• 26.08.2008

Kommentar Neonazis in Sachsen

Die NPD wird keine neue PDS

Der Versuch der kommunalen Eliten in Ostdeutschland mit der NPD pragmatisch umzugehen, ist ein Zeichen der Sprachlosigkeit.von Daniel Schulz

  • 27.08.2008 12:09 Uhr

    von anke:

    Ich bin entzückt! Endlich einer, der den Osten wirklich versteht! Der Osten also ist seine Elite und diese Elite ist sprachlos. Weil es ihr an Streitfähigkeit fehlt. Schön, dass es noch derart simpel gestrickte Weltbilder gibt in einer Zeit, die als vollkommen undurchschaubar gilt!

    Aber halt! War da nicht was? Doch, da war was. Die Medien waren. Und wenn man denen so zuhört, könnte man auf die Idee kommen, der Westen käme mit all seiner angeblich studierten Streitfähigkeit nirgendwo in der Welt auch nur einen einzigen Schritt weiter als die Kommunalpolitik im Osten Deutschlands. Schade. Und ich dachte schon, nun würden sich aus Anlass der nächsten Landtagswahl mindestens (wenn nicht sogar mehr als) zwei Drittel der sächsischen Wählerschaft geschlossen hinter Daniel Schulz versammeln. Was hätte das für eine wunderbar aktionsfähige Mehrheitsregierung gegeben im Land der Sachsen! Wahrscheinlich wären gleich nach der Wahl sämtliche (auch die gut getarnten) NPD-Anhänger Sachsens für immer und ewig ins Gefängnis gewandert. Damit wäre dann das deutsche Problem mit Hitler und den Hakenkreuzen ein für allemal gelöst gewesen in den Augen der Welt. Ja, das wäre wirklich schön gewesen!

    Denn leider hat der Mann übersehen, dass ein gar zu simples Weltbild anfällig für kritische Situationen macht. Was, nur zum Beispiel, wäre denn, wenn die NPD angesichts der neuesten Erkenntnissse der auch sehr klugen und besonders kämpferischen Friedrich-Ebert-Stiftung beschließen würde, nur so aus Jux und Tollerei eine Serie von Anträgen zu stellen in den Parlamenten, denen niemand die Menschenwürde und die Toleranz absprechen könnte? Die Sprache, schließlich, ist nur ein Instrument und wenn die menschenfreundlich angestrichenen Anträge sowieso und unbesehen abgelehnt werden...

    Tja, was dann? Dann wären wohl die etablierten Parteien die Dummen in den Augen gewisser, sich auf Grund persönlicher Erfahrungen für ganz besonders vorurteilsfrei haltender Wählerkreise. Zum Glück können ja derartige Fälle gar nicht eintreten. Schließlich: Clevere Nazis gibt es nicht. Und auch die NPD besteht ausschließlich aus bodenlos dummen Glatzköpfen, die zwar allesamt dem Sächsischen fröhnen, die aber zu keinem einzigen eigenen Gedanken in Bezug auf den erklärten Kriegsgegner Demokratie fähig sind und die auch nie im Leben etwas gehört haben von der Weisheit und Kühnheit (nur zum Beispiel) einer erklärt parteinahen Friedrich-Ebert-Stiftung.

    Warum ich mir da so sicher bin? Ganz einfach: Ich weiß ganz genau und unumstößlich, dass die Linke nichts weiter ist als eine heimtückisch getarnte ex-SPD.

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