Nach den Banken und der Autoindustrie ruft jetzt die Chemieindustrie nach Hilfe. Übersehen wird dabei, dass es vor allem Leiharbeiter sind, die derzeit ihre Jobs verlieren.
Danke! Einfach nur Danke für diesen Kommentar! Es ist ja schon ein Fortschritt, dass die massenhafte Entlassungen der Leih- und Zeitarbeiter in den öffentlichen-rechtlichen Nachrichten vermeldet werden. Doch was nutzt das?
Diejenigen, die von den Arge´n und Arbeitsagenturen in großem Stil zu den Leihfirmen abgeschoben wurden, sind die ersten Verlierer. Soviel zum Thema Aufschwung, Herr Scholz und Frau Merkel.
19.11.2008 21:43 Uhr
von Petronivs:
Sehr geehrte Frau Willms,
ich danke Ihnen für Ihren Blick auf die wahren Verlierer der Finanz(Wirtschaftskrise) und dennoch entschließen Sie sich zu früh abzubrechen und die Problematik in ihrer Gänze darzustellen. Nun für jemanden mit 7,50€ Stundenlohn oder weniger macht es, so traurig es ist, kaum noch einen Unterschied, ob derjenige harte oder unwürdige Arbeit verrichtet oder arbeitslos ist. Für manchen mag die Aussicht, dass keine "zumutbare" Arbeit verfügbar ist sogar etwas Gutes haben. Denn nun kann es ALG und Wohngeld (nicht vergessen!) geben.
Das Problem, in das wir schlittern ist ungleich größer und nett gemeinte Rettungsversuche, um Opel oder BASF zu schützen, werden von jenen gedankt, die bei BMW, Mercedes oder VW am Band stehen. Es werden große Absatzeinbrüche, gerade im PKW-Markt erwartet, da drückt jeder Wettbewerber, der "künstlich" am Leben gehalten wird den Preis des Produkts Auto. Die Zeche ausbaden darf die Fertigung, die dann eben noch effektiver arbeiten muss.
In jedem Fall wird die Ankurbellung der Wirtschaft durch eine erhöte Staatsverschuldung zu realisieren sein und wir wissen alle, dass diese nie zurückzuzahlen sein wird - wie auch mit geringerem Realeinkommen. Bei der Staatsverschuldung gilt: Rauf geht´s immer, runter nimmer.
Ich möchte allen Zeitarbeitern und allen, die bald arbeitslos werden oder die Befürchtung haben, einen Tipp mit auf den Weg geben. Kümmern Sie sich rechtzeitig um eine Rechtsschutzversicherung (Arbeitsrecht). Gerade Gewerkschaften bieten hier das beste Preis/Leistungsverhältnis, auch über den Verlust des Arbeitsplatz hinaus. Für 2,50€/Monat ist man in der Arbeitslosigkeit weiterversichert (IGM). Mir ist selbst passiert, dass mein Exarbeitgeber einfach das letzte Monatsgehalt einbehält... Klagen hilft, mit Rechtsanwalt isst´s noch besser und führte schnell zum Erfolg.
Wenn Ihnen anschließend ein Arbeitgeber widererwarten - ich glaube nicht, dass in der nächsten Zeit noch viele Jobs vorhanden sind (ich täusche mich gern) - ein Jobangebot macht, so sind Sie Tarifgebunden und werden nicht unter Wert bezahlt!
Kleine Hausaufgabe zum Schluß für alle, die ihre Arbeitslosigkeit nicht unnütz verbringen wollen.
Beantworten Sie folgenden Aufgabe:
Wie kann es sein, dass eine Volkswirtschaft mit stetigem Wachstum seit ihrem Bestehen es nicht schafft für eine gerechte Einkommensverteilung zu sorgen, sondern zu einer hohen Staatsverschuldung, bei gleichzeitig hoher Arbeitslosigkeit und Reallohnverlust im unteren gesellschaftlichen Bereich.
Bearbeitungszeit: ein Arbeitnehmerleben lang.
Viel Erfolg!
19.11.2008 18:07 Uhr
von Felidaeos:
Danke für diesen Kommentar, er gibt mir etwas an Glauben zurück, dass nicht ihre ganze Zunft aus Lohnschreiberlingen besteht.
