Israel hat seine Lektion aus dem Kampf gegen die Hisbollah nicht gelernt. Mit ihren Militäraktionen stärkt Israel ausgrechnet die Kräfte, die man doch loswerden will.
Oberflächiger, von naiven Schemata durchsetzter Kommentar. In den frühen 1990er Jahren ging es Israel um einen Frieden ganz zu seinen Bedingungen, jetzt geht den Führern des Landes gar nicht mehr um Frieden. Wer fernsehmäßig immer nur auf die spektakulären (und furchtbaren) Feuerangriffe schaut, kann trotz der brutalen Assymetrie noch so tun, als seien beide Seiten in gleicher Weise für "die Gewalt" verantwortlich. Die alltägliche, nicht feuerkraftgebundene Gewalt kommt von Israel, ist Teil seiner strukturellen Unterdrückung der Palästinenser, die schon mit der Entstehung des Landes geboren wurde. Da braucht El-Gawhary Widerstand gar nicht in Anführungszeichen zu setzen, den Menschen in Gaza bleibt doch kaum etwas anderes übrig. Ist es nicht anmaßend zu erwarten, die Palästinenser sollen sich ständig wie bürgerliche Pazifisten benehmen, die vor Atomkraftwerken demonstrieren, während Israel seine bestenfalls schikanöse Politik ungestört weiterbetreiben darf? Es ist auch nicht so, dass Verhandlungen einfach nur "nichts bringen", sondern dass Israel den Palästinensern das Leben immer unerträglicher macht. Israel führt einen Krieg gegen ein ganzes Volk, nicht bloß gegen eine bestimmte Organisation oder Regierung. Das war schon immer so.
30.12.2008 17:28 Uhr
von Anton:
@ Honk: Israelische völkerrechtswidrige Besatzung und Besatzungspolitik in Palästina...War da 'mal was...oder gibt's das alles gar nicht? Falls es Sie interessiert: "UN-Berichterstatter bezeichnet die israelische Politik in Gaza als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" (= Zitat taz/ Nahost vom 10.12.'08).
30.12.2008 15:17 Uhr
von Honk:
Israel hat kaum eine andere Wahl, als die ständigen Angriffe auf seine Bevölkerung mit Gewalt abzuwehren. Dem Frieden stehen alldiejenigen im Wege, die die Palästinenser immer noch ermutigen, einen Krieg zu führen den sie längst (glücklicherweise) verloren haben. Dass sich diejeingen noch Humanität und Friedensfreundschaft auf die Fahnen schreiben ist Zynismus pur. Wenn die Palästinenser die Waffen niederlegen, werden sie Frieden haben. Und die Möglichkeit vom Wohlstand Israels zu profitieren. Stattdessen gehen sie ihren Vernichtungsphantasien nach...
30.12.2008 10:14 Uhr
von Thomas Hobolus:
Nicht nur die moderaten Araber sind die Verlierer, nein - die ganze Menschheit ist Verlierer in diesem grausamen geostrategischen Spiel. Die staendige Fortfuehrung von Gewaltanwendung besonders seitens der Israelis muss doch langsm die Menscheit wachruetteln. Millitaerisch augferuestet von den USA bis an die Zaehne, die unverstaendliche einseitige Unterstutzung der Israelis durch viele westliche Laender sowie eine skrupellose, an Apartheit grenzende, Unterdrueckung der Palaestinenser fuehrt uns vor Augen was die Welt wirklich ist. Naemlich eine von westlichen Machten gesteuerte Interessengemeinschaft der Wirtschaft ohne jegliche humane Charakterzuege.
30.12.2008 08:38 Uhr
von WAnton:
Die israelische Militärmaschinerie gehört zu den besten und hochgerüstetsten der Welt; jeder weiß, wer militärisch überlegen ist. Israel und seine politischen Führer sind ja nicht doof. Sie wissen meiner Meinung nach genau, was sie tun und welches die Konsequenzen sind. Wirklicher Frieden mit den Palästinensern würde auch bedeuten, dass Israel sich an getroffene Abmachungen halten und irgendwelche Grenzen Palästinas akzeptieren muß. Wenn man Israels Verhalten analysiert, unterstelle ich den israelischen Führern, kein Interesse an wahrem Frieden zu haben. Denn nur in dieser Atmosphäre der Unsicherheit und der Auseinandersetzung mit den Palästinensern hat Israel die Möglichkeit, seine völkerrechtswidrige Siedlungs- und Annektionspolitik weiter zu führen.Gelegenheit, diese zu beenden gab es genug. Die Frage die gestellt werden soll, lautet: aus welchem Grunde akzeptieren die Staaten des 'Westens' diese völkerrechtswidrige Politik Israels und leisten Israel auch beim permanenten Bruch des Völkerrechts und bei Kriegsverbrechen "uneingeschränkte Solidarität" (A. Merkel)?
