wie vor bei gefühl ...
24.03.2012 13:58 | Oli
Die SPD in Mitte wird so bleiben wie sie ist. Solange Johannes Kahrs sein System dort weiter betreiben kann, kann sich Scho ...
24.03.2012 13:58 | Ayse
Moin, ...