Verantwortlich sind die Protagonisten dieser Leichen- pardon Loveparade. Leider zählt dazu auch diese Zeitung. Reflektiert mal selbstkritisch eure Überschriften der letzten Jahre zu diesem Thema...
27.07.2010 22:03 Uhr
von Piet:
Mega-Event? Mag schon sein. Aber Imageverbesserung durch die Love Parade?
Ick weeß nich' - die Love Parade ist doch genauso Unterschicht wie Tattoos, Malle und Big Brother.
27.07.2010 21:38 Uhr
von architect:
Wieviele Menschen passen in welcher Zeit durch 20,00m? Ich hörte was von 12Stunden und habe das mal überprüft. 1m pro Mann und Frau ist der seriöse Ansatz und baurechtlicher Standard, also 20 gleichzeitig. 0,63m ist das durchschnittliche Schrittmass, macht bei 1,5 Sekunden pro Schritt, was ein vorsichtiger Ansatz ist aber realistisch, weil es ja auch langsame gibt, gerundet 2,3810 Sekunden pro Meter. 300.000, gemäss der Veranstalterplanung, leider übertroffen, durch 20 Personen gleichzeitig mal 2,3810 Sekunden=35.715 Sekunden=595.25 Minuten=9.92083Periode Stunden. Will damit sagen, und so hattet Ihr das ja in Eurer gestrigen Ausgabe auch schon angedeutet, die Katastrophe, die beim Eingang womöglich noch hätte verhindert werden können wäre zum Ende der Veranstaltung zwangsläufig gewesen. Die NRW Versammlungsstättenverordnung sieht für Versammlungsstätten im Freien und für Stadien 1,20m Fluchtbreite je 600 Personen vor, heisst für 300.000 insgesamt 600m. Waren die ausgewiesen, offenbar nicht. Und mal eine Frage an die Damen und Herren im Bauaufsichtsamt, wieviel Eingangsbreite würden Sie denn im Stadion zulassen, wenn Tokyo Hotel Kàmen und die Hütte ausverkauft wäre. Ich hoffe, die o.g. Textaufgabe nimmt sich der eine oder andere Mathelehrer für die 6.Klasse nach den Ferien vor, verbunden mit dem Hinweis, das Mathe wichtig ist und eine ausreichend rechtzeitige Kalkulation Menschen vor grossem Unglück bewahren kann. Mit freundlichen Grüssen.
27.07.2010 20:51 Uhr
von stef69:
Der Bundestagsabgeodnete und CDU-Kreisvorsitzende Thomas Mahlberg forderte vom NRW-Inneminister, "Duisburg von einer schweren Bürde zu befreien" und den damaligen Polizeichef Rolf Cebin abzusetzen - nur weil dieser zuvor Bedenken wegen erheblicher Sicherheitsmängel äußerte.
Alleine schon die Formulierung "von einer schweren Bürde befreien" zeugt von allerschlechtestem Stil; eine solch abwertende Herabsetzung und Häme gehört sich einfach nicht - schon gar nicht für einen Politiker und Bundestagsabgeordneten.
Wäre der ehemalige Polizeichef noch im Amt, hätte er sich möglicherweise mit seinen zweifelsohne richtigen Einschätzen ggf. durchsetzen und die Verantwortlichen von einer Absage der Loveparade überzeugen können. Rolf Cebin musste aber vorher gehen.
Ein Thomas Mahlberg ist indes weiterhin in Amt und Würden und vertritt sogar das deutsche Volk - also uns alle - im Bundestag.
Seine Beileidsbekundungen und tröstenden Worte auf der Internetseite der Kreis-CDU können bei mir nur noch grenzenlose Wut, Zorn und Trauer hervorrufen.
Leserkommentare
28.07.2010 05:56 Uhr
von Schon Wieder:
Verantwortlich sind die Protagonisten dieser Leichen- pardon Loveparade. Leider zählt dazu auch diese Zeitung. Reflektiert mal selbstkritisch eure Überschriften der letzten Jahre zu diesem Thema...
27.07.2010 22:03 Uhr
von Piet:
Mega-Event? Mag schon sein.
Aber Imageverbesserung durch die Love Parade?
Ick weeß nich' - die Love Parade ist doch genauso Unterschicht wie Tattoos, Malle und Big Brother.
27.07.2010 21:38 Uhr
von architect:
Wieviele Menschen passen in welcher Zeit durch 20,00m? Ich hörte was von 12Stunden und habe das mal überprüft. 1m pro Mann und Frau ist der seriöse Ansatz und baurechtlicher Standard, also 20 gleichzeitig. 0,63m ist das durchschnittliche Schrittmass, macht bei 1,5 Sekunden pro Schritt, was ein vorsichtiger Ansatz ist aber realistisch, weil es ja auch langsame gibt, gerundet 2,3810 Sekunden pro Meter. 300.000, gemäss der Veranstalterplanung, leider übertroffen, durch 20 Personen gleichzeitig mal 2,3810 Sekunden=35.715 Sekunden=595.25 Minuten=9.92083Periode Stunden. Will damit sagen, und so hattet Ihr das ja in Eurer gestrigen Ausgabe auch schon angedeutet, die Katastrophe, die beim Eingang womöglich noch hätte verhindert werden können wäre zum Ende der Veranstaltung zwangsläufig gewesen. Die NRW Versammlungsstättenverordnung sieht für Versammlungsstätten im Freien und für Stadien 1,20m Fluchtbreite je 600 Personen vor, heisst für 300.000 insgesamt 600m. Waren die ausgewiesen, offenbar nicht. Und mal eine Frage an die Damen und Herren im Bauaufsichtsamt, wieviel Eingangsbreite würden Sie denn im Stadion zulassen, wenn Tokyo Hotel Kàmen und die Hütte ausverkauft wäre. Ich hoffe, die o.g. Textaufgabe nimmt sich der eine oder andere Mathelehrer für die 6.Klasse nach den Ferien vor, verbunden mit dem Hinweis, das Mathe wichtig ist und eine ausreichend rechtzeitige Kalkulation Menschen vor grossem Unglück bewahren kann. Mit freundlichen Grüssen.
27.07.2010 20:51 Uhr
von stef69:
Der Bundestagsabgeodnete und CDU-Kreisvorsitzende Thomas Mahlberg forderte vom NRW-Inneminister, "Duisburg von einer schweren Bürde zu befreien" und den damaligen Polizeichef Rolf Cebin abzusetzen - nur weil dieser zuvor Bedenken wegen erheblicher Sicherheitsmängel äußerte.
Alleine schon die Formulierung "von einer schweren Bürde befreien" zeugt von allerschlechtestem Stil; eine solch abwertende Herabsetzung und Häme gehört sich einfach nicht - schon gar nicht für einen Politiker und Bundestagsabgeordneten.
Wäre der ehemalige Polizeichef noch im Amt, hätte er sich möglicherweise mit seinen zweifelsohne richtigen Einschätzen ggf. durchsetzen und die Verantwortlichen von einer Absage der Loveparade überzeugen können. Rolf Cebin musste aber vorher gehen.
Ein Thomas Mahlberg ist indes weiterhin in Amt und Würden und vertritt sogar das deutsche Volk - also uns alle - im Bundestag.
Seine Beileidsbekundungen und tröstenden Worte auf der Internetseite der Kreis-CDU können bei mir nur noch grenzenlose Wut, Zorn und Trauer hervorrufen.