Kommentar von Martin Reeh
Ein mühselig zurechtgezimmerter Kompromiss kurz vor Toresschluss, viel Unklarheit über die weiteren Perspektiven. Die Klimakonferenz in Doha endete so wie ihre Vorgänger. Sicher, das Kioto-Protokoll wurde zunächst verlängert. Aber nur noch 37 Staaten sind bei dem Abkommen zur Verminderung von Treibhausgasen dabei.
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Viel mehr war von Doha nicht zu erwarten – und wird es auch nicht von den Folgekonferenzen 2013 und 2014 sein. Verantwortlich dafür ist der Kompromiss, der in Durban 2011 verabschiedet wurde: 2015 soll ein Abkommen beschlossen werden, das ab 2020 in Kraft treten soll. Ein Beschluss, der dazu einlädt, viel Zeit mit Vorgeplänkel und Streit über Verhandlungsdetails zu verbringen, ehe es 2015 zum Showdown kommt. Und dann der nächste laue Kompromiss beschlossen wird. Selbst die EU präsentierte sich in Doha uneinig wie nie.
Die Klimakonferenzen seien schon deshalb notwendig, weil einmal im Jahr das Thema in die Öffentlichkeit getragen werde, argumentieren viele. Aber inzwischen produzieren sie auch Zynismus und Gleichgültigkeit: Konferenz gescheitert – na und? Ist doch wie jedes Jahr. Morgen geht es wieder mit dem Billigflieger ans Mittelmeer.

MARTIN REEH ist Redakteur im Meinungsressort der taz.
Foto: Wolfgang BorrsKann 2015 dennoch zum Erfolg werfen? Das ist nicht wahrscheinlich, solange das Scheitern als Routinefall begriffen wird. Auch in den Nichtregierungsorganisationen, die das Klimathema auf die weltweite Agenda gesetzt haben, haben sich viele in Konferenzdetails verloren.
Das reicht aber nicht, um der Öffentlichkeit die Gefahren zu verdeutlichen: dass der Klimapolitik ein verlorenes Jahrzehnt droht, dass Öl, Kohle und Gas verbraucht werden könnten, bis sie zur Neige gehen – und die Temperatur weltweit um 4 oder 5 Grad steigt.
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Die Welt befindet sich derzeit mitten in einem großtechnischem Experiment mit ungewissem Ausgang: Die intensive Freisetzung von Treibhausgasen, vor allem dem Kohlendioxid (CO2) aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas, verändert die Atmosphäre des Planeten in einer erdgeschichtlich einmaligen Geschwindigkeit. Trotz aller Versprechungen sind die aktuellen Anstrengungen zum Klimaschutz aus Sicht der Wissenschaft bei weitem nicht ausreichend.
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14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.


Leserkommentare
17.12.2012 14:42 | klare Sache
Wir müssen Mutter Erde nunmal ausnehmen wie die Weihnachtsganz, um unsere wichtigen Bedürfnisse befriedigen zu können. Das ...
12.12.2012 10:17 | Räuber
@ello: ...
11.12.2012 17:43 | Hoxos
Hey, den Klimawandel gibt es auch noch - ich dachte, der alte Sack wäre längst zusammen mit seinen Saufkumpanen "Waldsterbe ...