• 14.04.2011

Die Nato tut sich schwer den Libyen-Einsatz durchzuführen. Sie riskiert, in eine lange, hässliche Intervention zu schlittern. Das liegt an ihrer Uneinigkeit.

Gefährliche Präzedenzfälle

KOMMENTARvon OTFRIED NASSAUER

  • 15.04.2011 11:55 Uhr

    von Liam:

    Als was hat Westerwelle sich? Der Kerl aht sich lediglich keine eigene Meinung leisten wollen und hat aus meiner Sicht eine verdiente Kelle bekommen.
    Politiker fürs Schweigen zu bezahlen, das mag ja in sein, aber aus meiner Sicht war es eine falsche Entscheidung.
    Unter dem humanitären Gesichtspunkt befüworte ich das, was versucht wird, auch wenn der Einsatz ohne ein klares ziel nur erbärmlich in die Hose gehen kann. Aber es ist ein Anfang, ein Zeichen, daß man von der Globalisierung nicht nur den Profit und die Proteste nimmt, sondern endlich auch die Verantwortung.
    Es wäre moralisch vollkommen falsch, nichts zu tun, um der Bevölkerung zu helfen und damit hat sich aus meiner Sicht unsere gewählte Volksverarsc... ähm vertretung moralisch falsch verhalten.
    Es mag einen gefährlichen Präzidenzfall schaffen und es mag hässliche Konsequenzen tragen, aber wenn nicht irgendwann eine klare Linie gezogen wird zu Gunsten der regierten Massen, dann ist aller Fortschritt, den wir gemacht haben, seit wir von den Bäumen stiegen, wertlos.
    Mag sein, daß Nichtstun in diesem Falle nicht so direkte, hässliche Folgen für die, die etwas tun gehabt hätte- aber für die Menschen in Libyen hätte es die.
    Schade nur, daß das alles an den internen Sandkastenzänkereien scheitert, daran daß man sich nicht einigen kann, einfach mal das moralisch richtige zu tun, weil lieber jeder will, daß seine Sandburg zur einzig wahren erkoren wird. Politik hat zu wenig mit wirklich wichtigen Dingen zu tun, aber an jedem Strand kommt einmal die Flut.

  • 15.04.2011 10:21 Uhr

    von Kai:

    "Die Nato hat die Führung des Libyeneinsatzes gewollt und hat sie bekommen". Mal die Frage: wem gehorcht die NATO? Na? Eben.

  • 14.04.2011 22:31 Uhr

    von Bernd Goldammer:

    Weiß der Schreiber nichts von den Forderungen der BRIC Staaten? Die UN-Nato Millitäroperationen in Libyen werden zu weiteren internationalen Spannungen führen. Westerwelle hat sich wohl wissender HelmutSchmidt erwiesen. Auch wenn er dafür abgeschossen wurde.

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