"und zur unfähigkeit und ignoranz der familienministerin fehlen mir ohnehin die worte"
äh, die Frau ist 32 und erst seit ein paar Tagen im Amt. Kann es sein, dass sie etwas voreingenommen sind?
17.03.2010 11:36 Uhr
von Elke K:
stimme frau oestreich vollkommen zu. und frage mich, warum zumeist männer so wild dagegen reden. 30%!!! was ist daran soooo beängstigend??? und es soll mir keiner erzählen, die 30% qualifizierte frauen sind nicht zu finden. die gibt es schon lange. die werden nur irgendwann durch die bestehenden strukturen ausgebremst. interessant, daß zumeist männer das vorhandensein von männerseilschaften, gläserner decke und frauenfeindlichem klima abstreiten. die meisten frauen sehen das wohl anders. und zur unfähigkeit und ignoranz der familienministerin fehlen mir ohnehin die worte
16.03.2010 19:11 Uhr
von Wolf:
@ express
Ja, DANN ja!
@ Brunhilde
Warum eigentlich nicht!
(Schon mal den Beriff Vitamin B gehört? Nicht - ok dann evtl. "Mentor"? Auch nicht - na macht ja nichts (aus)...)
16.03.2010 18:45 Uhr
von Theo:
Warum denn so ungeduldig? Das Gender-Umerziehungsprogramm läuft doch. Und die Geburtenrate bleibt zum Glück konstant bzw. sinkt ein wenig. Der Feminismus ist ja zum Glück in eine Einbahnstraße geraten, und reißt die ganze Gesellschaft mit. Abtreibung + Single-Leben + Kinderlos-Sein ist der erfolgreiche Weg in die Moderne. Hurra, wir vergreisen! Und endlich bricht auch dieser lästige Sozialstaat zusammen, der von den wenig übrig gebliebenen Jungen Leuten nicht mehr finanziert werden kann. Ich finde das alles Super!
16.03.2010 17:26 Uhr
von emil:
hier entsteht bisweilen der eindruck, gute positionen würden nach qualifikation vergeben und frauen seien folgerichtig nicht gut genug qualifiziert, weswegen mehr männer diese jobs bekommen.
nun entspricht das leider nicht den tatsachen, schultechnisch sind frauen den männern überlegen und glänzen mit besseren zeugnissen. diese überlegenheit hält allerdings nur bis zum studienabschluss an. frauen die promovieren, habilitieren oder einfach nur arbeiten wollen, ziehen gegenüber männer den kürzeren, obwohl die männer auf dem vorausgegangen bildungsweg schlechter qualifiziert waren.
und da wird hier behauptet, es gibt eben nur männer, die qualifiziert sind?
die sache ist doch die: die weitaus qualifizierteren frauen bekommen keine chance, um die nötige erfahrung für die besseren jobs zu erhalten.
dann lässt sich natürlich leicht sagen, dass es keine weiblichen, geeigneten arbeitskräfte gibt.
ist nur ein bisschen albern. so wie das hundchen anzubinden und es dann aufzufordern zu kommen. tja wer nicht will, er hat schon, nech?!
16.03.2010 14:54 Uhr
von Brunhilde_Faszanatas:
Ohhh, und ich dachte immer, bei der Besetzung einer Stelle sei in erster Linie die Qualifikation (plus Erfahrung) entscheidend. Wahrscheinlich ist der Standpunkt, dass Fähigkeiten entscheidend sind, einfach total altmodisch.
Ich werde mich bemühen, mein altmodisches Denken dem neuen, fortschrittlichen Zeitgeist anzupassen. Vielleicht kann man zukünftig auch eine Quote für sexuelle Minderheiten und Menschen mit Migrationshintergrund einführen?
Warum denn immer nur Frauen??
Jede/r Mensch/in sollte im Aufsichtsrat sitzen dürfen.
16.03.2010 14:36 Uhr
von Birthe:
Solange sich die taz grundsätzlich positiv über den ach so süßen "Burkini" äußert und das weibliche "Recht auf Verhüllung"* hochhält (ein "Recht", das freilich nichts anderes ist, als ein Einfallstor für Unterdrückung), kann ich sie in Bezug auf Gender-Fragen nicht mehr ernst nehmen. Frauenquote in Dax-Konzernen... was bringt das den Mädchen, die nicht einmal am Schwimmunterricht oder an Klassenfahrten teilnehmen dürfen? Achja, schon jetzt herzlichen Glückwunsch an die künftige 1-Mio.-Jahresgehalt-Frau von der Telekomm. Endlich! Our work here is done!
