Kommentar von Benno Schirrmeister
Mit Martin Korol ist schon wieder einer aufgetaucht: Wie Thilo Sarrazin oder der Bremen-Blumenthaler Ortsamtsleiter Peter Nowak ist der neue Bürgerschaftsabgeordnete der Bremer SPD den besseren Teilen der Partei peinlich. Dass dieser ungenießbare Genosse nun auf ihre Kosten doch noch ein Mandat bekommen hat, ist einer Reihe von Unglücksfällen geschuldet. Und dass er jetzt, sehr entgegen dem Programm, als Abgeordneter seinen Ressentiments gegen Roma freien Lauf lässt, ist keine Bagatelle.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
Das führt zur Frage: Wie kann die SPD mit jemandem umgehen, der sein Denken nicht von menschenverachtenden, vorkritischen Verallgemeinerungen befreien hat können? Wie verhält sich die Fraktion zu einem Mitglied, das ihre eigene Arbeit mit rechtsextremistischen Formulierungen verächtlich macht und Roma, die aus Mittel- und Osteuropa nach Bremen einwandern, als von ihrer Herkunft bestimmte, geborene Kriminelle und Asoziale diffamiert?
Im Grunde ist die Antwort klar: Die Fraktion muss das Neumitglied rausschmeißen. Denn bei allem Verständnis für die Pluralität im Rahmen einer Volkspartei – Rassenhass darf sie in den eigenen Reihen nicht dulden. Hier kann die passepartout-Lösung „darüber zu reden“ nichts mehr fruchten. Und das muss die SPD sehr dringlich klären: Nur wer weiß, wo links endet, kann die Rechten glaubwürdig bekämpfen.
Die Service-Mitarbeiter der Asklepios-Kliniken sind vom Tarifvertrag ausgenommen. Nun soll ein Haustarif prekäre Beschäftigungsverhältnisse verhindern von Kai von Appen

In Findorff wurde die Modernisierung des Müllheizkraftwerks gefeiert. Dreimal so viel Strom und Fernwärme kommt nun aus der gleichen Menge Müll von Jean-Philipp Baeck

Das Oldenburger Landesmuseum warnt vor den Umtrieben illegaler „Archäologen“ – und hat eine Ausstellung mit pädagogischer Mission auf die Beine gestellt: Statt der Raubgräberei zu frönen, soll die Bevölkerung Hand in Hand mit den Profis arbeiten von Henning Bleyl

David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.

Am Samstag ist es wieder so weit: Im schwedischen Malmö kämpfen 39 Länder um den ersten Platz beim ESC. Wir wissen, auf welche Teilnehmer Sie besonders achten können.

Leserkommentare
05.03.2013 21:06 | ein_Liberaler
Was ist Rassismus? ...
28.02.2013 11:26 | robert
Thomas Ebert, Ihr Kommentar ist genial! Wir sind tatsächlich zu Autorassisten geworden! Unsere Kultur ist nicht mehr zu re ...
27.02.2013 14:51 | ProDiskussion
Wie kommt Schirrmeister zu der anmaßenden Forderung nach einem Ausschluss von Herrn Korola aus der SPD? Parteiausschlussver ...