Kommentar von Kaija Kutter
Der Fall des toten Mädchens muss restlos aufgeklärt werden. Hier gibt es viele Fragen. Eigentlich gilt es als ausgeschlossen, Suchtabhängigen ein Pflegekind anzuvertrauen. Entweder die Jugendämter in Harburg und Mitte haben von dieser Abhängigkeit nichts gewusst. Dann müssen sie sich vorwerfen lassen, sie hätten sich zu wenig informiert.
Oder aber es wurde schon 2006 für das Enkelkind bewusst eine Ausnahme gemacht. Dafür kann durchaus etwas sprechen. Wenn Großeltern ihre Krankheit im Griff haben, kann die Unterbringung eines Kindes bei nahen Verwandten die sinnvollere Alternative zum Heim sein. Sie erfordert aber auch verschärfte Aufmerksamkeit. Dass Kinder mit Drogenersatzstoffen in Kontakt kommen, muss problematisiert und um alles in der Welt verhindert werden.
Der Vorfall sollte Anlass sein, nach strukturellen Fehlern zu suchen. Die Frage ist, wurde hier zu viel Verantwortung nach außen delegiert? Auf keinen Fall aber sollte man jetzt alle Pflegeeltern dieser Stadt diskreditieren. Sie leisten wichtige Arbeit. Und es gibt zu wenige von ihnen.
Der Vorfall zeigt, dass man bei der Familienhilfe keine Sparquoten verfügen darf. Ob für ein Kind die günstigere Pflegefamilie oder die teurere stationäre Unterbringung richtig ist, sollte allein aufgrund pädagogischer Kriterien entschieden werden.
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Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.


Leserkommentare
31.01.2012 08:16 | Frau Meier
Bei aller Betroffenheit: Auch wenn jetzt seit einem Dreivierteljahr Scheele Sozialsenator ist: Mit dieser Entscheidung hat ...
30.01.2012 22:53 | Barbara Uduwerella
@ von Pfeiffer 1949 ...
27.01.2012 19:27 | Pfeiffer 1949
Warum sitzt er Scheele nicht wegen Beihilfe im Knast wo er hingehört. Es ist doch eine Frechheit was dieses Amt sich geleis ...