*"Allerdings wird gelegentlich vergessen, dass es dabei eben um Freiheiten geht. Und dazu gehört auch die Freiheit, seinen Körper zu ver- statt zu enthüllen." (Heide Oestrich)
16.03.2010 13:56 Uhr
von express:
Naja, da haben wir ja mal eher die ganze Palette verkrusteter Gender-Vorurteile vorgetragen bekommen. Gläserne Decke, die Seilschaften, die bösen Jungs, die nicht wollen, dass die Mädels mitspielen, etc. Ich vermisse in der ganzen Diskussion die Frage nach den Anforderungen an eine solche Position.
Wer im Aufsichtsrat sitzt kann eben keine Teilzeit arbeiten und entgegen der Meinung hier im Forum sind das auch keine Jobs, die man durch Glück, ähnlich einer Lotterie bekommt, sondern für die man sich Jahre durch die harten Hierarchien unter größten persönlichen (und meist familiären) Entbehrungen kämpfen muss. Hier mit Quoten zu kommen, also Personen aufgrund ihres Geschlechts, nicht unbedingt ihrer Leistung einzusetzen kann hier nicht die richtige Antwort sein und widerspricht wohl auch dem Gerechtigkeitssinn der meisten Menschen. Eine gute Förderung und bessere Kinderbetreuung müssen her, ein klare Monitoring, dass keine Diskriminierung stattfindet und ähnliches. Dann brauchen wir keine Quotenfrauen sondern bekommen die, die auch den nötigen Respekt für einen solchen Job verdienen.
16.03.2010 12:28 Uhr
von Elisabeth Kasper:
Schon 2002 wurde eine Studie im Auftrag der Regierung zu diesem Thema erstellt. Mit dem Ergebnis das die Quotenreglung der Wirtschaft dienlich wäre. Ich fände es angebracht, das sich die Frauenministerin ihre Haltung aufgrund dieser Ergebnisse bildet, als den eigenen Lückenhaften Erfahrungsschatz dazu preisgibt. Wir Bürger haben die Studie ja schließlich auch schon bezahlt.
16.03.2010 12:12 Uhr
von Christian Puzicha:
Was Quoten bringen, sieht man ja an unserer Ministerin. Weiblich, konservativ und aus der Seilschaft von Koch.
16.03.2010 11:17 Uhr
von TobiasL:
@lebowski
Das kann man so aber nicht pauschalisieren...
Sicherlich gibts Frauen, die einfach arrogant werden, eben weil sie die Frau sind und sich deswegen über die Männer stellen, wenn dann wer was sagt, ist es die Frauenfeindlichkeit usw...
Das sind aber längst nicht alle, ich kenne genauso Frauen, mit denen du vernünftig sprechen kannst und kompetent sind. Und dort liegt mMn auch ein Problem: Wenn eine Frauenquote eingeführt wird, wird zwar das Verhältnis Mann-Frau besser ausgeglichen, die Kompetenz, die mMn eigentlich entscheidend ist, kann dabei aber auch mal schnell in den Hintergrund rücken, da man ja unbedingt die Frauenquote befriedigen muss
16.03.2010 11:15 Uhr
von Angela K.:
In meiner Karriere oder - wie es so schön heisst - Erwerbsbiografie gibt es zwei Phasen: vor den Kindern und nach den Kindern. Vor den Kindern ging es erfolgreich bergauf. Gehalt, Verantwortung, Position. Seit ich Mutter bin, kämpfe ich stetig darum, wenigstens das Niveau zu halten, das ich vor der Geburt des ersten Kindes erreicht hatte. Mag sein, dass ich mittlerweile "zu blöd" bin (s. Kommentar weiter oben). Glaube ich aber nicht.
Mit 30, ohne Kinder, habe ich mir keine Gedanken gemacht über Quoten und machmal habe ich auch gedacht: was wollen denn alle, geht doch. Mit 38 und zwei Kindern denke ich: ja, Quote her. Mehr Mut her. Mehr Bereitschaft her auf beiden Seiten (Frauen und Unternehmen), Verantwortung zu übernehmen. Alles, was es Frauen und insbesondere Müttern erleichtert, sich der Führungsverwantwortung zu stellen, sollte ausgereizt werden.
Gute Genderpolitik kann man auch ohne eigene Kinder machen. Ich erwarte von Frau Schröder, dass sie trotz ihres jugendlichen Alters soweit abstrahieren kann und erkennt, dass es eben nicht einfach so geht.