Leserkommentare
31.12.2008 08:31 Uhr
von Katev:
Oberflächiger, von naiven Schemata durchsetzter Kommentar. In den frühen 1990er Jahren ging es Israel um einen Frieden ganz zu seinen Bedingungen, jetzt geht den Führern des Landes gar nicht mehr um Frieden. Wer fernsehmäßig immer nur auf die spektakulären (und furchtbaren) Feuerangriffe schaut, kann trotz der brutalen Assymetrie noch so tun, als seien beide Seiten in gleicher Weise für "die Gewalt" verantwortlich. Die alltägliche, nicht feuerkraftgebundene Gewalt kommt von Israel, ist Teil seiner strukturellen Unterdrückung der Palästinenser, die schon mit der Entstehung des Landes geboren wurde. Da braucht El-Gawhary Widerstand gar nicht in Anführungszeichen zu setzen, den Menschen in Gaza bleibt doch kaum etwas anderes übrig. Ist es nicht anmaßend zu erwarten, die Palästinenser sollen sich ständig wie bürgerliche Pazifisten benehmen, die vor Atomkraftwerken demonstrieren, während Israel seine bestenfalls schikanöse Politik ungestört weiterbetreiben darf? Es ist auch nicht so, dass Verhandlungen einfach nur "nichts bringen", sondern dass Israel den Palästinensern das Leben immer unerträglicher macht. Israel führt einen Krieg gegen ein ganzes Volk, nicht bloß gegen eine bestimmte Organisation oder Regierung. Das war schon immer so.
30.12.2008 17:28 Uhr
von Anton:
@ Honk: Israelische völkerrechtswidrige Besatzung und Besatzungspolitik in Palästina...War da 'mal was...oder gibt's das alles gar nicht?
Falls es Sie interessiert: "UN-Berichterstatter bezeichnet die israelische Politik in Gaza als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" (= Zitat taz/ Nahost vom 10.12.'08).
30.12.2008 15:17 Uhr
von Honk:
Israel hat kaum eine andere Wahl, als die ständigen Angriffe auf seine Bevölkerung mit Gewalt abzuwehren. Dem Frieden stehen alldiejenigen im Wege, die die Palästinenser immer noch ermutigen, einen Krieg zu führen den sie längst (glücklicherweise) verloren haben. Dass sich diejeingen noch Humanität und Friedensfreundschaft auf die Fahnen schreiben ist Zynismus pur. Wenn die Palästinenser die Waffen niederlegen, werden sie Frieden haben. Und die Möglichkeit vom Wohlstand Israels zu profitieren. Stattdessen gehen sie ihren Vernichtungsphantasien nach...
30.12.2008 10:14 Uhr
von Thomas Hobolus:
Nicht nur die moderaten Araber sind die Verlierer, nein - die ganze Menschheit ist Verlierer in diesem grausamen geostrategischen Spiel. Die staendige Fortfuehrung von Gewaltanwendung besonders seitens der Israelis muss doch langsm die Menscheit wachruetteln. Millitaerisch augferuestet von den USA bis an die Zaehne, die unverstaendliche einseitige Unterstutzung der Israelis durch viele westliche Laender sowie eine skrupellose, an Apartheit grenzende, Unterdrueckung der Palaestinenser fuehrt uns vor Augen was die Welt wirklich ist. Naemlich eine von westlichen Machten gesteuerte Interessengemeinschaft der Wirtschaft ohne jegliche humane Charakterzuege.
30.12.2008 08:38 Uhr
von WAnton:
Die israelische Militärmaschinerie gehört zu den besten und hochgerüstetsten der Welt; jeder weiß, wer militärisch überlegen ist. Israel und seine politischen Führer sind ja nicht doof. Sie wissen meiner Meinung nach genau, was sie tun und welches die Konsequenzen sind. Wirklicher Frieden mit den Palästinensern würde auch bedeuten, dass Israel sich an getroffene Abmachungen halten und irgendwelche Grenzen Palästinas akzeptieren muß. Wenn man Israels Verhalten analysiert, unterstelle ich den israelischen Führern, kein Interesse an wahrem Frieden zu haben. Denn nur in dieser Atmosphäre der Unsicherheit und der Auseinandersetzung mit den Palästinensern hat Israel die Möglichkeit, seine völkerrechtswidrige Siedlungs- und Annektionspolitik weiter zu führen.Gelegenheit, diese zu beenden gab es genug. Die Frage die gestellt werden soll, lautet: aus welchem Grunde akzeptieren die Staaten des 'Westens' diese völkerrechtswidrige Politik Israels und leisten Israel auch beim permanenten Bruch des Völkerrechts und bei Kriegsverbrechen "uneingeschränkte Solidarität" (A. Merkel)?