Kommentar von KLAUS IRLER
Da, wos weh tut, hilft manchmal eine Betrachtungsweise, die sich auf das Analytische beschränkt. Und auf das Pragmatische. Betrachtet man also den Vergleich der grünen Umweltsenatorin Anja Hajduk mit Vattenfall analytisch und pragmatisch, könnte man sagen: Der Kompromiss ist ein Erfolg. Die Elbe wird nur soweit belastet, wie sie es gemäß den Richtwerten verkraften kann. Planungssicherheit ist erreicht. Ein möglicher Weise teueres Gerichtsverfahren ist abgewendet.
Geht man allerdings einen Schritt zurück und nimmt nicht nur einzelne Aspekte, sondern das Ganze in den Blick, dann ist dieser Vergleich ein Trauerspiel aus grüner Sicht. Den Schutz der Elbe erkauft er mit einem Kühlturm, der es Vattenfall ermöglicht, die Kraftwerkskapazitäten jederzeit auszulasten. Der ganzjährige Betrieb ist gesichert und damit Vattenfall nicht zu viel Geld verliert, muss der Kühlturm nur laufen, wenns kritisch wird. Acht bis neun Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr kann das Kraftwerk in die Luft blasen. Und das wird es auch.
Anja Hajduk hat mit ihrem Gewässerschutz einen Pyrrhussieg errungen. Oder, gemessen an den Dimensionen von Klima- und Gewässerschutz: Ein Pyrrhussiegchen. Einen Vorwurf kann man ihr vor dem Hintergrund mangelnder Spielräume daraus nicht machen. Eine Jubelmeldung allerdings auch nicht.
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Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
01.09.2010 11:47 | Birdwatcher
Die Besserwisserei (ob es nun Sauerstoffbe- oder -entlastung heißt, ist mir echt tofu) geht mir auf den Zeiger. Der Komprom ...
31.08.2010 15:47 | Heinz
Der Kommentar klammert einen Aspekt aus und behauptet somit die Grünen würden den Geld gegen Umweltaspekt erheben. Vattenfa ...
31.08.2010 12:19 | Geiti Nixan
Ich glaube nicht, dass der Kühlturm für Antje ein Problem ist. Die hat sich doch noch nie für die Umwelt interessiert. ...