16.03.2010 11:08 Uhr
von malina:
Mein Gott ich hätte gedacht dass eine junge Familienministerin sich vielleicht auch ein wenig für die Interessen jüngerer Frauen einsetzen würde aber ncihts da, sie hat wohl noch nicht gemerkt, dass sich der WInd gedreht hat und Frauen mehrheitlich arbeiten wollen und müssen. Die einzigen die sie mit dieser Politik beeindrucken kann sind wahrscheinlich konservative Männer und konservative ältere...
Ich stimme Stuckert voll zu!!!
16.03.2010 09:55 Uhr
von Sabine Preussker:
Danke! Ausgezeichneter Artikel. Auch bei diesen Thema stelle ich mir wieder einmal die Frage: "Wie ,oder besser durch wen, hat es Kristina Schröder geschaft an diesen Posten zu kommen". Grüße aus Berlin
16.03.2010 09:40 Uhr
von Christian D.:
Möglicherweise ist die Quote nicht der Weisheit letzter Schluss. Wer aber keine besseren funktionierenden Vorschläge hat, sollte dann doch besser schweigen. Als ob die gute Dame nicht selbst eine Art konservative Quotenfrau wäre...
16.03.2010 08:58 Uhr
von lebowski:
Die meisten Power- und Karriere-Frauen, die ich so kennen gerlernt habe, waren ein veritable Plage. 1000 Watt und keine Birne. Im Hosenanzug durch die Büros fegen und dem doofen Männerpöbel erst mal zeigen, was ambach ist. Widerspricht man den Damen, wird wahlweise gedroht oder gejammert, dass man als Frau unterdrückt wird. Und wenns dann mit der Karriere nicht klappt, weil man zu blöd ist (jaja, das soll auch bei Frauen vorkommen), dann sind wahlweise die ominösen Männerseilschaften schuld oder das frauenfeindliche Klima im Allgemeinen.
16.03.2010 08:12 Uhr
von Stuckert:
Ich schlage einen fünfjährige Qualifizierung „Arbeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt“ für all jene Politikerinnen und Politiker vor, die von Jugend an ausschließlich im Parteiapparat tätig waren und dort Karriere gemacht haben. Das eröffnet ihnen die Chance, einen Sinn für die Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu entwickeln. Und erspart uns – so meine Hoffnung – das dumme Geschwätz arbeitsmarktferner Politiker.
Leserkommentare
17.03.2010 17:58 Uhr
von Kekl E:
@Elke K
"und zur unfähigkeit und ignoranz der familienministerin fehlen mir ohnehin die worte"
äh, die Frau ist 32 und erst seit ein paar Tagen im Amt. Kann es sein, dass sie etwas voreingenommen sind?
17.03.2010 11:36 Uhr
von Elke K:
stimme frau oestreich vollkommen zu. und frage mich, warum zumeist männer so wild dagegen reden. 30%!!! was ist daran soooo beängstigend??? und es soll mir keiner erzählen, die 30% qualifizierte frauen sind nicht zu finden. die gibt es schon lange. die werden nur irgendwann durch die bestehenden strukturen ausgebremst. interessant, daß zumeist männer das vorhandensein von männerseilschaften, gläserner decke und frauenfeindlichem klima abstreiten. die meisten frauen sehen das wohl anders.
und zur unfähigkeit und ignoranz der familienministerin fehlen mir ohnehin die worte
16.03.2010 19:11 Uhr
von Wolf:
@ express
Ja, DANN ja!
@ Brunhilde
Warum eigentlich nicht!
(Schon mal den Beriff Vitamin B gehört? Nicht - ok dann evtl. "Mentor"? Auch nicht - na macht ja nichts (aus)...)
16.03.2010 18:45 Uhr
von Theo:
Warum denn so ungeduldig? Das Gender-Umerziehungsprogramm läuft doch. Und die Geburtenrate bleibt zum Glück konstant bzw. sinkt ein wenig. Der Feminismus ist ja zum Glück in eine Einbahnstraße geraten, und reißt die ganze Gesellschaft mit. Abtreibung + Single-Leben + Kinderlos-Sein ist der erfolgreiche Weg in die Moderne. Hurra, wir vergreisen! Und endlich bricht auch dieser lästige Sozialstaat zusammen, der von den wenig übrig gebliebenen Jungen Leuten nicht mehr finanziert werden kann. Ich finde das alles Super!
