polizeigewalt in frankreichs vorstädten ist in f. ein innenpolitisches reizthema, knüppelnde polizisten animierten 05 massenhaft sozial benachteiligte gruppen zu ausschreitungen. auch in straßbourgs banlieue gab es damals schwere unruhen... eine teure veranstaltung war das. die vorstädte sind noch lange nicht zu ruhe gekommmen, daher ist das vorgehen der franz. polizei nicht so einfach als "geplantes versagen" zu bezeichnen und auf das Kalkül eines "starken Mannes" namens Sarkozy runterzubrechen - auch wenn es dem Saubermann und der Pflege seiner Profilneurosen entgegenkommen mag. Sarkozy hatte seinerzeit die orts - und bürgernahe Polizei aufgelöst - das ist der springende Punkt, denn damit ist die franz. Polizei zwangsläufig taktisch anders als die deutsche aufgestellt, weil von der bevölkerung abgekoppelt bzw. kaum bis nicht mehr in niederen sozialen kontexten präsent. d.h. die franz. polizei ist eine geschlossene gesellschaft und als solche eher militärisch organisiert. daher sind die ausführenden als fremde in den vororten nach wie vor eindringlinge und hassfiguren, die bei einsätzen immer gefahr laufen aus dem hinterhalt angegriffen zu werden. auf diesem hintergrund ist die vermeintliche passivität der franz. polizei bei der demo erklärlich - ein massiver einsatz hätte u.U. noch mehr "schlafende hunde" geweckt, d.h. gewaltbereiten jugendlichen ein riesiges forum, möglicherweise auch in anderen städten - geschaffen. die taktik der franz. Seite war also auf lokale implosion und nicht auf prävention oder deeskalation gerichtet - nach dem motto: sollen sich die politchaoten und underdogs doch in ihrem Viertel ausleben - hauptsache die räumliche trennung zu den anständigen bürgern bleibt erhalten. das ist i.Ü. für frankreich die billigste lösung, schließlich kostet ein polizeieinsatz mit abstand mehr als die paar - vermutlich von versicherungen gedeckten - sachschäden zu lasten dritter. so zynisch sich das anhört, aber sarkozy ist kein starker mann - sondern ein mediengeiler aufsteiger - dem immer noch die clearstream - affäre und seine unumstrittenen interventionen und herabwürdigungen der jugend in den banlieues anhängt. eine repositionierung als starker mann in der innenpolitik könnte seinen auftritt als "präsident aller franzosen" beschädigen und seine wiederwahl gefährden. die drecksarbeit überlässt er seit der präsidentschaft daher lieber einem fillon u.a.
07.04.2009 12:14 Uhr
von immerwieder:
> Schikanen seitens der Polizei haben ja Tradition.
typisch da ziehen LINKE Chaoten durch eine Stadt und die Polizei ist Schuld, die deutsch Linke sollte sich schämen....
Leserkommentare
07.04.2009 17:15 Uhr
von nik:
polizeigewalt in frankreichs vorstädten ist in f.
ein innenpolitisches reizthema, knüppelnde polizisten animierten 05 massenhaft sozial benachteiligte gruppen zu ausschreitungen.
auch in straßbourgs banlieue gab es damals schwere
unruhen... eine teure veranstaltung war das.
die vorstädte sind noch lange nicht zu ruhe
gekommmen, daher ist das vorgehen der franz. polizei nicht so einfach als "geplantes versagen" zu bezeichnen und auf das Kalkül eines "starken Mannes" namens Sarkozy runterzubrechen - auch wenn es dem Saubermann und der Pflege seiner
Profilneurosen entgegenkommen mag. Sarkozy hatte seinerzeit die orts - und bürgernahe Polizei aufgelöst - das ist der springende Punkt, denn
damit ist die franz. Polizei zwangsläufig
taktisch anders als die deutsche aufgestellt, weil von der bevölkerung abgekoppelt bzw. kaum bis nicht mehr in niederen sozialen kontexten präsent. d.h. die franz. polizei ist eine geschlossene gesellschaft und als solche eher
militärisch organisiert.
daher sind die ausführenden als fremde in den vororten nach wie vor eindringlinge und hassfiguren, die bei einsätzen immer gefahr laufen aus dem hinterhalt angegriffen zu werden. auf diesem hintergrund ist die vermeintliche passivität der franz. polizei bei der demo erklärlich - ein massiver einsatz hätte u.U. noch mehr "schlafende hunde" geweckt, d.h. gewaltbereiten jugendlichen ein riesiges forum, möglicherweise auch in anderen städten - geschaffen.
die taktik der franz. Seite war also auf lokale
implosion und nicht auf prävention oder
deeskalation gerichtet - nach dem motto: sollen sich die politchaoten und underdogs doch in ihrem Viertel ausleben - hauptsache die räumliche trennung zu den anständigen bürgern bleibt erhalten.
das ist i.Ü. für frankreich die billigste lösung,
schließlich kostet ein polizeieinsatz mit abstand
mehr als die paar - vermutlich von versicherungen
gedeckten - sachschäden zu lasten dritter.
so zynisch sich das anhört, aber sarkozy ist
kein starker mann - sondern ein mediengeiler
aufsteiger - dem immer noch die clearstream - affäre und seine unumstrittenen interventionen
und herabwürdigungen der jugend in den banlieues
anhängt. eine repositionierung als starker mann
in der innenpolitik könnte seinen auftritt als
"präsident aller franzosen" beschädigen und
seine wiederwahl gefährden.
die drecksarbeit überlässt er seit der präsidentschaft daher lieber einem fillon
u.a.
07.04.2009 12:14 Uhr
von immerwieder:
> Schikanen seitens der Polizei haben ja Tradition.
typisch da ziehen LINKE Chaoten durch eine Stadt und die Polizei ist Schuld, die deutsch Linke sollte sich schämen....