• 12.08.2010

Kommentar Hochwasser in Pakistan

Die Rangfolge der Empathie

Spenden- und Hilfsbereitschaft für die Opfer hat meist mehr mit Empathie zu tun als mit der Schwere einer Katastrophe – und Pakistan ruft negative Assoziationen hervor.von Andreas Zumach

  • 14.08.2010 13:44 Uhr

    von the fall:

    beim lesen von sebastians kommentar [13.8.; 9:42] hat sich mir der magen umgedreht.

    gut, dass a.zumach überhaupt zum (medial fast völlig totgeschwiegenen) thema "empathie" schreibt. er hätte jedoch ruhig drastischere worte finden dürfen. "atomwaffen" und "korruption" scheinen mir relativ unbedeutend für die ausbleibende hilfe - "kopftuch" und "turban" sind nach 10jahren "endlich offen & ohne multikulti-romantik"-fremdenfeindlicher hetze in medien&politik wohl entscheidender.

    übrigens hat empathie eigentlich nix mit "verbunden fühlen" oder "staatszugehörigkeit" zu tun. sondern gerade unabhängig davon zu erkennen:
    mensch ist mensch

  • 13.08.2010 09:42 Uhr

    von Sebastian:

    Ich hab schon gespendet, aber für Russland. Mit denen fühle ich mich auf jeden Fall mehr verbunden als mit Pakistan. Zum Glück kann man bei uns frei wählen an wen man spendet.

  • 13.08.2010 02:06 Uhr

    von Michael Scheier:

    Die Spendenbereitschaft je Katastrophe hat glaube ich wenig mit der Stärke unserer Empathie zu tun, sondern eher damit
    1. wie spektakulär über eine Katastrophe berichtet wird
    2. ob das Spektakel die vorige Katastrophe übertrifft
    3. wie lange die letzte Katastrophe her ist.
    Und die Höhe des jeweiligen Spendenbetrages hängt davon ab, wieviel Geld einer hat und wie sehr ihn sein Gewissen plagt.
    Und weil all diese Faktoren zu sehr sprunghaften, dem jeweiligen Bedarf nicht angemessenen Spendenflüssen führen, empfiehlt es sich für einen, der spenden will, einer seriösen Hilfsorganisation einen regelmäßigen Betrag zu spenden, auf den sie sich verlassen und entsprechend Spendenaufkommen und jeweiliger Bedarfseinschätzung verteilen kann.
    Am eigentlichen Skandal, wie wenig Mittel unser reiches Land für eine wirksame Hilfe für die armen Länder übrig hat, und dass unter FDP-Minister Niebel die Mittelvergabe jetzt im Falle Afghanistan auch noch daran gebunden ist, ob NGOs bereit sind, mit dem Militär vor Ort zusammenzuarbeiten, ändert das natürlich kein Jota.

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