16.03.2010 17:26 Uhr
von emil:
hier entsteht bisweilen der eindruck, gute positionen würden nach qualifikation vergeben und frauen seien folgerichtig nicht gut genug qualifiziert, weswegen mehr männer diese jobs bekommen.
nun entspricht das leider nicht den tatsachen, schultechnisch sind frauen den männern überlegen und glänzen mit besseren zeugnissen. diese überlegenheit hält allerdings nur bis zum studienabschluss an.
frauen die promovieren, habilitieren oder einfach nur arbeiten wollen, ziehen gegenüber männer den kürzeren, obwohl die männer auf dem vorausgegangen bildungsweg schlechter qualifiziert waren.
und da wird hier behauptet, es gibt eben nur männer, die qualifiziert sind?
die sache ist doch die: die weitaus qualifizierteren frauen bekommen keine chance, um die nötige erfahrung für die besseren jobs zu erhalten.
dann lässt sich natürlich leicht sagen, dass es keine weiblichen, geeigneten arbeitskräfte gibt.
ist nur ein bisschen albern. so wie das hundchen anzubinden und es dann aufzufordern zu kommen. tja wer nicht will, er hat schon, nech?!
16.03.2010 14:54 Uhr
von Brunhilde_Faszanatas:
Ohhh, und ich dachte immer, bei der Besetzung einer Stelle sei in erster Linie die Qualifikation (plus Erfahrung) entscheidend. Wahrscheinlich ist der Standpunkt, dass Fähigkeiten entscheidend sind, einfach total altmodisch.
Ich werde mich bemühen, mein altmodisches Denken dem neuen, fortschrittlichen Zeitgeist anzupassen. Vielleicht kann man zukünftig auch eine Quote für sexuelle Minderheiten und Menschen mit Migrationshintergrund einführen?
Warum denn immer nur Frauen??
Jede/r Mensch/in sollte im Aufsichtsrat sitzen dürfen.
16.03.2010 14:36 Uhr
von Birthe:
Solange sich die taz grundsätzlich positiv über den ach so süßen "Burkini" äußert und das weibliche "Recht auf Verhüllung"* hochhält (ein "Recht", das freilich nichts anderes ist, als ein Einfallstor für Unterdrückung), kann ich sie in Bezug auf Gender-Fragen nicht mehr ernst nehmen. Frauenquote in Dax-Konzernen... was bringt das den Mädchen, die nicht einmal am Schwimmunterricht oder an Klassenfahrten teilnehmen dürfen? Achja, schon jetzt herzlichen Glückwunsch an die künftige 1-Mio.-Jahresgehalt-Frau von der Telekomm. Endlich! Our work here is done!
*"Allerdings wird gelegentlich vergessen, dass es dabei eben um Freiheiten geht. Und dazu gehört auch die Freiheit, seinen Körper zu ver- statt zu enthüllen." (Heide Oestrich)
16.03.2010 13:56 Uhr
von express:
Naja, da haben wir ja mal eher die ganze Palette verkrusteter Gender-Vorurteile vorgetragen bekommen. Gläserne Decke, die Seilschaften, die bösen Jungs, die nicht wollen, dass die Mädels mitspielen, etc. Ich vermisse in der ganzen Diskussion die Frage nach den Anforderungen an eine solche Position.
Wer im Aufsichtsrat sitzt kann eben keine Teilzeit arbeiten und entgegen der Meinung hier im Forum sind das auch keine Jobs, die man durch Glück, ähnlich einer Lotterie bekommt, sondern für die man sich Jahre durch die harten Hierarchien unter größten persönlichen (und meist familiären) Entbehrungen kämpfen muss. Hier mit Quoten zu kommen, also Personen aufgrund ihres Geschlechts, nicht unbedingt ihrer Leistung einzusetzen kann hier nicht die richtige Antwort sein und widerspricht wohl auch dem Gerechtigkeitssinn der meisten Menschen. Eine gute Förderung und bessere Kinderbetreuung müssen her, ein klare Monitoring, dass keine Diskriminierung stattfindet und ähnliches. Dann brauchen wir keine Quotenfrauen sondern bekommen die, die auch den nötigen Respekt für einen solchen Job verdienen.
16.03.2010 12:28 Uhr
von Elisabeth Kasper:
Schon 2002 wurde eine Studie im Auftrag der Regierung zu diesem Thema erstellt. Mit dem Ergebnis das die Quotenreglung der Wirtschaft dienlich wäre. Ich fände es angebracht, das sich die Frauenministerin ihre Haltung aufgrund dieser Ergebnisse bildet, als den eigenen Lückenhaften Erfahrungsschatz dazu preisgibt. Wir Bürger haben die Studie ja schließlich auch schon bezahlt.
16.03.2010 12:12 Uhr
von Christian Puzicha:
Was Quoten bringen, sieht man ja an unserer Ministerin.
Weiblich, konservativ und aus der Seilschaft von Koch.