Leserkommentare
20.11.2008 11:24 Uhr
von Martin:
Danke! Einfach nur Danke für diesen Kommentar! Es ist ja schon ein Fortschritt, dass die massenhafte Entlassungen der Leih- und Zeitarbeiter in den öffentlichen-rechtlichen Nachrichten vermeldet werden. Doch was nutzt das?
Diejenigen, die von den Arge´n und Arbeitsagenturen in großem Stil zu den Leihfirmen abgeschoben wurden, sind die ersten Verlierer.
Soviel zum Thema Aufschwung, Herr Scholz und Frau Merkel.
19.11.2008 21:43 Uhr
von Petronivs:
Sehr geehrte Frau Willms,
ich danke Ihnen für Ihren Blick auf die wahren Verlierer der Finanz(Wirtschaftskrise) und dennoch entschließen Sie sich zu früh abzubrechen und die Problematik in ihrer Gänze darzustellen.
Nun für jemanden mit 7,50€ Stundenlohn oder weniger macht es, so traurig es ist, kaum noch einen Unterschied, ob derjenige harte oder unwürdige Arbeit verrichtet oder arbeitslos ist. Für manchen mag die Aussicht, dass keine "zumutbare" Arbeit verfügbar ist sogar etwas Gutes haben. Denn nun kann es ALG und Wohngeld (nicht vergessen!) geben.
Das Problem, in das wir schlittern ist ungleich größer und nett gemeinte Rettungsversuche, um Opel oder BASF zu schützen, werden von jenen gedankt, die bei BMW, Mercedes oder VW am Band stehen.
Es werden große Absatzeinbrüche, gerade im PKW-Markt erwartet, da drückt jeder Wettbewerber, der "künstlich" am Leben gehalten wird den Preis des Produkts Auto. Die Zeche ausbaden darf die Fertigung, die dann eben noch effektiver arbeiten muss.
In jedem Fall wird die Ankurbellung der Wirtschaft durch eine erhöte Staatsverschuldung zu realisieren sein und wir wissen alle, dass diese nie zurückzuzahlen sein wird - wie auch mit geringerem Realeinkommen. Bei der Staatsverschuldung gilt: Rauf geht´s immer, runter nimmer.
Ich möchte allen Zeitarbeitern und allen, die bald arbeitslos werden oder die Befürchtung haben, einen Tipp mit auf den Weg geben.
Kümmern Sie sich rechtzeitig um eine Rechtsschutzversicherung (Arbeitsrecht). Gerade Gewerkschaften bieten hier das beste Preis/Leistungsverhältnis, auch über den Verlust des Arbeitsplatz hinaus. Für 2,50€/Monat ist man in der Arbeitslosigkeit weiterversichert (IGM). Mir ist selbst passiert, dass mein Exarbeitgeber einfach das letzte Monatsgehalt einbehält... Klagen hilft, mit Rechtsanwalt isst´s noch besser und führte schnell zum Erfolg.
Wenn Ihnen anschließend ein Arbeitgeber widererwarten - ich glaube nicht, dass in der nächsten Zeit noch viele Jobs vorhanden sind (ich täusche mich gern) - ein Jobangebot macht, so sind Sie Tarifgebunden und werden nicht unter Wert bezahlt!
Kleine Hausaufgabe zum Schluß für alle, die ihre Arbeitslosigkeit nicht unnütz verbringen wollen.
Beantworten Sie folgenden Aufgabe:
Wie kann es sein, dass eine Volkswirtschaft mit stetigem Wachstum seit ihrem Bestehen es nicht schafft für eine gerechte Einkommensverteilung zu sorgen, sondern zu einer hohen Staatsverschuldung, bei gleichzeitig hoher Arbeitslosigkeit und Reallohnverlust im unteren gesellschaftlichen Bereich.
Bearbeitungszeit: ein Arbeitnehmerleben lang.
Viel Erfolg!
19.11.2008 18:07 Uhr
von Felidaeos:
Danke für diesen Kommentar, er gibt mir etwas an Glauben zurück, dass nicht ihre ganze Zunft aus Lohnschreiberlingen besteht.
Gruß Feli