• 07.01.2010

Wenn zwei sich in Ägypten streiten, kann man nur hoffen, dass es sich nicht auf der einen Seite um einen Muslim und auf der anderen um einen Christen handelt.

Blutrache im Namen der Religion

KOMMENTARvon Karim El-Gawhary

  • 08.01.2010 12:20 Uhr

    von grafinger:

    So wie in Nordkorea, nicht wahr, "vic"?

  • 08.01.2010 11:00 Uhr

    von GranA:

    Wo bleibt hier der Aufschrei der Marwa-Aktivisten?

  • 08.01.2010 10:16 Uhr

    von vic:

    Religion, immer wieder Religion.
    Die erste Spezies, die es schafft ohne auszukommen, wird ein friedliches Leben führen.

  • 08.01.2010 01:39 Uhr

    von aso:

    „...Es handelt sich nicht, wie im manchen Kreisen in Europa gerne kolportiert, um einen Akt der Christenverfolgung...“:

    Andererseits:

    „...Eine neue Qualität bekommt dieses System, wenn, wie im hiesigen Fall, eine ganze Religionsgemeinschaft eines Dorfes zum Ziel der Rache wird...“:

    Also doch „Christenverfolgung“?

    Denn wenn es nur um die Rache ginge, gäbe es andere Rezepte:
    „Kahlrasur statt Blutrache“:
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/32/371844/text/

    1900 betrug der Anteil der Christen noch über 20 % der Bevölkerung in Ägypten, 30 % in Syrien und über 50 % im Libanon(Wiki).

    Im katholischen Bereich hat die Dialog-Euphorie der 70er Jahre Ernüchterung Platz gemacht
    http://www.moschee-schluechtern.de/christen/untermuslims.htm

  • 07.01.2010 23:18 Uhr

    von Dirk Gober:

    Wie zurückhaltend die "Kämpfer für Gerechtigkeit" nun doch plötzlich sind...
    Keine empörten Leserbriefe, keine taz-Kommentare, in denen eine moslemische Autorin Frau Merkel oder dem Christentum eine Entschuldigung arabischer Staatschafs anbietet, einfach nichts!

    Es waren ja auch "nur" Christen, das Freiwild der Gutmenschen, Linken "Israel-Kritiker", "Islam-heißt-Frieden"-Lobbyisten.
    Damit entlarven sich diese als das, was sie sind.

  • 07.01.2010 18:07 Uhr

    von end.the.occupation:

    Der Titel ist wie üblich einfach schwachsinnig - und bedient Islamophobiker und Rassisten - offensichtlich DAS Zielpublikum von Teilen der taz-Titelredaktion.

    Blutrache hat nichts mit der Religion zu tun - und sicher hat Karim El-Gawhary diesen Mist nicht zu verantworten.
    Warum wehrt sich niemand in der taz gegen diesen Murks?

    Zwischen der de facto Diktatur Mubaraks und dem sich ausbreitenden Kommunalismus - der Begünstigung der Moslembrüder im Zivilbereich, bei gleichzeitiger Repression auf der politischen Ebene - der Abwesenheit von Demokratie - da zwischen gibt es doch sicher einen engen Zusammenhang.

    Wo bleibt der Prager Frühling im Nahen und Mittleren Osten - mit der Unterstützung der EU un der taz natürlich - nicht nur im Iran?

    Darüber könnte der Autor sicher was gescheites schreiben. Sicher gescheiter wie dieser Titel.


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