Schwarz-Gelb-Grün ist an der Saar so gut wie sicher. Die Jamaika-Koalition macht die Republik zwar bunter, aber noch lange nicht solide und bietet kein Modell für die Zukunft.
"Am Ende interessieren sich Politiker stets weniger für Inhalte als die Wähler."
Wo haben Sie denn das her? Die meisten Leser-Kommentare, z.B. auch hier bei taz.de lassen Inhalte schmerzlich vermissen. Da wird ohne jeglichen Bezug auf Inhalte immer und immer dieselbe Leier von der verlorenen Unschuld der guten Grünen vorgetragen von Leuten, die genau wissen, wo das GUTE steht: Dort wo sie selber stehen.
Und die taz? Bringt eine Titelseite zum Thema und dazu einen ganzen Artikel, der auf das angekündigte Thema (Koalitionsvertrag) inhaltlich mit keinem Wort eingeht!
Da wird ihnen jede PolitikerIn in 3 Minuten mehr über Inhalte sagen können. Schluss mit dieser elenden Selbstgerechtigkeit der oberflächlichen und populistischen Politiker-Kritik! Der gute, schlaue Wähler gegen die bösen, korrupten Politiker: das ist zu platt und passt nicht zum hohen Anspruch der taz.
06.11.2009 09:09 Uhr
von Sepp Ludwig Gramann:
Dass sich zumindest einige Parteiverwalter für Inhalte wenig, für persönliche Eitelkeiten und Zickereien dafür aber um so mehr interessieren, ist offensichtlich. Nur politisch ist das alles eben gerade nicht. Da spielen Herren wie Ulrich oder auch Matschie von der SPD wohl eher "Telenovela", als mal strategisch und über ihren landespolitischen Tellerrand hinaus zu denken. Nur wer das Politische mit Zickenterror und einer Castingshow verwechselt, kann als Grüner oder Roter auch ohne Not(!) dahin kommen, der schwarz/gelben Atomclique den Steigbügel halten. Früher hieß so etwas "Verrat an der Sache". Aber früher ist ja vorbei. Party on.
06.11.2009 01:34 Uhr
von Daniel:
Ich denke, dass es Ulrich auf überzeugende Weise gelungen ist, viele tiefgrüne Inhalte im Koalitionsvertrag unterzubringen. Ob das so mit den Linken möglich gewesen wäre, die am Kohleabbau weiter festhalten wollten, ist sehr ungewiss. Zwar scheinen auch persönliche Gründe eine wichtige Rolle gespielt zu haben, jedoch habe ich ganz und gar nicht das Gefühl, dass politische Versprechen bei den Grünen gebrochen wurden - im Gegenteil. FDP und CDU? - Wollen wohl viel zu gerne regieren, als das sie wichtige Inhalte besetzen.
Leserkommentare
06.11.2009 16:57 Uhr
von Karsten de Ponte:
"Am Ende interessieren sich Politiker stets weniger für Inhalte als die Wähler."
Wo haben Sie denn das her? Die meisten Leser-Kommentare, z.B. auch hier bei taz.de lassen Inhalte schmerzlich vermissen. Da wird ohne jeglichen Bezug auf Inhalte immer und immer dieselbe Leier von der verlorenen Unschuld der guten Grünen vorgetragen von Leuten, die genau wissen, wo das GUTE steht: Dort wo sie selber stehen.
Und die taz? Bringt eine Titelseite zum Thema und dazu einen ganzen Artikel, der auf das angekündigte Thema (Koalitionsvertrag) inhaltlich mit keinem Wort eingeht!
Da wird ihnen jede PolitikerIn in 3 Minuten mehr über Inhalte sagen können. Schluss mit dieser elenden Selbstgerechtigkeit der oberflächlichen und populistischen Politiker-Kritik! Der gute, schlaue Wähler gegen die bösen, korrupten Politiker: das ist zu platt und passt nicht zum hohen Anspruch der taz.
06.11.2009 09:09 Uhr
von Sepp Ludwig Gramann:
Dass sich zumindest einige Parteiverwalter für Inhalte wenig, für persönliche Eitelkeiten und Zickereien dafür aber um so mehr interessieren, ist offensichtlich. Nur politisch ist das alles eben gerade nicht. Da spielen Herren wie Ulrich oder auch Matschie von der SPD wohl eher "Telenovela", als mal strategisch und über ihren landespolitischen Tellerrand hinaus zu denken. Nur wer das Politische mit Zickenterror und einer Castingshow verwechselt, kann als Grüner oder Roter auch ohne Not(!) dahin kommen, der schwarz/gelben Atomclique den Steigbügel halten. Früher hieß so etwas "Verrat an der Sache". Aber früher ist ja vorbei. Party on.
06.11.2009 01:34 Uhr
von Daniel:
Ich denke, dass es Ulrich auf überzeugende Weise gelungen ist, viele tiefgrüne Inhalte im Koalitionsvertrag unterzubringen. Ob das so mit den Linken möglich gewesen wäre, die am Kohleabbau weiter festhalten wollten, ist sehr ungewiss. Zwar scheinen auch persönliche Gründe eine wichtige Rolle gespielt zu haben, jedoch habe ich ganz und gar nicht das Gefühl, dass politische Versprechen bei den Grünen gebrochen wurden - im Gegenteil. FDP und CDU? - Wollen wohl viel zu gerne regieren, als das sie wichtige Inhalte besetzen.