• 18.03.2009

Dass der Papst sich gegen Kondome ausspricht, kann nicht überraschen. Richtig ist es dennoch nicht.

Der dunkle Kontinent Kirche

KOMMENTARvon Heiko Werning

  • 20.03.2009 09:22 Uhr

    von Walter Jungbauer:

    Als liberaler katholischer Christ bin ich entsetzt über die Äußerungen des Oberhaupts der Römisch-Katholischen Kirche. Eigentlich grenzt das schon an fahrlässige Tötung, was der Papst hier betreibt.
    Gott sei Dank - und ich meine das im Wortsinne! - halten sich selbst in der römisch-katholischen Teilkirche nur noch sehr wenige an das, was Ihnen von der eigenen obersten Kirchenleitung erzählt wird.
    Vielleicht sollte sich die römisch-katholische Kirche mal stärker an ihrer kleinen, liberalen und reformorientierten alt-katholischen Schwester orientieren, welche solche Fragen in die Gewissensfreiheit der Glaubenden stellt, statt irgendwelche Verbotsvorschriften zu erlassen.

    Walter Jungbauer, alt-katholischer Diakon

  • 20.03.2009 00:31 Uhr

    von Empirische Wahrheit:

    Afrikanische Länder mit hohem Katholikenanteil haben nachweislich niedrige AIDS-Infektionsraten (z.b. Uganda, Ruanda oder Kenia). Hingegen haben afrikanische Länder mit niedrigem Katholikenanteil hohe AIDS-Infektionsraten
    (z.B. Swaziland, Botswana, Südafrika, Simbabwe)
    Alles mal wieder Zufall, oder hat der Papst etwa doch recht?

  • 19.03.2009 12:58 Uhr

    von AtheistIII:

    Nur zu wahr.
    Trotzdem regen mich solche Äusserungen immer wieder von neuem auf.

  • 19.03.2009 10:49 Uhr

    von kleiner Spinner:

    Der Kommentator irrt. Ratzinger ist nicht nur "gegen Kondome", was in der Tat nicht überraschend wäre, sondern er erklärt Kondome zusätzlich noch für schädlich im Kampf gegen AIDS.

    Das tut er jedoch so verschwurbelt dass man bloß spekulieren kann: Hat er freundlich darauf hinweisen wollen, dass das Tier im Mann generell zu bändigen sei? Oder hat er gar sagen wollen, was auch im Vatikan gern kolportiert wird, nämlich dass Kondome geheime Löchlein hätten?

    Damit fällt es leicht, jeden Deutungsversuch in die Kategorien des Mögens und Nichtmögens zu verweisen; der Papst kann sich einmal mehr als verfolgte Unschuld inszenieren.

  • 19.03.2009 09:40 Uhr

    von Mareike Schauf:

    Genau! Prima Kommentar! Der Papst macht doch auch nur seinen Job. Es wird ja niemand gezwungen, sich seine Sprüche anzuhören. Also ist doch Energieverschwendung, sich darüber aufzuregen...

    Danke!

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