• 08.03.2010

Warum soll der Staat für kühne Anleger aufkommen, die in Erwartung orbitanter Renditen ihr Kapital bereitwillig aufs Spiel setzen?

Natürlich zahlt Island nicht

KOMMENTARvon Felix Lee

  • 08.03.2010 20:04 Uhr

    von schnurzel:

    @von schlegel

    Naja die Umweltbank ist jetzt ein blödes Beispiel, weil sie nicht dem Einlagensicherungsfond der Banken angehört und man bei deren Pleite auch nicht mehr als der Investor in Island bekäme. Wer in Island angelegt hat, hat nicht nur 2 bis 3% Rendite bekommen (bekommen, weil er sein Geld eben schon wieder in der Tasche hat), es war mehr, soviel mehr, dass man hätte wissen müssen, dass das ein Schneeballsystem ist.
    Aber jetzt weiß ich, das ich zu vorsichtig war, ich hätte meine Geld da reinstecken sollen, ich wäre entschädigt worden und das Risiko haben jetzt die Steuerzahler. Deshalb bin ich jetzt auch in griechische Staatsanleihen eingestiegen. 6% bei nahe Null Risiko. Der Steuerzahler zahlt die Zeche.

  • 08.03.2010 15:33 Uhr

    von schlegel:

    „Denn warum soll der Staat für kühne Anleger aufkommen, die in Erwartung orbitanter Renditen ihr Kapital bereitwillig aufs Spiel setzen? Wer dubiosen Spekulanten sein Geld in den Rachen wirft, trägt selbst das Risiko.“

    Es wäre wünschenswert, dass Herr Lee zumindest in Grundzügen die Thematik verstanden über die er schreibt. Das ist aber offensichtlich nicht der Fall.

    Es ging hier um Einlagen, für die der isländische Staat bis zu einer bestimmten Summe garantiert hatte. Das gibt es auch in Deutschland und allen anderen Ländern der EU. Wenn Sie ihr Geld beispielsweise bei der Umweltbank oder Sparkasse in Festgeld anlegen. Sind Sie dann ein „kühner Anleger“? Sind die in Aussicht gestellten 2 bis 3% „orbitante Renditen“? Und die genannten Institute „dubiosen Spekulanten“? Wohl kaum. Eine Unvorsicht kann man allenfalls den Anlegern vorwerfen, die über den garantierten Betrag angelegt haben. Ob man dies allerdings schon als „kühn“ bezeichnen kann, wage ich zu bezweifeln.

    Ich wünsche Herrn Lee, dass er das nächste Mal ein Thema findet, das ihm mehr liegt.

  • 08.03.2010 15:17 Uhr

    von anke:

    Natürlich zahlt Island nicht. Früher, schließlich, war es üblich, einen Staat zuerst militärisch zu besiegen, bevor man seine Bewohner finanziell schröpfte. Briten und Holländer haben den Isländern, so weit ich weiß, bisher nicht einmal den Krieg erklärt.

  • 08.03.2010 13:40 Uhr

    von Schnurzel:

    Natürlich werden die Isländer zahlen. Genauso wie der Italiener um die Ecke Schutzgeld zahlt.
    Reichtum muss ja irgendwo herkommen.

  • 08.03.2010 11:21 Uhr

    von Lorenz Peters:

    Ich weiss nicht welche "exorbitanten" Renditen
    angeblich versprochen wurden - ich weiss nur wir
    deutschen Sparer wurden ähnlich dargestellt.
    Es entsprach keineswegs der Realität.
    Der Zinsatz lag konkret 0,5% höher wie bei Deutschen
    Banken.












  • 08.03.2010 09:07 Uhr

    von Thomas Sch.:

    Ich muß tatasächlic sagen, daß ich eine klammheimliche Freude daran habe, daß auch mal die eine oder andere Bank einen auf die Gusche kriegt.

  • 08.03.2010 03:28 Uhr

    von Tomate:

    Ich hoffe, dass die Eisländer auch weiterhin bei ihrem Nein bleiben. Dieses kleine Volk hat sich unseren Respekt verdient!

    Und ich hoffe, dass sie alle verkrachten Zocker, ob heimisch oder aus England und Europa - all die, die sie um ihr Geld erpressen wollen, um sich an ihnen gesund zu sanieren - überdies auch noch so bald wie möglich zurück ins Meer jagen.

    Daran sollten wir Deutschen uns ruhig ein Beispiel nehmen - wir mit unseren Bankrettern und Steuersenkern!

  • 07.03.2010 23:08 Uhr

    von Markus Meckl:

    Die Abstimmung ging doch gar nicht darum, ob Island nun bezahlt oder nicht. Die Abstimmung ging nur darum in welcher Form dies geschieht. Da es bereits einen besseren Vertrag gibt, war die ganze Abstimmung eine einziger Witz und wurde letztlich nur veranstaltet, damit die uninformierten Journalisten ihre David gegen Goliath Geschichte schreiben können. Griechenland mag mehr Sonne haben, aber wir im Norden haben die bessere Presse.

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