16.03.2010 11:17 Uhr
von TobiasL:
@lebowski
Das kann man so aber nicht pauschalisieren...
Sicherlich gibts Frauen, die einfach arrogant werden, eben weil sie die Frau sind und sich deswegen über die Männer stellen, wenn dann wer was sagt, ist es die Frauenfeindlichkeit usw...
Das sind aber längst nicht alle, ich kenne genauso Frauen, mit denen du vernünftig sprechen kannst und kompetent sind.
Und dort liegt mMn auch ein Problem: Wenn eine Frauenquote eingeführt wird, wird zwar das Verhältnis Mann-Frau besser ausgeglichen, die Kompetenz, die mMn eigentlich entscheidend ist, kann dabei aber auch mal schnell in den Hintergrund rücken, da man ja unbedingt die Frauenquote befriedigen muss
16.03.2010 11:15 Uhr
von Angela K.:
In meiner Karriere oder - wie es so schön heisst - Erwerbsbiografie gibt es zwei Phasen: vor den Kindern und nach den Kindern. Vor den Kindern ging es erfolgreich bergauf. Gehalt, Verantwortung, Position. Seit ich Mutter bin, kämpfe ich stetig darum, wenigstens das Niveau zu halten, das ich vor der Geburt des ersten Kindes erreicht hatte. Mag sein, dass ich mittlerweile "zu blöd" bin (s. Kommentar weiter oben). Glaube ich aber nicht.
Mit 30, ohne Kinder, habe ich mir keine Gedanken gemacht über Quoten und machmal habe ich auch gedacht: was wollen denn alle, geht doch. Mit 38 und zwei Kindern denke ich: ja, Quote her. Mehr Mut her. Mehr Bereitschaft her auf beiden Seiten (Frauen und Unternehmen), Verantwortung zu übernehmen. Alles, was es Frauen und insbesondere Müttern erleichtert, sich der Führungsverwantwortung zu stellen, sollte ausgereizt werden.
Gute Genderpolitik kann man auch ohne eigene Kinder machen. Ich erwarte von Frau Schröder, dass sie trotz ihres jugendlichen Alters soweit abstrahieren kann und erkennt, dass es eben nicht einfach so geht.
16.03.2010 11:08 Uhr
von malina:
Mein Gott ich hätte gedacht dass eine junge Familienministerin sich vielleicht auch ein wenig für die Interessen jüngerer Frauen einsetzen würde aber ncihts da, sie hat wohl noch nicht gemerkt, dass sich der WInd gedreht hat und Frauen mehrheitlich arbeiten wollen und müssen. Die einzigen die sie mit dieser Politik beeindrucken kann sind wahrscheinlich konservative Männer und konservative ältere...
Ich stimme Stuckert voll zu!!!
16.03.2010 09:55 Uhr
von Sabine Preussker:
Danke!
Ausgezeichneter Artikel. Auch bei diesen Thema stelle ich mir wieder einmal die Frage: "Wie ,oder besser durch wen, hat es Kristina Schröder geschaft an diesen Posten zu kommen".
Grüße aus Berlin
16.03.2010 09:40 Uhr
von Christian D.:
Möglicherweise ist die Quote nicht der Weisheit letzter Schluss. Wer aber keine besseren funktionierenden Vorschläge hat, sollte dann doch besser schweigen. Als ob die gute Dame nicht selbst eine Art konservative Quotenfrau wäre...
16.03.2010 08:58 Uhr
von lebowski:
Die meisten Power- und Karriere-Frauen, die ich so kennen gerlernt habe, waren ein veritable Plage.
1000 Watt und keine Birne. Im Hosenanzug durch die Büros fegen und dem doofen Männerpöbel erst mal zeigen, was ambach ist.
Widerspricht man den Damen, wird wahlweise gedroht oder gejammert, dass man als Frau unterdrückt wird.
Und wenns dann mit der Karriere nicht klappt, weil man zu blöd ist (jaja, das soll auch bei Frauen vorkommen), dann sind wahlweise die ominösen Männerseilschaften schuld oder das frauenfeindliche Klima im Allgemeinen.
16.03.2010 08:12 Uhr
von Stuckert:
Ich schlage einen fünfjährige Qualifizierung „Arbeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt“ für all jene Politikerinnen und Politiker vor, die von Jugend an ausschließlich im Parteiapparat tätig waren und dort Karriere gemacht haben. Das eröffnet ihnen die Chance, einen Sinn für die Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu entwickeln. Und erspart uns – so meine Hoffnung – das dumme Geschwätz arbeitsmarktferner Politiker.