• 08.05.2009

Wenn friedliche Demonstrationen wie gegen "Pro Köln" verboten werden, besteht die Gefahr der Eskalation.

Kriminalisierung abpfeifen

KOMMENTARvon Pascal Beucker

  • 20.09.2009 09:25 Uhr

    von gerd:

    Der Autor des Kommentars windet sich, wirft Nebelkerzen, dass es schleimig und dunstig wird. Nicht von ProKöln handelte sein Kommentar, an den man ihn wieder erinnern muss, sondern von der Polizei, der der Autor vorwirft, friedliche Proteste zu "kriminalisieren". Argumente für seine These hat er nicht. Also lenkt er ab.

    Seine Grundhaltung: Gegen alles, was Rechts ist, auch gegen den lächerlichen Populistenhaufen von ProKöln, dem man viel zu viel Bedeutung beimisst, wenn man von den "neuen Nazis" redet, ist jedes Mittel recht. Hier hat die an den wehrhaften Rechtsstaat gebundene Polizei - zum Glück - andere, bessere Maßstäbe als: anything goes, Hauuptsache, es gibt es linkes Spektabel und etwas Krach mit der Polizei.


  • 12.05.2009 12:35 Uhr

    von Pascal Beucker:

    Um mit einem Missverständnis einiger Leserkommentarschreiber aufzuräumen: Selbstverständlich halte ich es für legitim, den Islam zu kritisieren - wie auch jede andere Religion. Nur: Das ist nicht das Thema meines Artikels. Denn der „Bürgerbewegung pro Köln“, über die ich geschrieben habe, geht es nur vordergründig um „Islamkritik“. Die dient ihr nur als Fassade ihres rechtsextremistischen Gedankenguts. Das ist auch der Grund, warum in Köln am vergangenen Wochenende sowohl Befürworter als auch Gegner der geplanten repräsentativen Moschee in Ehrenfeld gegen das kleine Häuflein von „Pro Köln“, das sich zu Unrecht „Bürgerbewegung“ nennt, protestiert haben.

    Vielleicht gibt ja dem einen oder anderen Kommentarschreiber die scharfe Distanzierung des islamkritischen Publizisten Ralph Giordano doch einmal zu denken. Denn aufgrund seiner langjährigen unangenehmen Erfahrungen mit der bräunlichen Truppe bezeichnet Giordano „Pro Köln“ als „zeitgenössische Variante des Nationalsozialismus“. Die aus der „Deutschen Liga für Volk und Heimat“ hervorgegangene Vereinigung versuche, islamkritische Haltungen der Bevölkerung im Sinne eines rassistischen Rechtspopulismus auszubeuten und zu missbrauchen. Muslimische Einwanderer würden pauschal als Kriminelle denunziert. Es zeige sich zudem ein "Hass gegen Juden und gegen das westliche Demokratiemodell". Daran ändern auch die paar Israel-Fähnchen nichts, die einige Anhänger des Internetblogs "Politically Incorrect" auf dem Barmer Platz schwenkten.

    Wie man auch sonst zu seinen Auffassungen stehen mag: Wenn es um seine Einschätzung von „Pro Köln“ geht, hat Giordano schlichtweg recht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Pascal Beucker

  • 10.05.2009 22:45 Uhr

    von Christoph:

    Bei den pro-Demonstranten waren soviele Israel-Fahnen -> das allein beweist schon, dass das keine "Nazis" sind... Aber träumt ruhig weiter... Falls die Islamisten wirklcih die Macht übernehmen sollten, dann seid ihr die ersten, die dran glauben müssen (die Juden haben das Gott sei Dank schon erkannt, dass sie auch fällig wären und kämpfen nur zunehmend gegen die Islamisierung).

  • 09.05.2009 13:51 Uhr

    von aso:

    „...Und einige eben auch mit den Mitteln des zivilen Ungehorsams..“

    Hr. Beucker sollte sich mal endlich ernsthaft mit den Inhalten befassen, statt den gewalttätigen randalierenden Mob zu verharmlosen. Auch wenn er nicht der gleichen Meinung ist: Hr. Beucker sollte eher dafür eintreten, daß Pro Köln seine Meinung äußern kann. Und dann sachlich seine eigene Meinung inhaltlich dazu äußern. Statt im Vorfeld hysterisch schon alles zu verteufeln und klar, als rechtsextrem zu diffamieren.
    Umfragen zeigten doch, daß mehr als 50% der Kölner durchaus Probleme mit solchen Großmoscheen haben. Schon vergessen? Halb Köln ist rechtsextrem?

  • 09.05.2009 09:30 Uhr

    von Gerhard Wirtz:

    Eine Menschenjagd durch ganz Köln nach allem was wie "Pro Köln" aussieht, nennen Sie also eine friedliche Demo Herr Beucker?

    Eine Bande, die Menschen mit faustgrossen Steinen bewirft ist eine friedliche Demo Herr Beucker?

    Ich wohne in Köln und habe vor einem Jahr erlebt wie diese friedliche Demo aussah. Ich hoffe diese Hatz gegen Menschen die eine andere Meinung vertreten als der Mainstream wird dieses Jahr nicht mehr stattfinden.

    Die Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden, Herr Beucker.
    Die Menschenwürde ist unantastbar, und das gilt auch für Pro Köln Anhänger.

  • 08.05.2009 10:45 Uhr

    von Kay Meiners:

    Nicht Herr Steffenhagen ist blauägig, sondern Herr Beucker. Ich habe im letzten Jahr die Proteste gegen den Anti-Islamisierungskongress live erlebt. Fahnen von Organisationen mit einem mehr als zweifelhaften Demoktratieverständnis (SAV, Antifa, kurdische Kommunisten) mischten sich munter mit solchen gut beleumundeter Gruppierungen wie z.B. den Gewerkschaften. Dieses Problem ist auch 2009 nicht gelöst.
    Es ging etlichen Teilnehmern nicht nur um eine Gegendemonstration, sondern vor allem darum, eine genehmigte Veranstaltung zu verhindern - auch mit Nötigungen und mit Gewalt. Wer immer noch glaubt, die gesellschaftlichen Kämpfe fänden sich Rechts und Links statt und nicht zwischen Demokraten und Antidemokraten, hat leider wenig aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts gelernt. Herr Beucker muss man zu diesen naiven Geschichtsvergessenen unbedingt hinzuzählen.

  • 08.05.2009 09:26 Uhr

    von Nassauer:

    Die letzte Demo gegen "Pro Köln" war also "friedlich"? Interessant, ich habe da eher nackte Gewalt gegen Andersdenkende erlebt...

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder